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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 15-00191  

Betreff: Einführung der einheitlichen Behördenrufnummer 115
in Braunschweig
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
  Aktenzeichen:10.0
Federführend:10 Fachbereich Zentrale Dienste   
Beratungsfolge:
Finanz- und Personalausschuss zur Kenntnis
09.07.2015 
Sitzung des Finanz- und Personalausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

 

Nachdem der Rat mit Beschluss vom 27.11.2014 die Verwaltung beauftragt hat, die einheitliche Behördennummer 115 einzuführen, werden zz. die für den 115-Verbundbeitritt notwendigen technischen Voraussetzungen geschaffen (Drucksache Nr. 17235/14).

 

Im Zuge der Vorbereitungen hat sich herausgestellt, dass die Einführung der einheitlichen Behördennummer zu dem angestrebten Zeitpunkt am 01.06.2015 nicht zu realisieren war. Hierfür war insbesondere die Vorwahlsituation in Braunschweig ausschlaggebend.

 

Da 115-Anrufe anhand des jeweiligen Standortes identifiziert und vorwahlbezogen dem zuständigen regionalen 115-Service-Center zugeleitet werden, sind im Rahmen der Anbindung der Stadt Braunschweig an das 115-Netz die Vorwahlbereiche festzulegen, aus denen die 115-Anrufe zum Bürgertelefon geleitet werden sollen.

 

Neben der 0531 gibt es in Braunschweig weitere Vorwahlen, deren Bereiche jedoch nicht deckungsgleich mit der Stadtgrenze sind, sondern darüber hinausgehen. Bei den Vorwahlen 05300 (Geitelde), 05307 (Bevenrode, Harxbüttel, Kralenriede, Waggum, Thune und Wenden), 05309 (Hondelage, Dibbesdorf) und 05341 (Leiferde) kommt es zu Vorwahlüberschneidungen mit Nachbarkommunen.  Um auch aus diesen Ortsteilen die 115-Anrufe nach Braunschweig leiten zu können, war die Zustimmung der jeweilig betroffenen Nachbarkommune einzuholen.

 

Leider haben nicht alle Kommunen ihr Einverständnis erteilt. Der Landkreis Peine hat die Zustimmung versagt, da die Anrufe im Falle eines eigenen 115-Beitritts nach Braunschweig geleitet werden würden. Von dieser ablehnenden Haltung des Landkreises Peine ist der Braunschweiger Ortsteil Geitelde (05300) betroffen. Die Stadt Salzgitter hat ihr Einverständnis für Leiferde (05341) an die Bedingung geknüpft, dass die Vorwahl im Falle eines eigenen - mittelfristig geplanten - 115-Beitritts von Salzgitter beansprucht werden würde. Aufgrund einer Servicevereinbarung werden 115-Anrufe für den Landkreis Helmstedt vom Servicecenter Wolfsburg beantwortet. Die Ortsteile Hondelage und Dibbesdorf werden durch die Vorwahlüberschneidung mit Helmstedt daher derzeit auch nach Wolfsburg geleitet.

 


Der Rat hat in seinem Beschluss zur Einführung der einheitlichen Behördennummer festgelegt, dass der 115-Service allen Braunschweigerinnen und Braunschweigern zur Verfügung stehen soll. Dies kann insoweit realisiert werden, indem die Einwohner aus Geitelde, Hondelage und Dibbesdorf die dreistellige Behördenrufnummer mit der Braunschweiger Vorwahl 0531 kombinieren. Leiferde kann die 115 ohne Vorwahl so lange erreichen, bis die Stadt Salzgitter dem 115-Verbund selbst beitritt.

 

Einen entsprechenden Antrag auf Freischaltung der Vorwahl 0531 hat die Stadt Braunschweig beim 115-Lenkungsausschuss bereits gestellt. 

 

Aufgrund der geschilderten Umstände verzögert sich die Einführung der Behördenrufnummer 115 bis September 2015.  Vor dem Hintergrund der notwendigen vielfachen Beteiligungen von Nachbarkommunen ist gegenwärtig geworden, dass weite Teile des Stadtgebietes nicht mit der Braunschweiger Vorwahl 0531 zu erreichen sind, was offenbar auf die Gebietesreform von 1974 zurückzuführen ist. Aus diesem Grund wird die Stadt Braunschweig auch bei der Bundesnetzagentur darauf hinwirken, dass das gesamte Stadtgebiet Braunschweigs künftig unter der gemeinsamen Vorwahl 0531 erreichbar sein kann.

 

 


Anlage/n:

Keine