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Rat und Stadtbezirksräte

Auszug - Umsetzung des Sportentwicklungsplanes "Masterplan Sport 2030" Antrag der Fraktion der CDU  

Sitzung des Rates der Stadt Braunschweig
TOP: Ö 15
Gremium: Rat der Stadt Braunschweig Beschlussart: abgelehnt
Datum: Di, 21.06.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 14:00 - 22:34 Anlass: Sitzung
Raum: Rathaus, Großer Sitzungssaal
Ort: Platz der Deutschen Einheit 1, 38100 Braunschweig
16-02422 Umsetzung des Sportentwicklungsplanes
"Masterplan Sport 2030"
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag (öffentlich)
Federführend:0100 Referat Steuerungsdienst   
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Ratsvorsitzender Grziwa stellt fest, dass Einvernehmen besteht, die Punkte 14 und 15 gemeinsam zu beraten. Erster Stadtrat Geiger bringt die Vorlage 16-02100 ein und geht in seinen Ausführungen auf die Änderungsanträge zu der Vorlage ein. Ratsherr Sommerfeld bringt den Änderungsantrag 16-02518 und Ratsherr Dr. Dr. Büchs den Änderungsantrag 16-02534 ein. Beide Anträge werden begründet. Ratsherr Wendroth bringt den Antrag 16-02422 unter Punkt 15 der Tagesordnung ein und begründet diesen.

Nach der Aussprache stellt Ratsvorsitzender Grziwa zunächst den Änderungsantrag 16-02534 und anschließend die Vorlage 16-02100 unter Einbeziehung des Änderungsantrages 16-02518 zur Abstimmung. Danach lässt er über den Antrag 16-02422 abstimmen.


Beschluss:

In Umsetzung des Sportentwicklungsplanes und unter besonderer Berücksichtigung der während des Expertenworkshops am 14. Februar 2015 und des kommunalpolitischen Workshops am 5. Dezember 2015 festgelegten Maßnahmengewichtung wird die Verwaltung gebeten, in den nächsten rund 2,5 Jahren folgende Maßnahmen prioritär umzusetzen:

 

Organisatorische Maßnahmen

1) Weiterentwicklung der Sportförderrichtlinien

Die städtische Sportförderung bedarf einer Neuausrichtung,  damit zwischen den einzelnen Vereinen (Bezirkssportanlagen, zur Nutzung überlassene Anlagen, eigene Anlagen, gepachtete Anlagen, Anlagen im Erbbaurecht) die Gerechtigkeitslücke geschlossen wird. In diesem Zusammenhang sollen größere Anreize für Kooperationen und möglicherweise sogar Fusionen geschaffen werden.

 

2) Weiterentwicklung des Schützenwesens

Seit einigen Jahren stehen Vereine, Verwaltung und Politik vor der Frage, wie auf zurückgehende Mitgliederzahlen reagiert werden soll, um weiterhin eine leistungsfähige und zeitgemäße Infrastruktur anbieten zu können. Hier besteht dringender Handlungsbedarf

 

3) Ausbau der Förderung frühkindlicher Bewegungserziehung

Durch gezielte Schulungen von Erzieherinnen und Erziehern soll die frühkindliche Bewegungserziehung intensiviert werden und so unter anderem der Grundstein für eine spätere Mitgliedschaft in Sportvereinen gelegt werden.

 

Abbau des Sporthallendefizites

4) kurzfristige Prüfung zur Einrichtung einer Kaltsporthalle

Im Rahmen der Unterbringung von Flüchtlingen in Fremdimmobilien wurde die zurzeit vom Aloha Sport Club genutzte ehemalige Tennishalle bereits thematisiert. Hier soll die Verwaltung kurzfristig prüfen, ob ein Verkauf an die Stadt grundsätzlich möglich wäre, da hier nach ersten groben Schätzungen Kapazitäten für bis zu vier Kalthallen geschaffen werden könnten.

 

5) Neubau einer 4-Feld-Multifunktionshalle

An einem geeigneten Standort innerhalb der Stadt soll nach vorherigem Wirtschaftlichkeitsvergleich (Verkauf des Grundstücks in Verbindung mit einer Bauverpflichtung, Bauauftrag an einen Generalunternehmer und Errichtung durch das Baudezernat) eine 4-Feld-Multifunktionshalle entstehen. Dieser Vergleich war bereits zur Ratssitzung am 4. Februar 2014 von CDU und Piraten auf Grundlage der im Entwurf vorliegenden Sportentwicklungsplanung beantragt worden.

 

6) Überprüfung der derzeitigen Hallenbelegungen

Die Verwaltung soll eine Kontrolle der Hallenbelegungen durchführen und analysieren, wie die vorhandenen Turn- und Sporthallen in ihrer Belegung für den Schul- und Vereinssport optimiert werden können.

 

7) Bildung familienfreundlicher Sportkomplexe

Im Rahmen der 2013 durchgeführten Standort-Rochade ist hierzu bereits eine Clusterung seitens der Verwaltung durchgeführt worden. Derzeit wird die Anlage in Waggum in diese Richtung entwickelt und nun sollen weitere zukunftsfähige familienfreundliche Sportkomplexe gebildet werden. Vorrangig ist hier die Anlage auf dem Bienroder Weg für den SV Olympia und den Turn- und Rasensportverein Braunschweig e. V. (TuRa) herzurichten.

 

Sportangebote

8) Ausbau der Sport- und Bewegungsangebote im öffentlichen Raum

Der weitere Ausbau von Mehrgenerationenplätzen als Orte der Begegnung zwischen den Generationen ist zu forcieren. Darüber hinaus sind die Sport- und Bewegungsangebote im öffentlichen Raum zu erweitern.

 

9) Ausbau der Kooperationen zwischen Sportvereinen und Kitas/(Ganztags-) Schulen

r den Ausbau der Förderung frühkindlicher Bewegungserziehung zum einen und der Erschließung neuer Mitgliederkapazitäten zum anderen sollen die Kooperationen zwischen Sportvereinen und Kindertagesstätten sowie zwischen Sportvereinen und (Ganztags-) Schulen weiter verbessert werden.

 

10) Ausbau der Angebote für sozial Schwächere und für Flüchtlinge

Sozial Schwächere (vor allem Kinder und Jugendliche) haben ebenso wie Flüchtlinge zwar einen grundsätzlichen Anspruch darauf, im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes bspw. Mitgliedabeiträge für Vereine erstattet zu bekommen, nutzen dieses aber eher selten. Darüber hinaus wird die Möglichkeit geprüft, ob über ein Förderprojekt eine materielle Unterstützung für Vereine geschaffen werden kann, wenn diese Materialien für Flüchtlinge anschaffen. Diese Möglichkeit soll auch für sozial Schwächere entstehen.

 

 


Abstimmungsergebnis:

bei Fürstimmen abgelehnt