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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 15-00012  

Betreff: Aufstellung einer Persönlichkeitstafel für Philipp August von Amsberg
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:DEZERNAT IV - Kultur- und Wissenschaftsdezernat   
Beratungsfolge:
Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 131 Innenstadt zur Kenntnis
30.06.2015 
Sitzung des Stadtbezirksrates im Stadtbezirk 131 zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:


Hintergrund:

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Braunschweig hat in seiner Sitzung am 20. Sept. 2005 (Vorlage Nr. 9852/05) ein Konzept für den Umgang mit den sogenannten Persönlichkeitstafeln beschlossen. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt des städtischen Fachbereichs Kultur und der Bürgerstiftung Braunschweig.

Seit 2006 werden von der Stadt Braunschweig und ihrem Projektpartner, der Bürgerstiftung Braunschweig, Tafeln in einer einheitlichen Gestaltung an oder vor früheren Wohnhäusern bedeutender Braunschweiger angebracht bzw. aufgestellt. Die Tafeln werden von der Bürgerstiftung finanziert, wenn es keine anderen privaten Stifter gibt.

 

Im gesamten Stadtgebiet werden mit den der BLIK-Gestaltung entsprechenden Persönlichkeitstafeln bedeutende Persönlichkeiten wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung und auswärtiger Gäste gerückt. Dabei handelt es sich ausschließlich um verstorbene Personen, die entweder in Braunschweig geboren sind oder aber Ihren Lebensmittelpunkt hier gesehen haben und mit ihrem Schaffen in unterschiedlichen Gebieten nachhaltig zur Gestaltung der Stadt und ihrer Entwicklung beigetragen haben.

 

Bis Mai 2015 konnten 41 Tafeln realisiert werden, als letztes die Tafeln für Max Jüdel und Ernst Böhme in der Adolfstraße.

 

Aktuelle Aufstellung:

Am 9. Juli 2015 soll nunmehr eine Persönlichkeitstafel für Philipp August von Amsberg am Standort der ehemaligen Villa von Amsberg am Friedrich-Wilhelm-Platz 3 aufgestellt werden.

Die Mitglieder des Stadtbezirksrates Innenstadt sind zu Aufstellung und Tafelenthüllung eingeladen.

 

Biografische Informationen zu von Amsberg (gleich Tafeltext):

 

Philipp August von Amsberg

 

geb. 17.07.1788, gest. 09.07.1871

 

Hier in der „von Amsberg“ genannten Villa lebte der braunschweigische Staatsmann und Begründer der ersten deutschen Staatsbahn, Philipp August von Amsberg, von 1827 bis 1847.

 

Von Amsberg wurde als Sohn eines Pfarrers in Mecklenburg geboren. Nach dem Abitur in Braunschweig trat er in den Staatsdienst ein, wo er bis zur Stellung eines Finanzdirektors aufstieg. Um den industriellen Aufschwung zu fördern, setzte sich von Amsberg für Handelserleichterungen in dem in zahlreiche Einzelstaaten zersplitterten Deutschland ein. Bei verschiedenen Verhandlungen über den Anschluss Braunschweigs an den Zollverein vertrat er das Herzogtum.

 

Früh erkannte von Amsberg die wirtschaftliche Bedeutung der Eisenbahn. Seine Idee, ein Schienennetz mit einer Nord-Süd- und einer Ost-West-Strecke mit einem Kreuzungspunkt in Braunschweig zu schaffen, scheiterte am Einspruch Hannovers. Im Dezember 1838 wurde jedoch der erste Streckenabschnitt einer innerstaatlichen Eisenbahn von Braunschweig nach Wolfenbüttel eröffnet, als erste Staatseisenbahn im Deutschen Bund. Sie war eine wichtige Voraussetzung für den wirtschaftlichen Aufschwung des Herzogtums im 19. Jahrhundert.

 

1850 wurde von Amsberg Leiter der Herzoglichen Eisenbahn- und Postdirektion in Braunschweig. Bei seinem Tod im Jahre 1871 hatte das Herzogtum Braunschweig ein Eisenbahnnetz von 270 km Länge mit Anschlüssen an die Strecken der benachbarten Länder.

 

In Braunschweig erinnert die Verbindungsstraße zwischen Limbeker Straße und Kruppstraße an den bedeutenden Eisenbahnpionier.

 

 


Anlage/n:


keine