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Rat und Stadtbezirksräte

Auszug - Bebauungsplan mit örtlicher Bauvorschrift "Langer Kamp", HA 130 Stadtgebiet zwischen Langer Kamp, Hans-Sommer-Straße, Richard-Strauß-Weg und Gliesmaroder Straße  

Sitzung des Stadtbezirksrates im Stadtbezirk 120 Östliches Ringgebiet
TOP: Ö 4
Gremium: Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 120 Östliches Ringgebiet Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Di, 07.07.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:00 - 21:00 Anlass: Sitzung
Raum: Rathaus, Großer Sitzungssaal
Ort: Platz der Deutschen Einheit 1, 38100 Braunschweig
Zusatz: Zu Beginn der Sitzung findet eine Einwohnerfragestunde statt.
15-00331 Bebauungsplan mit örtlicher Bauvorschrift "Langer Kamp", HA 130
Stadtgebiet zwischen Langer Kamp, Hans-Sommer-Straße, Richard-Strauß-Weg und Gliesmaroder Straße
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
  Aktenzeichen:61.12-312/B 11
Federführend:61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz   
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

 

Frau Beckmann-Möllenbernd, Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz, und Herr Meier, freiberuflicher Architekt und Stadtplaner, erläutern die Vorlage vom 6. Juli 2015.

 

Frau Beckmann-Möllenbernd nimmt Bezug auf die Stellungnahme der Verwaltung zum Thema „Bürgerbeteiligung Baugebiet Langer Kamp" (Drucksache 10811/15) und teilt mit, dass die Öffentlichkeit über das gesetzlich vorgeschriebene Maß im Rahmen der Auslegung am Verfahren beteilgt wird. Der Zeitpunkt der Beteiligung der Öffentlichkeit (Informationsveranstaltung) steht noch nicht fest, da die Auslegung an den Abschluss des die Planung begleitenden städtebaulichen Vertrages (wird am 8. Juli 2015 im Planungs- und Umweltausschuss behandelt) gebunden ist.

 

Frau König weist daraufhin, dass der Siegerentwurf vom Büro Giesler Architekten mehr Bäume vorsah. Herr Dr. Kablitz fragt nach den Bestandszahlen der Bäume und wieviel Bäume stehen bleiben werden. Frau Beckmann-Möllenbernd informiert, dass der Siegerentwurf nicht allein wegen der Baumerhaltung gewonnen hatte. Ausgehend von den größeren Bäumen beträgt der Ist-Bestand 84 Bäume und in der jetzigen Planung bleiben 24 Bäume erhalten. 

 

Auf Anfrage von Herrn Dr. Kablitz nach dem Parkplatzschlüssel informiert Frau Beckmann-Möllenbernd, dass der Parkplatzschlüssel bei den Wohneinheiten 1:1 und beim öffentlichen Straßenraum 0,33 Parkplätze je Wohneinheit (Besucher) beträgt. Würden z. B. 150 Wohneinheiten entstehen, müssten 150 Parkplätze in den Tiefgaragen nachgewiesen werden und ca. 50 Besucherparkplätze.

 

Herr Loeben fragt an, warum in der örtlichen Bauvorschrift der Ziegelanteil für die Fassaden auf 25 % begrenzt wird. Frau Beckmann-Möllenbernd erläutert, dass als Hauptfassadenmaterial für die Allgemeinen Wohngebiete WA 1 bis WA 3 weißer Putz vorgesehen ist, damit aufgrund der Vielzahl der Bäume kein düsteres Erscheinungsbild entsteht.   

 

Herr Müller kritisiert, dass die Planung zuviel Baumasse ausweist und fragt konkret nach der Wohnfläche im Siegerentwurf und wieviel Wohnfläche die vorliegende Planung vorsieht. Herr Meier teilt mit, dass der Unterschied nicht signifikant ist.

 

Herr Lepa fragt an, warum überhaupt im Mischgebiet Bürogebäude vorgesehen sind. Frau Beckmann-Möllenbernd erläutert, dass sich diese Nutzung in die vorhandene Nutzung entlang der Hans-Sommer-Straße einfügt.

 

Frau stellv. Bezirksbürgermeisterin Krause bittet darum, dass dem Stadtbezirksrat das Gestaltunghandbuch zur Verfügung gestellt werden sollte. Ferner wird um Auskunft gebeten, wie der Gestaltungsbeirat sich zusammensetzt. Lt. Frau Beckmann-Möllenbernd besteht der Gestaltungsbeirat aus Frau Prof. Dr. Carlow (TU Braunschweig), Frau Kellner (freie Architektin) und Herrn Tamm (freier Architekt) sowie seitens der Stadt Herrn Stadtbaurat Leuer, Herrn Fachbereichsleiter Warnecke und Herrn Referatsleiter Hornung.

 

Weitere Fragen von Frau Bezirksbürgermeisterin Krause u.a. bzgl. der Breite der Planstraße (Breite 6,5m) und der sozialen Sicherheit an den Tiefgaragen beantwort Frau Beckmann-Möllenbernd dahingehend, dass die Breite der Planstraße sich durch die Anordnung der Einstellplätze ergibt. Hinsichtlich der sozialen Sicherheit erläutert Frau Beckmann-Möllenbernd, dass durch die Sockelhöhe der Tiefgaragen von knapp einem Meter und der Heckenhöhe von ebenfalls einem Meter eine offene Gestaltung gewährleistet ist.  

 

Herr Dr. Kablitz bittet, folgende Stellungnahme im Protokoll aufzunehmen: Seiner Meinung nach sind insgesamt die Baukörper viel zu groß. Ferner geht zuviel Parkfläche verloren und der Baukörper an der Hans-Sommer-Straße, der bis zu neun Stockwerke hoch werden kann, ist viel zu hoch geplant.

 

Herr Müller bittet ebenfalls folgende Stellungnahme aufzunehmen: Aufgrund der vorhandenen Situation im Östlichen Ringgebiet, auch wegen der Kindergärten und der Grundschulen, ist der Parkplatzschlüssel viel zu gering. Er sieht auch Defizite hinsichtlich der Versorgung mit Kitaplätzen.

 

Protokollnotiz: Frau stellv. Bezirksbürgermeisterin Krause regt an, die Errichtung einer Mobilstation (Car-sharing, Ladestation u.a. auch für Elektrofahrräder, Sitzbänke, evtl. Kiosk) zu prüfen.

 


 

Beschluss:

 

Änderung des Aufstellungsbeschlusses, Beschluss über die Art des Verfahrens nach BauGB, Auslegungsbeschluss


"1. Der Bebauungsplan wird als Bebauungsplan der Innenentwicklung im Sinne von § 13 a BauGB aufgestellt.


2. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Langer Kamp", HA 130, vom 12. Mai 2009 wird, wie in der Anlage 7 dargestellt, geändert.


3. Dem Entwurf des Bebauungsplanes mit örtlicher Bauvorschrift „Langer Kamp", HA 130, sowie der Begründung wird zugestimmt. Die Entwürfe sind gemäß § 3 (2) Baugesetzbuch (BauGB) öffentlich auszulegen."

 


 

Abstimmungsergebnis:

 

5 dafür    3 dagegen    3 Enthaltungen