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Rat und Stadtbezirksräte

Auszug - Bericht zum Julihochwasser 2017 in Braunschweig   

Sitzung des Feuerwehrausschusses
TOP: Ö 3.1
Gremium: Feuerwehrausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 25.10.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:55 Anlass: Sitzung
Raum: Feuerwehrhaus Querum
Ort: Bevenroder Str. 22, 38108 Braunschweig
17-05557 Bericht zum Julihochwasser 2017 in Braunschweig
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz   
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Herr Malchau stellt den Gesamtbericht zum Julihochwasser und die darin genannten Erkenntnisse vor. Schwerpunkte der Erkenntnisse sind insbesondere, dass das neue Führungs- und Lagezentrum Entlastung bei dem zu kleinen Stabsraum der Leitstelle schaffen wird, die Kommunikation durch den Digitalfunk verbessert wurde und die Sandsackausgabe an die Bevölkerung sehr gut verlief. Einen leichten Engpass gibt es jedoch noch bei Transportkapazitäten durch LKW des Fachbereichs und dem Befüllen der Sandsäcke.

 

Herr Schrader hat zwei Hinweise, zum einen, dass durch den Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz in Stöckheim an der Trift der Bewuchs von Gräsern in Gewässern häufiger kontrolliert und entfernt werden sollte sowie Einwohner über mögliche Hochwassergefahren vorweg besser informiert werden sollten. Zudem regt er an, für das Befüllen der Sandsäcke auch auf Personal der Einsatzhundertschaften der Polizei zurückzugreifen.

Darauf antwortet Herr Malchau, dass die Hinweise zu Protokoll genommen und weitergeleitet werden. Die Polizei kann jedoch für solche Maßnahmen nicht eingesetzt werden, da diese bereits sehr stark und mit hoher Überstundenzahl ausgelastet ist. Es wurde jedoch verstärkt auf städtisches Personal zurückgegriffen.

 

Herr Disterheft erkundigt sich nach den Transportkapazitäten und ob im Katastrophenschutzplan der Stadt nicht für solche Fälle Transportkapazitäten vorgeplant sind. Er bittet um Nachreichung der Antwort zum Protokoll.1) Ferner bittet er um eine Aufstellung der Erkenntnisse und technischen Umsetzungen aus dem Hochwasserbericht 2002, insbesondere, welche Technik beschafft wurde. 

Herr Ruppert erläutert kurz die eingesetzten neuen Pumpen in Riddagshausen in der Ebert-Allee, eine umfangreiche Liste wird nachgereicht.

 

Herr Dobberphul erinnert sich, dass bei vorherigen Hochwassern noch einige Wochen nach der Flutwelle Keller ausgepumpt werden mussten. Bei dem diesjährigen Hochwasser waren alle Einsatzmaßnahmen schnell beendet. Er bittet um eine kurze Rückmeldung, was sich bei der Stadt Braunschweig seit dem letzten Hochwasser verändert hat und warum nicht mehr wochenlang gepumpt werden musste.

Herr Malchau sagt eine Beantwortung zu.

 

Herr Sommerfeld berichtet von seinen Erkenntnissen in der Kälberwiese. Noch 2002 gab es dort große Überflutungen. Inzwischen wurden Anpassungen und Verbesserungen beim Abwasserpumpwerk vorgenommen. Er hat jedoch aus dem Siedlungsverein Kälberwiese die Rückmeldung erhalten, dass der dortige Zulauf in das Regenrückhaltebecken zu schmal sei. Die Häuser davor seien sehr schnell durch Hochwasser betroffen.

Herr Ruppert erläutert, dass diese Frage an die Bauverwaltung weitergegeben wird.

 

Herr Dr. Vollbrecht erkundigt sich nach der Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk.

Herr Malchau berichtet, dass während der Hochwasserlage ein Fachberater zum Deichbau des THW ständig im Fachbereich hinzugezogen und eingebunden wurde.

 

Die Mitteilung ergeht ohne weitere Anmerkungen.

 

1) Spezielle Transportkapazitäten für Sandsäcke sowie die Transportkapazitäten der Berufsfeuerwehr sind im Katastrophenschutzplan der Stadt Braunschweig nicht gelistet. Allgemeine Transportkapazitäten finden sich unter den Kennziffern 4.05.02.11 (LKW) und 4.05.02.14 (PKW).