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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 16-02426-01  

Betreff: Erinnerungspartnerschaft Roselies: Planungen für einen "Garten der Erinnerung"
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
  Bezüglich:
16-02426
Federführend:DEZERNAT IV - Kultur- und Wissenschaftsdezernat   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Kultur und Wissenschaft Vorberatung
02.09.2016 
Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
06.09.2016    Sitzung des Verwaltungsausschusses      
Rat der Stadt Braunschweig Entscheidung
13.09.2016 
Sitzung des Rates der Stadt Braunschweig ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
Anlage_1_Entwurfszeichnungen
Anlage_2_Gedenktafel_Roselies

Sachverhalt:

 

In Ergänzung der Ursprungsvorlage legt die Verwaltung zum Zweck der Erläuterung und Bewertung der Behandlung im Stadtbezirksrat (Sitzung am 14.06.2016) folgende Ergänzung zur Vorlage vor:

 

I. Behandlung der Vorlage im Stadtbezirksrat 213 Südstadt-Rautheim-Mascherode:

1)        In der Sitzung des Stadtbezirksrates 213 Südstadt-Rautheim-Mascherode am 14.06.2016 wurde im Rahmen der Behandlung der Vorlage Nr. 16-02426 zunächst der folgende mündliche Änderungsantrag durch den Vertreter der BIBS-Fraktion eingebracht:


„Herr Reuter bringt für den Text auf der Texttafel folgende Ergänzung ein, die nach dem zweiten Abschnitt eingefügt werden soll (Zitat von Herrn Ole Zimmermann):

 

"Somit tragen sowohl das deutsche X. als auch das französische 3. Korps ihren Teil an der Schuld bei der nahezu vollständigen Zerstörung des Ortes.

Einen fundamentalen Unterschied bilden die massiven Kriegsverbrechen, die Soldaten des IR 92 in Roselies und Tergnèe verübten: Plünderungen, Zerstörungen von zivilem Eigentum ohne direkten militärischen Nutzen, Schießen auf flüchtige Zivilisten mit Todesfolge und die Erschießung von zehn Geiseln und zwei französischen Soldaten. Alle genannten Verbrechen waren weder durch das Kriegsrecht gedeckt, noch geschahen sie durch Unachtsamkeit - alle Verbrechen wurden vorsätzlich und in voller Kenntnis der Handlungen begangen.-"

 

Dieser Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt (1/6/4). Der Vorlage der Verwaltung wurde mithin im Anschluss mehrheitlich zugestimmt (10/0/1).

 

2)        Nach erfolgter Abstimmung wurde unter einem gesonderten TOP durch die SPD-Fraktion, der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und der BIBS-Fraktion ein weiterer Änderungsantrag zur Sitzung eingebracht und im Wege der Aussprache wie folgt behandelt:

 

Auf der Texttafel (s. Punkt 5) sollen unter "Roselies-Garten der Erinnerung" folgende Wörter eingefügt werden:

 

Der Opfer gedenkend die Zukunft beginnen

 

Dieser Änderungsantrag fand mehrheitliche Zustimmung (6/4/1).

 

II. Bewertung der Verwaltung:

Aus Sicht der Verwaltung stellt der bisherige Tafeltext eine vollumfängliche Voraussetzung für eine auf die Zukunft gerichtete Erinnerungspartnerschaft dar. Deshalb hält die Verwaltung an der bisherigen Beschlussempfehlung fest.
 

 


Beschluss:

  1. Den Entwurfsplanungen zum „Garten der Erinnerung“ wird entsprechend den Skizzen in der Anlage 1 zugestimmt.

 

  1. Dem Tafeltext in der Anlage 2 wird zugestimmt.

 

  1. Die Verwaltung wird ermächtigt, die Planungen voranzutreiben und entsprechende Gestaltungs- und Umsetzungsaufträge zu erteilen.


 

 


Anlage/n:


Anlage 1: Planungsentwurf für den „Garten der Erinnerung“

Anlage 2: abgestimmter Tafeltext
 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage_1_Entwurfszeichnungen (4290 KB)    
Anlage 2 2 Anlage_2_Gedenktafel_Roselies (136 KB)    
Stammbaum:
16-02426   Erinnerungspartnerschaft Roselies: Planungen für einen "Garten der Erinnerung"   DEZERNAT IV - Kultur- und Wissenschaftsdezernat   Beschlussvorlage
16-02426-01   Erinnerungspartnerschaft Roselies: Planungen für einen "Garten der Erinnerung"   DEZERNAT IV - Kultur- und Wissenschaftsdezernat   Beschlussvorlage