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Rat und Stadtbezirksräte

Auszug - Mündliche Anfrage: Entwicklung geschützter Tierarten - Monitoring, Landschaftsrahmenplan - Sachstand und Öffentlichkeitsarbeit  

Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses
TOP: Ö 17.8
Gremium: Planungs- und Umweltausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 30.01.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:00 - 20:11 Anlass: Sitzung
Raum: Rathaus, Großer Sitzungssaal
Ort: Platz der Deutschen Einheit 1, 38100 Braunschweig
Zusatz: Im Anschluss an die Beratungen im öffentlichen Teil der Sitzung findet eine Einwohnerfragestunde statt.
 
Wortprotokoll

Ratsherr Dobberphul fragt nach Informationen zur Entwicklung geschützter Tierarten (Hamster, Fledermäuse, Schwalben, Wiesenbrüter, Feldlerchen, Rebhühner, etc.), d. h. inwieweit öffentlich vermittelt wird, wie Umsiedlungen funktioniert haben, welche Populationen sich vermehren und sich mindern. Ratsherr Dobberphul bittet um Informationen, wie es um die Artenvielfalt in Braunschweig steht, ggf. auch beispielhaft.

Herr Gekeler betont, dass es dafür einen Vergleich von zeitlichen Erfassungen braucht, die dann ausgewertet werden müssen. Durch das Artenschutzkonzept, diverse biologische Teilgutachten z. B. im Rahmen von Bebauungsplanverfahren oder Plangenehmigungsverfahren, etc. sowie durch Monitoringberichte an diversen Stellen liegen Aussagen zu bestimmten Flächen in Braunschweig vor. Eine daraus generierbare Aussage zum Zustand der Artenvielfalt ist jedoch mit einem nicht unerheblichen Arbeitsaufwand verbunden. Eine derartige Ausarbeitung sollte sinnvollerweise erst nach Vorliegen der Biodiversitätsstrategie angegangen werden.

Ratsherr Dr. Büchs fragt ergänzend nach dem Stand des Landschaftsrahmenplans. Seines Wissens sei die letzte Fassung vom Stand 1999, danach in Teilen überarbeitet worden. Wäre dies nicht ein geeignetes Instrument für die Entwicklungsdarstellung der Artenvielfalt, fragt er.

Stadtbaurat Leuer sagt eine Klärung zu.

(Protokollnotiz: Ratsherr Manlik verlässt die Sitzung um ca. 19:48 Uhr.)

 

Protokollnotiz:

Die Verwaltung plant, nach Fertigstellung der Biodiversitätsstrategie in die Erarbeitung einer Artenentwicklungsdarstellung einzusteigen und die hierfür geeigneten vorhandenen Gutachten, Berichte, Konzepte und auch Erkenntnisse aus dem Landschaftsrahmenplan (LRP) bzw. dem Biotopverbundkonzept zum Landschaftsrahmenplan zu nutzen. Es ist richtig, dass der LRP seit dem Jahre 2000 mit der Ersterarbeitung mit Stand 1999 vorliegt. In den letzten Jahren (2008 - 2014) konnten unter großem Einsatz der Unteren Naturschutzbehörde eine Aktualisierung des Schutzgutes „Tiere und Pflanzen" für Flächen außerhalb der Kernstadt durchgeführt, eine detailliertere Biotopverbundplanung aufgestellt sowie die allgemeinen Ziele daran angepasst werden. Diese Teilaktualisierung des LRP wurde am 11. März 2015 im Planungs- und Umweltausschuss präsentiert.