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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 15-00013  

Betreff: Smart-City Braunschweig
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag (öffentlich)
Federführend:0100 Referat Steuerungsdienst   
Beratungsfolge:
Wirtschaftsausschuss Vorberatung
26.06.2015 
Sitzung des Wirtschaftsausschusses geändert beschlossen   
Finanz- und Personalausschuss Vorberatung
09.07.2015 
Sitzung des Finanz- und Personalausschusses geändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
14.07.2015    Sitzung des Verwaltungsausschusses      
Rat der Stadt Braunschweig Entscheidung
21.07.2015 
Sitzung des Rates der Stadt Braunschweig geändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Braunschweig ist eine der dynamischsten Städte Deutschlands. Damit dies so bleibt und sich weitere Dynamik entwickeln kann, müssen clevere, intelligente und elegante, eben smarte Lösungen für die Bürgerinnen und Bürger entwickelt werden, die eine Strahlkraft auch über die Grenzen der Stadt entwickeln können.

 

Der Rat der Stadt Braunschweig hat mit seinen Beschlüssen zu den Themen mobiles Bezahlsystem und kostenloses WLAN in der Innenstadt zwei von der CDU eingebrachte Punkte bereits aufgegriffen. Diese müssen zur Weiterentwicklung Braunschweigs hin zur „Smart-City Braunschweig“ nun noch um die Bereiche Verkehr und Elektromobilität ergänzt und zusammengeführt werden.

 

Das Braunschweiger Ziel-Szenario könnte so aussehen:

Ein Bürger steht an einer Straßenbahnhaltestelle und kann mit dem NFC-fähigen Smartphone mittels BS-Smart-City-App die aktuellen Abfahrtszeiten der nächsten Straßenbahnen erhalten. Mit einem Klick auf die gewünschte Bahn und der Angabe seiner Zielhaltestelle bezahlt er über ein mobiles Payment seinen Fahrtschein. Die Bahn kommt, er steigt ein und zeigt dem Fahrer seine Fahrerlaubnis auf dem Smartphone. Da er zwischenzeitlich bemerkt hat, dass er eine Haltestelle früher aussteigen kann und dieses auch tut, merkt die Bahn-App den vorzeitigen Ausstieg und berechnet den Fahrpreis neu. Über die Differenz erstellt die App automatisch eine Gutschrift. Am Ziel angekommen, sieht der Bürger in einem der Einzelhandelsschaufenster ein Produkt das ihm gefällt und hält sein NFC-fähiges Smartphone an das Schaufenster, um detail-liertere Informationen zum Produkt auf sein Smartphone zu bekommen, dabei nutzt er einen kostenlosen WLAN-Zugang in der Innenstadt.

 

Die Partnerin dieses Mannes fährt ihrerseits mit ihrem PKW in die Stadt, weil sie ihren Personalausweis verlängern muss. Sie gibt in ihrer BS-Smart-City-App den Zielort ein. Die App errechnet sofort den nächsten freien Parkplatz in der Nähe des Einwohnermeldeamtes und lenkt die Fahrerin dorthin. An der Schranke des Parkhauses erkennt ein Detektor den RFID-Code des Fahrzeugs und öffnet die Schranke. Beim Hinausfahren wird die minutengenaue Parkzeit registriert und am Monatsende vom Konto des Ehepaares abgezogen. Im Einwohnermeldeamt bezahlt die Frau die Verlängerung des Personalausweises mit ihrem Smartphone.

An einem anderen Tag fahren die beiden gemeinsam auf einen Parkplatz mit Smartphone-Park-Option. Die BS-Smart-City-App wird gestartet und das Parkticket digital gelöst. Auch diese Parkgebühren werden am Monatsende abgezogen.

 

Alles in allem bedeutet die Weiterentwicklung zur „Smart-City“ einen deutlichen Komfortgewinn für alle Bürgerinnen und Bürger.

 

Klaus Wendroth

Fraktionsvorsitzender

 


Der Rat der Stadt Braunschweig möge beschließen:

 

„Die Verwaltung wird gebeten ein Konzept „Smart-City Braunschweig“ zu erarbeiten und dabei die bereits beschlossenen Anträge zu „kostenlosem WLAN in der Innenstadt“ und „mobilem Bezahlen“ einzubeziehen.

Folgende Ziele sollen in dem Konzept betrachtet werden:

  • Parken: von der Suche bis zum Bezahlen, alles mit dem Smartphone oder einem anderen mobilen Bezahlsystem (bspw. RFID)
  • ÖPNV: von der Anzeige der aktuellen Verbindungen an der Haltestelle, über das Live-Tracking der Busse und Bahnen bis zum Bezahlen des Fahrscheins, alles mit dem Smartphone
  • An den zentralen Plätzen in der Innenstadt und in allen Bereichen des ÖPNV soll die Nutzung einer kostenlosen WLAN-Internetverbindung möglich sein
  • Der Einsatz von Elektrobussen, Elektro-Autos sowie E-Bikes und die dafür nötige Lade-infrastruktur soll besondere Berücksichtigung finden
  • Das Bezahlen städtischer Gebühren (z.B. beim Fachbereich Bürgerservice) soll zukünftig auch über mobile Payments möglich sein

 

Regionale Akteure, die bereits Erfahrungen in diesen Bereichen aufweisen, wie bspw. die VWFSAG, die Verkehrs-GmbH, das DLR sowie die Ostfalia Hochschule und die TU Braunschweig und weitere interessierte Wirtschaftsunternehmen sollen einbezogen werden.

Im Konzept soll ein Umsetzungszeitplan für einzelne konkrete Maßnahmen enthalten sein und diese nach Praktikabilität geordnet priorisiert werden. Die Priorisierung richtet sich dabei nach dem tatsächlichen Mehrwert für den Bürger im täglichen Leben.

Mit der Koordinierung der Maßnahmen wird das Wirtschaftsdezernat beauftragt.“

 


Anlage/n:

keine

 

Stammbaum:
15-00013   Smart-City Braunschweig   0100 Referat Steuerungsdienst   Antrag (öffentlich)
15-00309   Smart-City Braunschweig - Änderungsantrag zu DS 15-00013   0100 Referat Steuerungsdienst   Antrag (öffentlich)
15-00344   Smart-City Braunschweig - Änderungsantrag zu DS 15-00013   0100 Referat Steuerungsdienst   Antrag (öffentlich)