EN

Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 16-03312  

Betreff: Einführung der WarnApp NINA
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:37 Fachbereich Feuerwehr   
Beratungsfolge:
Feuerwehrausschuss zur Kenntnis
23.11.2016 
Sitzung des Feuerwehrausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

- 1 -

 

Sachverhalt:


Wie von der Verwaltung im letzten Feuerwehrausschuss bereits angekündigt (Mitteilung 16-0288), hat das Land Niedersachsen zum 1. November 2016 den Unteren Katastrophenschutzbehörden (Landkreise und kreisfreie Städte) einen Zugriff auf das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) einschließlich der WarnApp NINA eingerichtet.

 

Die Stadt Braunschweig kann seit dem 1. November 2016 gezielte Warnungen bezogen auf den eigenen Bereich einbringen.

 

Bei der Abfassung einer Gefahrenmeldung an MoWaS besteht die Möglichkeit, den Warnbereich und die Warndringlichkeit festzulegen. In der höchsten Warnstufe senden die Medien die Warnung sofort und unverändert. Im Fernsehen wird unverzüglich ein Nachrichtenband mit einer Laufschrift eingeblendet, Radiosendungen werden sofort unterbrochen.

 

Zuständig für die Abfassung von Gefahrenmeldungen sind grundsätzlich die Unteren Katastrophenschutzbehörden. Bei der Stadt Braunschweig liegt die Aufgabe bei der höchsten ständig besetzten Führungsebene, dem B-Dienst der Berufsfeuerwehr bzw. dem Leiter der Gefahrenabwehrleitung. Angesichts der möglicherweise nicht unbeträchtlichen Folgen und der gebotenen Sorgfältigkeit soll das 4-Augen-Prinzip gelten, indem auch der diensthabende Lagedienstführer der Integrierten Regionalleitstelle (IRLS) einbezogen wird. Dieser ist auch für das Absenden der Warnmeldung an die Warnzentrale Niedersachsen in Stade zuständig. Dort wird die Meldung über eine Satellitenverbindung in das MoWaS eingespeist.

 

Die in MoWaS eingestellten Warnungen werden über verschiedene Wege verteilt, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Derzeit werden die Warnungen über Radio, Fernsehen, Internet, die Deutsche Bahn AG und über einen App-Server verteilt. Der Server steuert die WarnApp „NINA“ an.

 

NINA steht für Notfall-Informations- und Nachrichten-App und wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) entwickelt. Die App ist für die Betriebssysteme iOS (ab Version 8.0) und Android (ab Version 4) geeignet und kostenlos erhältlich über iTunes und im Google Play Store.

 

Der App-Nutzer kann in der App verschiedene Orte hinterlegen, die für ihn interessant sind (z.B. Wohnort, Arbeitsort, Wohnorte von Angehörigen). Alle Warnungen für diese Orte werden als Push-Benachrichtigung abonniert. Unmittelbar nach Bekanntgabe der Warnmeldung werden die App-Nutzer mit einer Benachrichtigung auf ihrem Smartphone informiert.

 

Push-Benachrichtigungen können auch für den aktuellen Standort abonniert werden. Die App prüft dann bei jeder neuen Warnung auf dem Gerät, ob man sich in dem Landkreis oder der Stadt aufhält, für die die Warnung gilt. Nur, wenn dies der Fall ist, wird die Push-Benachrichtigung auch angezeigt.

 

Neben den Unteren Katastrophenbehörden können auch die Lage- und Führungszentren der Bundesländer überregionale Warnungen einstellen. Des Weiteren werden auch Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwassermeldungen als Warnungen verschickt.

 

Diverse Einstellmöglichkeiten ermöglichen dem Nutzer die App an seine Bedürfnisse anzupassen.

 

 


- 1 -

 

Anlage/n:

keine