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Rat und Stadtbezirksräte

Auszug - Vorstellung der gleisseitigen Modernisierungsmaßnahme des Bahnhofs Gliesmarode durch die Deutsche Bahn AG  

Sitzung des Stadtbezirksrates im Stadtbezirk 120 Östliches Ringgebiet
TOP: Ö 6
Gremium: Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 120 Östliches Ringgebiet Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 02.05.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:00 - 21:40 Anlass: Sitzung
Raum: Senioren- und Pflegezentrum Bethanien
Ort: Helmstedter Straße 35, 38102 Braunschweig
Zusatz: Die Sitzung wird im Wilhelm-Löhe-Saal durchgeführt. Vor Eintritt in die Tagesordnung findet eine Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner statt.
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Für den Regionalverband anwesend ist Herr Haßelmann. Anhang einer Bildpräsentation visualisiert er die Planungen für den Umbau des Bahnhofs in Gliesmarode. Vorhabenträgerin ist die Deutsche Bahn AG. Es handelt sich um das Streckenband RB 47. Die Anlage ist sanierungsbedürftig, dazu kommt die Verkürzung der Taktzeiten auf der Verbindung Braunschweig-Gifhorn. Die damit verbundene stärkere Inanspruchnahme des Bahnhofs erhöht den Handlungsdruck.

Geplant ist der Neubau von zwei Bahnsteigen. Für den barrierefreien Zugang ist der Bau einer 97 Meter langen Rampe mit Haltepunkten geplant.

Der Antrag auf Planfeststellung soll im dritten Quartal 2018 gestellt werden. Nach den bisherigen Antragsbearbeitungszeiten ist von einem Baubeginn Anfang/Mitte 2020 auszugehen.

Auf diverse Einwendungen aus dem Kreis des Stadtbezirksrates, dass eine 97 Meter lange Rampe z. B. für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer sowie für Personen, die z. B. Koffer ziehen oder Kinderwagen schieben, unzumutbar sei, erwidert Herr Haßelmann, dass die Bahn AG mit einem eigenen Regelwerk arbeitet. Dies sei kompatibel mit den europäischen Normen und lasse den Bau einer Rampe in diesen Dimensionen zu. Die Installation eines Aufzuges sei viel teurer, auch weil ein Notrufsystem installiert werden müsste. Zudem seien Aufzüge störanfällig. Häufige Vandalismusschäden, die zu längerem Stilstand führen, seien zu erwarten. Statistisches Datenmaterial, das hierzu von Frau Wanzelius erfragt wird, ist momentan nicht verfügbar.

Herr Jordan bittet Herrn Haßelmann und Frau Spies, die erheblichen Bedenken einer Mehrheit der Mitglieder zum Bau dieser Rampe bei der Deutschen Bahn AG einzuspeisen. Er hält eine Absprache mit dem Behindertenbeirat für unverzichtbar. Frau Spies weist darauf hin, dass auch die Stadt keine Einflussmöglichkeiten auf die Planungen der Bahn habe. Herr Jordan erwidert darauf, dass es jedoch möglich sein muss, die Bedenken weiterzugeben, andernfalls würde die Information des Stadtbezirksrates in wesentlichen Teilen keinen Sinn machen. Auch sollte überdacht werden, ob es möglich ist, den Aufzug gezielt, d.h. zu Ruhezeiten des Bahnhofs, außer Betrieb zu setzen.

Auf weitere Nachfragen informiert Herr Haßelmann darüber, dass der Tunnel eine Länge von 20 Metern haben wird. Die in die Diskussion eingebrachte Variante, die "Wittinger Lösung" (höhengleicher Zugang) auf Braunschweig zu übertragen, sei nicht auf den Bahnhof in Gliesmarode anzuwenden.

Am Bahnsteigende soll ein Zaun errichtet werden, um das unbefugte Betreten aus dieser Richtung zu unterbinden. Die Schaffung eines legalisierten Zugangs ist an dieser Stelle nicht genehmigungsfähig.

Frau Krause spricht sich dafür aus, einen fußläufigen Zugang von der Grünewaldstraße aus einzurichten.

Herr Haßelmann erklärt sich bereit, die Präsentation als Datei zur Verfügung zu stellen, bittet aber darum, diese nicht frei zugänglich zu schalten oder gezielt weiterzugeben.