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Vorlage - 16-02113-01  

Betreff: Ampel für Freibäder
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
  Bezüglich:
16-02113
Federführend:20 Fachbereich Finanzen   
Beratungsfolge:
Rat der Stadt Braunschweig zur Kenntnis
21.06.2016 
Sitzung des Rates der Stadt Braunschweig zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:


Die Anfrage der SPD-Fraktion vom 21. April 2016 (DS 16-02113) habe ich der Stadtbad Braunschweig Sport und Freizeit GmbH mit der Bitte um Stellungnahme weitergeleitet. Die Gesellschaft teilt hierzu wie folgt mit:

 

Mit Öffnung der Sommerbäder Waggum und Raffteich (voraussichtlich ab Mitte Mai) wird die witterungsbedinge Öffnung dieser Bäder anhand einer Ampel visualisiert. Damit wird verlässlich auf die anhand der Wetterlage bestehende Nachfrage reagiert. Bei schlechtem Freibadewetter werden die Bäder nicht geöffnet, bei sehr gutem Freibadewetter öffnen sie länger.

 

In der Vergangenheit wurde die Schließung der Bäder im laufenden Betrieb vorgenommen, die Nutzer konnten dann nicht mehr in geeigneter Form informiert werden. Mittels des erprobten Systems der Bäderampel wird dem entgegengewirkt.

 

Analysen zeigen, dass im Durchschnitt die Bäder an den Schließungstagen 88 Besucher verzeichnet hätten, dafür wären täglich rund 85 Mitarbeiterstunden angefallen. An diesen Tagen steigen die Kosten je Gast um mehr als das Vierfache an. Alleine um die Personalkosten des Raffteichbades zu decken, müsste der Eintrittspreis bei über 12,00 € liegen (Durchschnittspreis: 2,40 €).

 

Die Maßnahme ist ein Baustein für ein bedarfsgerechtes Bäderangebot der Braunschweiger Bäder.

 

Zu Frage 1:

 

Die Entscheidung wird anhand der Wetterprognosen eines Internetdienstleisters getroffen. Als Parameter werden hierzu die kumulierte Sonnenscheindauer und die Tageshöchsttemperatur genutzt. Für die Öffnung des Waggumer Bades ist eine Sonnenscheindauer von über fünf Stunden pro Tag bei einer Lufttemperatur von 18 Grad Celsius und mehr erforderlich. Für das Raffteichbad reichen schon mehr als drei Sonnenstunden und mindestens 16 Grad Lufttemperatur.

 

 


Zu Frage 2:

 

Zurzeit besteht nicht die Infrastruktur, um aktiv Push-Nachrichten zu versenden. Die Existenz der vorhandenen Informationskanäle: Aushänge, Bürgerhotline und responsive Internetseite (die Seite past sich auf die Eigenschaft des jeweils benutzten Endgerätes an) wird crossmedial auch in Form von Push-Maßnahmen beworben. Ergänzend prüfen wir derzeit, ob Push-Verfahren mit einem vertretbaren Kostenrahmen eingesetzt werden können, um im Nachfragefall auch auf diesem Wege tagesaktuelle Informationen zu den Öffnungszeiten zur Verfügung zu stellen.

 

Zu Frage 3:

 

Erfahrungen mit der witterungsbedingten Öffnung von Freibädern liegen aus den Städten Köln und Düsseldorf vor. Die Bäder der Stadt Köln setzen die Bäderampel nun in der dritten Saison ein, dort öffnen die Freibäder erst ab einer Außentemperatur von 24 Grad. Die damit verfolgten Zielsetzungen sind nach Auskunft der KölnBäder GmbH vollständig erreicht worden. Neben den erreichten Einsparzielen kann das Personal flexibel eingesetzt und die Bäder sicher betrieben werden.

 

Auch die Bädergesellschaft Düsseldorf mbH hat das Modell der Bäderampel im Jahr 2015 in ähnlicher Form übernommen und wird es in 2016 noch intensiver einsetzen.

 

Die Bäderampel ist darüber hinaus nur ein Anwendungsbeispiel für den deutschlandweit existierenden Trend, den Freibadbetrieb in Bezug auf die Öffnungszeiten nachfragegerecht auszugestalten. Verfahren zur witterungsbedingten Öffnung von Freibädern werden auch von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. empfohlen.


 

 


Anlage/n:
Keine
 

 

Stammbaum:
16-02113   Ampel für Freibäder   0100 Referat Steuerungsdienst   Anfrage (öffentlich)
16-02113-01   Ampel für Freibäder   20 Fachbereich Finanzen   Stellungnahme