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Rat und Stadtbezirksräte

Auszug - Präsentation besonderer Einsätze  

Sitzung des Feuerwehrausschusses
TOP: Ö 7
Gremium: Feuerwehrausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 25.10.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:55 Anlass: Sitzung
Raum: Feuerwehrhaus Querum
Ort: Bevenroder Str. 22, 38108 Braunschweig
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis

Herr Malchau präsentiert besondere Einsätze und trägt Erkenntnisse aus dem Sturmtief Xavier vor.

 

Herr Ruppert betont die besondere Reichweite der Facebook-Seiten der Stadt Braunschweig bei Unwetterlagen und Warnhinweisen.

 

Herr Disterheft lobt diese Informationspolitik ebenfalls. Er erkundigt sich, ob bei Unwettereinsätzen nicht auf Kran- und Transportkapazitäten des Grünflächenamtes und weiterer Behörden zurückgegriffen werden könnte.

Herr Malchau beantwortet, dass die Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Stadtgrün und Sport gut funktioniert. Bei dem Sturmeinsatz konnten viele Ressourcen des Fachbereichs Stadtgrün mitgenutzt werden. Dies war insbesondere möglich, da der Sturm während der üblichen Dienstzeit auf die Stadt getroffen ist. Für die grundsätzliche Zusammenarbeit muss im Hinterkopf bleiben, dass der Fachbereich Stadtgrün und Sport keine Einsatzeinheit mit 24 Stunden Bereitschaft ist. Eine Erreichbarkeit der Kollegen außerhalb der üblichen Dienstzeit ist nicht gewährleistet und mit Kosten für die Stadt Braunschweig verbunden.

Zu Krankapazitäten lässt sich nennen, dass die Feuerwehr über einen eigenen Kran verfügt und die Zusammenarbeit mit gewerblichen Anbietern nicht praktikabel ist. In der Regel lassen sich über private Anbieter nicht kurzfristig und zuverlässig Kräne zur Verfügung stellen.

 

Herr Disterheft erkundigt sich nach der Möglichkeit, Unternehmer und Landwirte aktiv anzusprechen, ob diese ihre Gerätschaften bei Einsatzlagen zur Verfügung stellen könnten. Versicherungsschutz bestehe in solchem Fall und es zeigte sich zuletzt bei der Sandsackausgabe bei der Hochwasserlage, dass gut auf Landwirtschaftstechnik zurückgegriffen werden kann.

Herr Malchau nimmt diesen Hinweis auf und weist darauf hin, dass es sich hierbei meistens um sogenannte Spontanhelfer handelt. Bevor Unternehmen und Landwirte aktiv angesprochen werden, ist es beabsichtigt, dass sich im Fachbereich Feuerwehr zunächst ein Konzept durch den neugeschaffenen Dienstposten Bevölkerungsschutz entwickelt wird.

 

Herr Dr. Müller erkundigt sich, ob im Fachbereich Stadtgrün und Sport vorrangig Beamte oder Angestellte beschäftigt sind. Aus seiner Sicht könnte man Beamte bei Unwetterlagen verpflichten.

Herr Ruppert beantwortet, dass im Fachbereich Stadtgrün und Sport vorrangig Beschäftigte tätig sind. Jede Rufbereitschaft muss bezahlt werden, auch wenn nichts passiert ist. Es sollen jedoch weitere Gespräche mit dem Fachbereichsleiter Stadtgrün und Sport und der Personalvertretung geführt werden, bei dem bereits vorweg eine Unwetterbereitschaft des FB Stadtgrün und Sport in Aussicht gestellt wurde.

 

Frau Gries bedankt sich bei allen Helfern für ihr Engagement bei der Unwetterabarbeitung.

 

Frau Schönbach schlägt vor, beim nächsten Unwetter über Facebook für Spontanhelfer zu werben. Herr Kornhaas widerspricht und berichtet von einen Einsatzerfahrungen am Hagenmarkt. Er rät von ungeübten und ungeschulten Spontanhelfern ab. Er setzt sich dafür ein, dass die ehrenamtlichen Helfer der Feuerwehr verstärkt für die Kettensäge ausgebildet werden. Er erkundigt sich nach dem aktuellen Sachstand bei der Kettensägenausbildung von Feuerwehrkräften, da es früher laut der FUK nur erlaubt war, bei Gefahr im Verzug die Kettensäge zu nutzen. Herr Malchau bestätigt, dass die Kettensägenausbildung novelliert wurde. Nach seinem Kenntnisstand dürfen die Sägen nun auch zur Gefahrenabwehr eingesetzt werden. Eine versperrte Straße zu räumen, diene der Gefahrenabwehr, da Rettungswege im öffentlichen Verkehrsraum freigeräumt werden müssen.