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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 17-04293  

Betreff: Einrichtung eines Pocket-Parks in der Innenstadt
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag (öffentlich)
Federführend:0100 Referat Steuerungsdienst   
Beratungsfolge:
Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 131 Innenstadt Entscheidung
02.05.2017 
Sitzung des Stadtbezirksrates im Stadtbezirk 131 ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
Pocket-Parks_Neue Strasse.pdf
Pocket-Parks_Schlossplatz.pdf

Sachverhalt:

 

Zur Anfrage der Fraktion DIE GRÜNEN vom 20. April 2016 (DS 16-02110) hat die Verwaltung in der Ratssitzung am 03. Mai 2016 wie folgt Stellung genommen:

 

„Der Begriff Pocket-Parks (deutsch sinngemäß Taschenparks) beschreibt kleine Grünflächen in baulich verdichteten Bereichen. Von einfachen Beeten bis hin zu künstlerisch und landschaftsarchitektonisch ambitionierten Kleinparks entstehen attraktive Freiflächen, die das jeweilige Wohn- und Büroumfeld aufwerten und zum Aufenthalt einladen. In heißen Sommern kommt das kühlende Mikroklima von Pocket-Parks positiv hinzu.

Außer öffentlichen Flächen sind insbesondere Hinterhöfe, Blockinnenbereiche oder Stellplatzanlagen geeignet.

 

Die genannten Zielstellungen zur Aufwertung des Stadtraumes werden daher auch aus fachlicher Sicht grundsätzlich befürwortet und die Verwaltung sieht für die vorgeschlagenen städtischen Räume Gestaltungspotential und Handlungsbedarf.“

 

Auch im Braunschweiger Bürgerhaushalt 2016 fanden sich unter den TOP 75 mehrere Vorschläge die sich mit der Begrünung der Innenstadt beschäftigen. Darunter:

Platz 9: „Innenstadt an Plätzen mehr begrünen und Bänke aufstellen“

Platz 12: „Mehr Grün in der Innenstadt schaffen“

Platz 22: „Entspannungsort mit Sitzplätzen in der Innenstadt schaffen“

Platz 38: „Schlossplatz begrünen“

 

Um die Planungsüberlegungen in der Innenstadt weiter voranzutreiben, soll die Umsetzung zweier konkreter Planungsvorhaben geprüft werden.

 

 

Bereich Neue Straße zwischen Gördelingerstraße und Karstadt-Parkhaus:

Hier sind im Bestand 4 Fahrstreifenbreiten vorhanden und zusätzlich Schrägaufsteller als Parkplätze. Die fußläufige Erschließung erfolgt nördlich unter den Arkaden, südlich über einen ca. 2,00 m breiten Fußweg. Die Gesamtbreite von 2 Fahrstreifen wäre völlig ausreichend um den Zu- und Abfahrtsverkehr zum Parkhaus und zur Anlieferung von Karstadt (die auch über andere Flächen angefahren werden kann) zu gewährleisten. Auch die Parkplatzstreifen sind aus unserer Sicht hier nicht zwingend. Bei einem Rückbau würde auf ganzer Platzlänge eine Breite von min. 9,00 Metern gewonnen, die als Aufenthaltsfläche, Außensitzplatz und Grünfläche zurück gewonnen werden könnte. Dabei kann eine großzügige fußläufige Erschließung parallel mit einer Erweiterung der Gestaltung der Fußgängerzone mit Kleinsteinpflaster und Sandsteingroßformaten durchgeführt werden. Die Trennung zwischen Straße und Platzbereich könnte durch eine ca. 1,20-1,50m hohe Natursteinmauer mit regelmäßigen Unterbrechungen zur Querung erfolgen. Hinter dieser Wand können längs Fahrradabsteller angeordnet werden. Zur Platzseite könnte diese Wand bepflanzt werden und somit eine gute Raumkante auch zur Lärmabschirmung bieten.

 

Bereich südlicher Schlossplatz, Einmündung des Bohlweges in die Georg-Eckert-Straße

Hier wurde im Zuge des Schlossfassaden-Neubaus südlich der jetzigen Bücherei, ein Areal in gleicher Weise wie der Schlossvorplatz komplett versiegelt. Historisch ist diese Situation so nie vorhanden gewesen, dass der Schlossbaukörper im Original deutlich weiter südlich stand und der Straßenraum näher an den Südflügel heran ragte. Bei der Neuerrichtung hat man diesen Bereich leider nur so gestaltet, wie den gesamten Schlossvorplatz. Sparsam begrünt und als Exerzierplatz (jetzt Flanierplatz) errichtet. Der südliche Platzbereich wirkt dabei wie ein unnötiges Anhängsel. Insbesondere, da er auch weitaus weniger genutzt wird als der eigentliche Schlossvorplatz. Die sparsame Möblierung tut ein Übriges. Der komplette Bereich ist, das zeigt die Luftaufnahme eindrücklich, durch fehlendes Grün gekennzeichnet. Selbst Verfechter der "steinernen Stadt" dürften hier ins Grübeln kommen. Unser Vorschlag ist es, hier eine stringent ausgerichtete Grünbepflanzung seitlich neben den Südflügel in die Achse der Hauptfassade zu stellen. Die dort bisher angeordneten Fahrradständer können bequem vor oder hinter dieser Grünfläche ergänzt werden. Platz ist genug vorhanden ohne dass Fußgänger behindert werden. Eine weitere Baumreihung auf der Nordseite, unter Freilassung der Treppe, wäre dazu eine ideale Ergänzung.

 

 

gez. Helge Böttcher
 

 


 

Die Verwaltung wird gebeten die Einrichtung eines Pocket-Parks in der Neuen Straße zwischen Gördelingerstraße und Schützenstraße, und auf dem Schlossplatz zu prüfen.

Es soll dargestellt werden welche Kosten dabei entstehen würden und in welchem Umfang und von welcher Dauer Baumaßnahmen stattfinden müssten.

 


Anlagen: Mögliche Flächen für Pocket-Parks Neue Straße und Schlossplatz
 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Pocket-Parks_Neue Strasse.pdf (736 KB)    
Anlage 2 2 Pocket-Parks_Schlossplatz.pdf (652 KB)