EN

Rat und Stadtbezirksräte

Auszug - Wohnungsneubauten: Schuntersiedlung - Masterplan 2012  

Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses
TOP: Ö 3.2
Gremium: Planungs- und Umweltausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 12.06.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:00 - 19:34 Anlass: Sitzung
Raum: Rathaus, Großer Sitzungssaal
Ort: Platz der Deutschen Einheit 1, 38100 Braunschweig
Zusatz: Im Anschluss an die Beratungen im öffentlichen Teil der Sitzung findet eine Einwohnerfragestunde statt.
19-11044 Wohnungsneubauten: Schuntersiedlung - Masterplan 2012
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz   
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Die Mitteilung nimmt Bezug auf eine Anfrage der Fraktion P² vom 15.05.2019.

Ratsherr Dr. Büchs kritisiert, dass festgelegt ist, dass 52 Wohnungen in der Schuntersiedlung innerhalb von 20 Jahren erneuert werden sollen und dass dazu kein Bebauungsplan existiert, in dessen Folge sich das Gesamtbild der Siedlung negativ verändere, z. B. durch die Beseitigung gewachsener, schützenswerter Gärten. Er bittet um Erklärung, wie damit umgegangen wird.

Stadtbaurat Leuer betont, die Verwaltung sei bei der Bearbeitung von Baugenehmigungen entsprechend sensibilisiert. Es gilt, die leer stehenden Wohnflächen zu modernisieren und dabei im Wesentlichen die bisherige Bausubstanz und -struktur (Grenzen, bebaute und unbebaute Flächen) abzubilden. Die Anwendung des § 34 BauGB sei zweckmäßig. Selbst wenn ein Bebauungsplan anwendbar wäre, würde dieser regelmäßig nicht einzelne Bäume und Sträucher festsetzen.

 

Frau Dr. Goclik vermisst eine Aufnahme, welche Brutvogelarten, Fledermäuse, Pflanzen es gibt. So bieten die alten Häuser viele Unterschlupfe, die durch die Neubauten wegfallen. Die vorhandene hohe Biodiversität wird dadurch geschädigt. Sie würde sich eine vielfältigere Gestaltung der neuen Gärten und Grünflächen wünschen und bestärkt die Eindrücke des Ratsherrn Dr. Büchs, dass mehr darauf hingewirkt werden sollte, Bäume, Sträucher und Blühstreifen zu bewahren. nschenswert wären Hinweise und bauordnungsrechtliche Auflagen z. B. zu Nisthilfen und Unterschlupfmöglichkeiten. Sie vertritt die Position, es sei nicht nötig, Stellplätze zu schaffen zulasten von Grünflächen, da kein Parkdruck existiere.

 

Herr Jäger macht Ausführungen zum Engagement der BBG bei Grüngestaltung und Biodiversität. U. a. steht die BBG im jährlichen Dialog mit einer Baumsachverständigen und hrt ein Baumkataster. Mehr als 30 Jahre alte Bäume werden besonders sensibel behandelt. Der Masterplan sowie der Umstand, dass man mit Mitgliedern/Mieter*innen sensibel umgehe, d. h. passiv auf den Auszug wartet und nicht bedrängt, führt dazu, dass der Leerstand nicht abrupt erfolgt, sondern sukzessive zunimmt. Hierdurch sind unbewirtschaftete Grünflächen entstanden, die der Artenvielfalt zuträglich sind. Davon abhängig, wie neue Mitglieder/Mieter*innen die Gärten nutzen möchten, wird es voraussichtlich auch weiterhin naturnahe Flächen geben.

Das Parken ist bauordnungsrechtlich geregelt.

Im Bereich des Bienroder Weges wird es eine „grüne Wand“ geben, die sich positiv auf die Lärmbelastung auswirkt. Nisthilfen seien bei der BBG obligatorisch.

 

Frau Dr. Goclik erbittet eine Übersicht zu von der BBG geplanten „wilden Grünbereichen“ sowie eine Übersicht zu den Nisthilfen der BGG.

Herr Jäger sagt zu, diese als Anhang zum Protokoll zur Verfügung zu stellen.

Protokollnotiz: Beides wird ergänzt, sobald es vorliegt.

 

Ratsherr Dr. Büchs bittet ergänzend, die als erhaltenswert eingestuften Bäume und Sträucher in einer Übersicht zusammenzuführen und dem Protokoll beizufügen. Ausschussvorsitzende Palm möchte mit Blick auf die Aufwand-Nutzen-Relation dieses Anliegen zurückstellen, zunächst die anderen Übersichten einsehen und erforderlichenfalls hierauf aufbauend weiter diskutieren lassen. Hierauf wird sich vereinbart.


 


Der Ausschuss nimmt die Mitteilung zur Kenntnis.