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Rat und Stadtbezirksräte

Auszug - Instandsetzung der Gleisanlagen in der Gifhorner Straße zwischen Lincolnsiedlung und Robert-Bosch-Straße; Wahl des Oberbaus  

Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses
TOP: Ö 20
Gremium: Planungs- und Umweltausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mi, 12.06.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:00 - 19:34 Anlass: Sitzung
Raum: Rathaus, Großer Sitzungssaal
Ort: Platz der Deutschen Einheit 1, 38100 Braunschweig
Zusatz: Im Anschluss an die Beratungen im öffentlichen Teil der Sitzung findet eine Einwohnerfragestunde statt.
19-10883 Instandsetzung der Gleisanlagen in der Gifhorner Straße zwischen Lincolnsiedlung und Robert-Bosch-Straße; Wahl des Oberbaus
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr   
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Frau Dr. Goclik fragt, inwieweit die Möglichkeit eines Sedumgleises geprüft wurde und welche Kosten hierfür anfallen würden.

Herr Pottgießer erläutert. Die Stadt habe den Bereich besichtigt und sich dem Votum der Verkehrs-GmbH angeschlossen, ohne die zusätzliche Option eines Sedumgleises tiefergehend zu prüfen. Er betont, dass die Unterschiede zwischen einem Rasengleis und einem Sedumgleis gering sind, auch im Bereich der Kosten. Grund sei insbesondere, dass man bei Rasen- und Sedumgleisen regelmäßig eine andere Tragkonstruktion als bei Schottergleisen benötige.

Ratsherr Dr. Mühlnickel fragt, warum die Kosten für das Schottergleis nicht ausgewiesen sind.

Herr Pottgießer erklärt, dass dies hierdurch bedingt ist, dass die Kosten durch die BSVG getragen werden. Die Darstellung der Mehr- bzw. Wenigerkosten entsprechen dem Ratsbeschluss.

Frau Dr. Goclik gibt unter Bezugnahme auf klimaschutzbedingte Anpassungen in der Planung das grundsätzliche Statement ab, dass Sedumgleise und Rasengleise im Gegensatz zu Schottergleisen eine gute Filterwirkung z. B. bei CO2-Emissionen bieten.

Ratsfrau Palm unterstützt diese Argumentation grundsätzlich bei innerstädtischen Baumaßnahmen von hoher städtebaulicher Wirkung. Jedoch hier in einem Bereich, der keine Wohnbebauung und hohe Aufenthaltsqualität aufweist, stattdessen überwiegend gewerblich genutzt wird, sei unter städtebaulichen Gesichtspunkten und mit Blick auf die Kosten ein Schottergleis die richtige Wahl.

Ratsherr Dr. Büchs erklärt, dass Schotter eine positive ökologische Wirkung entfalten kann, indem tagsüber Wärme aufgenommen und nachts abgegeben wird. Ratsherr Dr. Büchs und Ratsherr Dobberphul sehen es jedoch kritisch, dass bei Schottergleisen regelmäßig Herbizide eingesetzt werden. Ratsfrau Palm bestätigt, dass in einer Aufsichtsratssitzung der BSVG bekundet wurde, dass Glyphosat verwendet wird, um jährlich einen 6-stelligen Eurobetrag einzusparen.

Ratsherr Dr. Mühlnickel erklärt, die Argumentation (Lage, Kosten, etc.) nachvollziehen zu können, aber grundsätzlich Rasengleise zu befürworten. Er kündigt an, dass sich die Fraktion Bündnis 90 - DIE GRÜNEN bei der Abstimmung enthält.

 


Beschluss:

„Dem Vorschlag der Braunschweiger Verkehrs-GmbH (BSVG), die Gleisanlagen in der Gifhorner Straße zwischen der Lincolnsiedlung und der Robert-Bosch-Straße bestandsnah in Schotterbauweise zu sanieren, wird gefolgt."


Abstimmungsergebnis:

Dafür: 9       Dagegen: 0       Enthaltungen: 4