EN

Rat und Stadtbezirksräte

Auszug - 135. Änderung des Flächennutzungsplans "Franz-Rosenbruch-Weg" - Auslegungsbeschluss Stadtgebiet zwischen der Bundesallee, Stauffenbergstraße und dem Franz-Rosenbruch-Weg  

Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses
TOP: Ö 7
Gremium: Planungs- und Umweltausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mi, 20.03.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:00 - 19:41 Anlass: Sitzung
Raum: Rathaus, Großer Sitzungssaal
Ort: Platz der Deutschen Einheit 1, 38100 Braunschweig
Zusatz: Im Anschluss an die Beratungen im öffentlichen Teil der Sitzung findet eine Einwohnerfragestunde statt.
19-10075 135. Änderung des Flächennutzungsplans
"Franz-Rosenbruch-Weg" - Auslegungsbeschluss
Stadtgebiet zwischen der Bundesallee, Stauffenbergstraße und dem Franz-Rosenbruch-Weg
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz   
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Die TOP 7., 8. und 8.1. werden gemeinschaftlich erörtert.

Herr Schmidbauer erläutert, was infolge der Rechtsprechung des OVG Münster im Zuge der weiteren Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung unternommen wurde.

 

rgermitglied Dr. Schröter dankt für die lobenswerte Umsetzung der Hinweise des Stadtbezirksrates 321 Lehndorf-Watenbüttel und der Anwohnerinnen und Anwohner.

Er bittet, vor dem Abriss des bisherigen Bolzplatzes den Standort für den neuen Bolzplatz zu identfizieren und diesen kurzfristig herzurichten.

Ratsfrau Palm und Ratsherr Dr. Büchs bekräftigen dieses Anliegen.

Die Verwaltung hat bereits zugesagt, bis zum Satzungsbeschluss einen neuen Standort festgelegt zu haben.

Ratsherr Hinrichs spricht sich nicht dagegen aus, weist aber darauf hin, dass dieser und weitere in dieser Gegend vorhandene Bolzplätze meistens leer sind, da Kinder vorrangig den Bolzplatz nahe des Baugebietes "Am Buchenberg" nutzen.

 

Zur energetischen Versorgung hält es Frau Dr. Goclik für angemessen, Photovoltaik in die örtliche Bauvorschrift aufzunehmen.

Sie bittet zudem, den Investor darauf hinzuweisen, dass die aus Kühlvorrichtungen des Supermarktes produzierte Abwärme energetisch genutzt werden kann, z. B. zur Wassererwärmung.

Sie führt weiter aus, zum Aspekt der Biodiversität und des Naturschutzes erscheinen die geplanten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nicht zielführend, wenn sie der Förderung der durch den Bau des Supermarktes beeinträchtigten Vögel und Fledermäuse dienen sollen. Der Waldbereich im Bereich Hondelager Weg/Peterskamp weist einen großen Totholzanteil auf, der verwildert aussieht, dabei aber gute Lebensbedingungen für Vögel bietet. Der Einsatz von Harvestern oder anderen schweren Maschinen auf diesem Gelände und eine Eichenaufforstung könne aufgrund des kontraproduktiven Effekts für den Naturschutz nicht befürwortet werden. Sinnvoll sei die Pflege einzelner vorhandener Eichen. Man könne die Eichen - ohne den Einsatz schwerer Maschinen - von bedrängenden Bäumen befreien und diese liegenlassen. Sie empfiehlt und bittet zu prüfen, ergänzend einheimische Sträucher und Bäume auf möglichst ortsnaher Fläche anzupflanzen.

Frau Dr. Goclik regt zudem an, in Randstreifen Blühstreifen anstatt Rasenflächen vorzusehen. Wünschenswert seien im Sinne des Stadtklimas zudem zusätzliche Fassadenbegrünungen.

 

Herr Prote sagt zu, die Umsetzung dieser Hinweise zu prüfen. Man habe nicht vorgehabt, in diesem naturnahen Bereich schwere Maschinen einzusetzen. Frau Dr. Goclik wird eine direkte Rückmeldung von der Verwaltung erhalten.

Herr Schmidbauer erklärt, dass es nicht geplant sei, Photovoltaik verbindlich vorzuschreiben. Er dankt für den Hinweis zur Nutzung der Abwärme aus den Kühlvorrichtungen und wird diesen an den Investor weitergeben.

 

Ratsherr Dr. Büchs erinnert, dass die BIBS an diversen Einwendungen zu diesem Vorhaben beteiligt war. Er kritisiert, es sei versäumt worden, ein identitätsstiftendendes Stadtteilzentrum mit Dorfplatzcharakter zu schaffen. Es werde stattdessen ein Fremdkörper entstehen, durch den Grünflächen verlorengehen. Lärm und auswärtiger Verkehr werden zunehmen. Die Anwohner seien damit weitgehend nicht einverstanden. Dementsprechend wird er die Vorlage ablehnen.

 

Ratsherr Dr. Mühlnickel lobt die umfangreiche und gelungene Überarbeitung durch die Verwaltung. Das Stadtbezirksratsvotum signalisiere breite Zustimmung. Ein wichtiges Anliegen seiner Fraktion, nämlich gesicherte, stadtteilnahe Nahversorgung und kurze Wege, seien hierdurch unterstützt.

 

Ratsherr Hinrichs bekräftigt als Anwohner die Ausführungen des Ratsherrn Dr. Mühlnickel. Es sei nicht gewährleistet, dass kleine Märkte langfristig wirtschaftlich betrieben werden

nnen. Die Nahversorgung könne mithilfe dieses großen Marktes gesichert werden und sei auch leicht zu erreichen und altersgerecht ausgestaltet. Es sei vorteilhaft, dass man mit dem Supermarktbetreiber einen offenen Ansprechpartner vor Ort habe. Es ergebe sich ein

Qualitätsvorteil für das Kanzlerfeld und für Watenbüttel.


Beschluss:

"Dem Entwurf der 135. Änderung des Flächennutzungsplanes „Franz-Rosenbruch-Weg" sowie der Begründung mit Umweltbericht wird zugestimmt. Der Entwurf ist gem. § 3 (2) BauGB öffentlich auszulegen."


Abstimmungsergebnis:

Dafür: 10  Dagegen: 1  Enthaltungen: 2