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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 17-04490-01  

Betreff: Sinnvolle Verknüpfungspunkte zwischen Radverkehr und ÖPNV schaffen
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
Aktenzeichen:66.1Bezüglich:
17-04490
Federführend:66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr   
Beratungsfolge:
Rat der Stadt Braunschweig zur Kenntnis
16.05.2017 
Sitzung des Rates der Stadt Braunschweig zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:


Braunschweig ist eine wachsende Stadt. Mit diesem Wachstum wird auch der Wunsch nach Mobilität wachsen und somit auch der Verkehr ansteigen. Eine integrierte Verkehrsplanung und damit verbunden eine gute Verknüpfung von motorisiertem Individualverkehr, öffentlichem Personennahverkehr, Rad- und Fußgängerverkehr trägt wesentlich zu einer stadt- und umweltverträglichen Bewältigung der innerstädtischen Verkehre bei.

 

Zu 1.)

Auf dem Gebiet der Stadt Braunschweig gibt es derzeit 6 ausgewiesene Park+Ride-Plätze mit insgesamt rd. 680 Parkplätze. Eine bedarfsgerechte Erweiterung um weitere Plätze hält die Verwaltung für sinnvoll, insbesondere um auswärtige Pendler, die nicht schon an Ihrem Wohnort in den ÖPNV einsteigen können oder möchten, zum Umstieg in den Nahverkehr zu ermutigen. Daher hat die Verwaltung auch weitere Park+Ride-Plätze entweder bereits bauleitplanerisch gesichert (Stöckheim-Süd) oder im Zuge von Planungen Dritter (Bahnhaltepunkt Braunschweig-West durch den Regionalverband) sowie des Stadtbahnausbaukonzeptes (z. B. in Volkmarode-Nord) projektiert. Zu weiteren Standorten, die sich z. B. auch aus den Bürger-Beiträgen zum Stadtbahnausbaukonzept ergeben haben, gibt es erste Überlegungen.

 

Zu 2.)

Seit 2014 wurden zusätzlich zu den bereits vorhandenen Fahrradständern an zahlreichen Haltestellen 19 weitere Stadtbahn- oder Bushaltestellen mit insgesamt 239 zusätzlichen Fahrradständern ausgestattet.

Aktuelle und zukünftige Potentiale für weitere Fahrradabstellmöglichkeiten werden am Hauptbahnhof, am Bahnhof Gliesmarode sowie an den geplanten Regionalbahnhaltepunkten West (Weststadt/Broitzem), Bienrode, Leiferde und Rüningen gesehen. Auch an den zukünftigen Haltestellen der noch zu bauenden Stadtbahnstrecken des Stadtbahnausbaukonzeptes sind Potentiale zu erwarten, weshalb auch dort Fahrradabstellmöglichkeiten mit eingeplant werden.


 

Zu 3.)

In den neu beschafften Bussen und Bahnen sind die Aufstellflächen für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen deutlich vergrößert worden. Damit wurden die Möglichkeiten zur Fahrradmitnahme nochmal deutlich verbessert. Fahrgäste, Kinderwagen und Rollstühle haben dabei natürlich Vorrang, wenn es, z. B. morgens im Berufs- und Schülerverkehr, eng werden sollte.

 

Auch bei zukünftigen Bus- und Stadtbahnbeschaffungen ist beabsichtigt, die vergrößerten Aufstellflächen, die sich bewährt haben und die gut angenommen werden, vorzusehen.

 

In den Nahverkehrszügen in der Region besteht wegen der weiteren Fahrstrecken ein größerer Bedarf, Fahrräder mitnehmen zu können. Dafür gibt es auch in den Zügen spezielle Mehrzweckbereiche, die deutlich und gut erkennbar mit einem Fahrradsymbol gekennzeichnet sind. Vorbildlich sind dabei z. B. die neuen enno-Züge mit ihren großzügigen Fahrradbereichen, in denen es sogar Lademöglichkeiten für E-bikes und Pedelecs gibt.

 

Das beschriebene Angebot zur Fahrradmitnahme in der Region ist auch ohne weitere Maßnahmen bereits heute sehr attraktiv. Die beschriebenen Entwicklungen bei den Fahrzeugen machen deutlich, dass der Regionalverband und die Verkehrs GmbH das Thema Fahrradmitnahme bei Ihren Planungen regelmäßig mitbetrachten und weiter entwickeln. So wird dies auch zukünftig z. B. bei Überlegungen zur Tarifgestaltung oder zur Fahrzeugtechnik der Fall sein.
 

 


Anlage/n:

keine

 

 

Stammbaum:
17-04490   Sinnvolle Verknüpfungspunkte zwischen Radverkehr und ÖPNV schaffen   0100 Referat Steuerungsdienst   Anfrage (öffentlich)
17-04490-01   Sinnvolle Verknüpfungspunkte zwischen Radverkehr und ÖPNV schaffen   66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr   Stellungnahme