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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 16-03410-01  

Betreff: Stabsrahmenübung Katastrophenschutz in Braunschweig
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
Aktenzeichen:37-012Bezüglich:
16-03410
Federführend:37 Fachbereich Feuerwehr   
Beratungsfolge:
Feuerwehrausschuss zur Kenntnis
13.12.2016 
Sitzung des Feuerwehrausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Zur Anfrage der Fraktion P2 vom 30.11.2016 (16-03410) wird wie folgt Stellung genommen:
 

Stabrahmenübungen können ein wichtiger Baustein sein, um das Zusammenspiel aller im Katastrophenschutz eingesetzten Organisationen und Personen aufeinander abzustimmen, zu erproben und zu verbessern. Ein hierbei wichtiges Element sind die von der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Ahrweiler bzw. die von der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) in Loy angebotenen Fortbildungsveranstaltungen für Katastrophenschutzstäbe. Die Stadt Braunschweig favorisiert die Teilnahme der Mitglieder des Katastrophenschutzstabes an solchen Fortbildungsmaßnahmen und verzichtet auf die Durchführung eigener Übungen in Braunschweig. Dies vorausgeschickt beantwortet die Verwaltung die Fragen wie folgt:

 

Zu Frage 1:

 

Im Zuge von Fortbildungsveranstaltungen für den Katastrophenschutzstab der Stadt Braun-schweig wurden Übungen zuletzt in den Jahren 2010 und 2013 durchgeführt. Am 16.06.2010 fand die Übung „Schneeflocke“ im Rahmen der Vorbereitung der Stabsausbildung an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Ahrweiler statt. Diese Übung behandelte die Bewältigung einer Schneekatastrophe.

 

Am 31.10.2013 fand die Übung „Dunkler Herbst“ im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung für die Stabsmitglieder, durchgeführt von der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) Loy, in Braunschweig statt. Diese Übung beinhaltete den Umgang mit einem massiven Stromausfall.

 

Im Zusammenhang mit Kampfmittelfunden und der erforderlichen großflächigen Evakuie-rungsaktionen wurde mit der Einberufung der Gefahrenabwehrleitung auf das Personal des KatS-Stabes zurückgegriffen. Insofern konnten Erfahrungen bei folgenden realen Einsatzereignissen gesammelt werden:

 

-  16.01.2013, Bombenräumung Mark-Twain-Straße

-  30.06.2013, Bombenräumung Rühme

-  21.07.2013, Bombenräumung Melverode

-  20.07.2015, Bombenräumung Brawo-Park


 

Zu Frage 2:

 

Die Abarbeitung der o. g. Einsätze litt unter den räumlichen Gegebenheiten. Derzeit trifft sich der Stab noch im Unterrichtsraum der Berufsfeuerwehr in der Hauptfeuerwache. Dieser Raum ist für eine ordentliche Stabsarbeit nicht geeignet. Abhilfe ist aber mit der Fertigstellung des Führungs- und Lagezentrums (FLZ) im Jahr 2019 in Sicht.

 

Zwischenzeitig wurde ein Kommunikationsdefizit durch die Einrichtung eines WLAN im Unterrichtsraum beseitigt. Mitarbeiter/innen der Stadtverwaltung wurden in der Handhabung des Bürgertelefons geschult und es wurden bauliche Maßnahmen zur Schalldämmung durchgeführt.

 

Durch die immer wieder erforderlichen Evakuierungsaktionen nach Kampfmittelfunden arbeiten die Stabsmitglieder eingespielt zusammen. Nach einer Veränderung der Sitzordnung konnte die Kommunikation im Stab weiter verbessert werden. Eine deutliche Verbesserung in dieser Hinsicht wird es erst mit der Fertigstellung des neuen Führungs- und Lagezentrums der Feuerwehr geben. In diesem Neubau ist auch ein dem neuesten Stand der Technik entsprechender Stabsraum vorgesehen.

 

Zu Frage 3:


Für die Vorbereitung und Durchführung von Stabsrahmen- und Stabsübungen ist ein hoher Personal- und Zeitansatz erforderlich. Derzeit lässt der Personalzuschnitt in der Laufbahngruppe 2 bei der Berufsfeuerwehr die Durchführung regelmäßiger Übungen nicht zu.

 

 


Anlage/n: keine

 

 

Stammbaum:
16-03410   Stabsrahmenübung Katastrophenschutz in Braunschweig   0100 Referat Steuerungsdienst   Anfrage (öffentlich)
16-03410-01   Stabsrahmenübung Katastrophenschutz in Braunschweig   37 Fachbereich Feuerwehr   Stellungnahme