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Rat und Stadtbezirksräte

Auszug - Bebauungsplan mit örtlicher Bauvorschrift "Nordanger", HA 136 Stadtgebiet zwischen Lampadiusring, Nordanger, Ringgleis und dem BS-Energy-Gelände (Geltungsbereich A) Stadtgebiet Gemarkung Dibbesdorf Flur 7, Flurstück 100 (tlw.) (Geltungsbereich B) Behandlung der Stellungnahmen, Satzungsbeschluss  

Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses
TOP: Ö 8
Gremium: Planungs- und Umweltausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mi, 11.04.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:00 - 18:01 Anlass: Sitzung
Raum: Rathaus, Großer Sitzungssaal
Ort: Platz der Deutschen Einheit 1, 38100 Braunschweig
Zusatz: Im Anschluss an die Beratungen im öffentlichen Teil der Sitzung findet eine Einwohnerfragestunde statt.
18-07667 Bebauungsplan mit örtlicher Bauvorschrift "Nordanger", HA 136
Stadtgebiet zwischen Lampadiusring, Nordanger, Ringgleis und dem BS-Energy-Gelände (Geltungsbereich A)
Stadtgebiet Gemarkung Dibbesdorf Flur 7, Flurstück 100 (tlw.) (Geltungsbereich B)
Behandlung der Stellungnahmen, Satzungsbeschluss
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
  Aktenzeichen:61.12-312/HA136-SG2
Federführend:61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz   
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Herr Warnecke erläutert die Vorlage.

 

Frau Dr. Goclik geht auf die textlichen Festsetzungen VI Nr. 1 ein. Aus ihrer Sicht sollte die Mahd auch nach 5 Jahren durchgeführt werden sowie das Schnittgut bzgl. Nährstoffeintrag - nicht vor Ort verbleiben.

 

Herr Gekeler sagt eine Aussage zum Protokoll zu.

 

Protokollnotiz:

Die Mahd in den ersten 5 Jahren dient zur Herstellung und Entwicklung der halbruderalen Gras- und Staudenflur. Nach 5 Jahren kann davon ausgegangen werden, dass die mehrjährigen Stauden dominant genug sind und sich ohne jährliche Mahd halten und entwickeln. Die Fläche ist danach dauerhaft gehölzfrei zu halten.

Das Verbleiben des Schnittgutes im Bestand erhöht die Habitatvielfalt. Aufgehäuftes Schnittgut dient u. a. Vögeln, Amphibien, Reptilien und Insekten als Quartier und Lebensraum. Da die Gehölze alle 10-15 Jahre partiell auf den Stock gesetzt werden, ist nicht von einer übermäßigen Nährstoffanreicherung auszugehen.

 

Ratsherr Dr. Büchs fragt, warum unterschiedliche Fledermausarten auf Seite 4 (textliche Festsetzungen) und Seite 11 (Umweltbericht) aufgelistet seien.

 

Herr Gekeler sagt eine Aussage zum Protokoll zu.

 

Protokollnotiz:

Bei der textlichen Festsetzung VI 2. handelt es sich um einen abgestimmten Textbaustein, der in Zukunft für textliche Festsetzungen in B-Plänen verwendet werden soll. Die Aufzählung der Fledermaus- und Vogelarten sind lediglich Beispiele für typische gebäudebewohnende Arten, die von künstlichen Nisthilfen an Gebäuden profitieren.

 

Von den vier nachgewiesenen Fledermausarten (Großer Abendsegler, Breitfügelfledermaus, Rauhautfledermaus, Zwergfledermaus) nutzen alle mehr oder weniger regelmäßig Gebäudequartiere (s. Seite 11 Umweltbericht). Der Große Abendsegler und die Rauhautfledermaus suchen zudem Baumhöhlen als Quartier auf und sind somit nicht in der beispielhaften Aufzählung typischer Gebäudebewohner enthalten. Nichtsdestotrotz profitieren auch diese Arten von der Schaffung künstlicher Quartiere an Gebäuden.

 

Im Rahmen der Kartierungen wurden keine besetzten Fledermausquartiere im Bereich Taubenstraße/Nordanger nachgewiesen. Durch die Baufeldfreimachung kam es somit nicht zur Beeinträchtigung/Zerstörung von Fledermausquartieren, die im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ausgeglichen werden müssen.

 

rgermitglied Dr. Schröter nimmt Bezug auf die Ausführungen von BS/ENERGY zur Planung und Realisierung eines umweltfreundlichen Energie Effizienz Quartiers.

 

Stadtbaurat Leuer verdeutlicht, dass hierzu kontinuierlich eine Abstimmung mit BS/ENERGY erfolge.

 

Ratsherr Dr. Mühlnickel geht auf die Stellungnahme des Landesverbandes Braunschweig der Gartenfreunde e.V. ein. Er regt einen behutsamen Übergang von der Wohnbebauung zu der Kleingartenanlage an.

 

Die Verwaltung sagt eine Prüfung zu.


 

Beschluss:

 

1.Die während der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 (2) BauGB und sonstiger Stellen sowie der Öffentlichkeit gemäß § 3 (2) Baugesetzbuch (BauGB) eingegangenen Stellungnahmen sind entsprechend den Vorschlägen der Verwaltung gemäß den Anlagen Nr. 6.1 und Nr. 6.2 zu behandeln.

 

2.Der Bebauungsplan mit örtlicher Bauvorschrift „Nordanger“, HA 136, wird in der während der Sitzung ausgehängten Fassung gemäß § 10 (1) BauGB als Satzung beschlossen.

 

3.Die zugehörige Begründung mit Umweltbericht wird beschlossen.

 

 

 

 


Abstimmungsergebnis:

 

dafür: 13dagegen: 0Enthaltungen: 0