EN

Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 15-01318-01  

Betreff: Fahrradabstellmöglichkeiten am Hauptbahnhof Braunschweig
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
Aktenzeichen:66.11-RBezüglich:
15-01318
Federführend:66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr   
Beratungsfolge:
Rat der Stadt Braunschweig zur Kenntnis
02.02.2016 
Sitzung des Rates der Stadt Braunschweig zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Am Hauptbahnhof Braunschweig fehlen nach wie vor Fahrradabstellanlagen, was die Überfüllung an der bisher einzigen Fahrradabstellanlage außerhalb der Fahrradstation deutlich zeigt. Zunehmend werden Fahrräder auch im Wartebereich für die Taxen am Nahverkehrsterminal abgestellt, was zu vermehrten Behinderungen von Reisenden mit großen Gepäckstücken führt.

 

Es ist geplant, an der Bahnhofsrückseite eine weitere überdachte Fahrradabstellanlage zu errichten, aber das reicht u. E. für die geordnete Unterbringung aller Fahrräder noch nicht aus.

 

Deshalb fragen wir die Verwaltung:

 

1. An welchen Stellen auf dem Bahnhofsvorplatz des Hauptbahnhofs plant die Verwaltung (in Absprache mit der Deutschen Bahn AG) die Errichtung weiterer - wenn möglich überdachter - Fahrradabstellanlagen?

 

2. Wie ist der Sachstand bezüglich der von uns ins Spiel gebrachten Nachnutzung des Posttunnels als überdachte Abstellanlage mit direktem Zugang zu den Bahngleisen - dieses unter der Voraussetzung, dass die Deutsche Bahn AG dazu bewegt werden kann, die Verfüllung der Zugänge nicht durchzuführen?

 

3. In welchen turnusmäßigen Abständen werden die Räder, die offensichtlich abgängig sind und nicht mehr benutzt werden, von der derzeitig vorhandenen Abstellanlage entfernt?

 

Stellungnahme der Verwaltung:

 

 

Zu 1.:  Zum Fahrradparken am Hauptbahnhof hatte ich in der Ratssitzung im Oktober berichtet, dass die Situation überprüft wird und dass ergänzend zu der vorhandenen Fahrradstation und zu den überfüllten Fahrradständer weitere Fahrradständer vorgesehen werden, die in kleineren Anlagen dezentral im Umfeld des Hauptbahnhofs installiert werden sollen.

Die Abstellanlagen werden so geplant, dass sie direkt an den Wegen der Radfahrenden zum Bahnhof liegen, damit diese keine Umwege machen müssen, um die Fahrradständer zu erreichen. Dies ist auch der Hintergrund, warum mehrere kleinere dezentrale Abstellanlagen für die Radfahrenden aus den verschiedenen Richtungen angestrebt werden. Der Vorplatz vor dem denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude soll auch zukünftig von Fahrrädern frei gehalten werden. Für 2016 ist derzeit vorgesehen, aus allgemeinen Radverkehrsmitteln an zwei neuen Standorten zunächst je ca. 25 Fahrradständer aufzustellen, um die Akzeptanz für diese Standorte zu testen. Die Standorte werden so gewählt, dass eine spätere Erweiterung und eine Überdachung möglich sind. Sobald die Standortvorschläge feststehen, werden diese dem Planungs- und Umweltausschuss vorgestellt.

 

Zu 2.: Die Deutsche Bahn hat mitgeteilt, dass die Zugänge zu den Bahnsteigen, die demnächst im Rahmen des Programms Niedersachsen ist am Zug 3 saniert werden, nicht offen gehalten werden. Der Tunnel könnte grundsätzlich auch ohne diese Bahnsteigzugänge zum Abstellen von Fahrrädern genutzt werden. Dies würde eine vertragliche Regelung mit der Deutschen Bahn und eine Lösung für den Betrieb voraussetzen, ähnlich wie es für die bestehende Fahrradstation zwischen der Sozialverwaltung und der Deutschen Bahn geregelt ist. Eine neben der erforderlichen Erstinvestition auch nur annähernd kostendeckende Lösung ist dafür aber nicht absehbar. Eine Abstellanlage im Posttunnel wird derzeit von der Verwaltung nicht vorrangig verfolgt.

 

Zu 3.: Die Deutsche Bahn entfernt jährlich im Frühjahr offensichtliche Schrottfahrräder. Die problematische Rechtslage für solche Aktionen verhindert regelmäßiges und zügiges Reagieren der Stadt und der Bahn.

 

 


Anlage/n:

keine
 

 

Stammbaum:
15-01318   Fahrradabstellmöglichkeiten am Hauptbahnhof Braunschweig   0100 Referat Steuerungsdienst   Anfrage (öffentlich)
15-01318-01   Fahrradabstellmöglichkeiten am Hauptbahnhof Braunschweig   66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr   Stellungnahme