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Vorlage - 17-04973  

Betreff: Städtebauliche Aufwertung des Herzogin-Anna-Amalia-Platzes
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag (öffentlich)
Federführend:0100 Referat Steuerungsdienst   
Beratungsfolge:
Planungs- und Umweltausschuss Vorberatung
09.08.2017 
Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses abgelehnt   
Ausschuss für Kultur und Wissenschaft Vorberatung
11.08.2017 
Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft abgelehnt   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
15.08.2017    Sitzung des Verwaltungsausschusses      
Rat der Stadt Braunschweig Entscheidung
22.08.2017 
Sitzung des Rates der Stadt Braunschweig zurückgezogen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

ALLRIS net Ratsinformation

Sachverhalt:
 

Immer noch gibt es zahlreiche Einzelstücke der Originalfassade des Braunschweiger Residenzschlosses, welche nicht beim Wiederaufbau verwendet werden konnten. Diese ungenutzt liegen zu lassen ist zu schade, sind sie doch Zeitzeugen der Geschichte und ermöglichen den Braunschweigerinnen und Braunschweigern eine Identifikation mit Ihrer Stadt. Diese würdig auszustellen, und damit auch Interesse an der Braunschweiger Geschichte zu wecken, ist Ziel des Antrages.

Die CDU-Fraktion hatte dazu in der Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft am 19. Mai dieses Jahres unter anderem angefragt, ob es einen vollständigen Katalog der noch vorhandenen Steine und Pläne gibt, diese Steine einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Verwaltung hat daraufhin mitgeteilt, dass insgesamt 273 Steine unterschiedlicher Größe und Qualität auf einem städtischen Gelände in Querum lagern. Bisher ist seitens der Verwaltung geplant, einen Großteil der Steine in einer öffentlichen Grünfläche zu vergraben und in deren räumlichen Umfeld - aber eben nicht in der Nähe des wiederaufgebauten Residenzschlosses - 30 gut erhaltene und besonders aussagekräftige Teile oberirdisch zu präsentieren.

Dies halten wir nicht für angemessen.

 

In den letzten Wochen gab es in der Braunschweiger Zeitung eine ausführliche Berichterstattung zu den noch vorhandenen Steinen des Braunschweiger Residenzschlosses. Der Bauhistoriker und Kurator der auch in der Anfrage der CDU-Fraktion genannten Ausstellung "10 Jahre Schloss... seit 1841", Dr. Bernd Wedemeier, gibt darin ausführlich Auskunft über die Herkunft der Steine und äußert im Interview auch seine Wünsche für ihren Verbleib: in räumlicher Nähe zum wiederaufgebauten Residenzschloss, am besten auf dem Herzogin-Anna-Amalia-Platz!

Im Zuge der Aufstellung der noch vorhandenen Steine sollte eine städtebauliche Aufwertung des Herzogin-Anna-Amalia-Platzes erfolgen. Vielfach ist in der Vergangenheit darüber gesprochen worden, dass im Bereich um das wiederaufgebaute Residenzschloss zusätzliche Grüninseln für eine höhere Aufenthaltsqualität errichtet werden sollen. Hier könnte dieser Bereich durch das Anpflanzen zusätzlicher Bäume und dem Anlegen grüner Begegnungsinseln also deutlich städtebaulich aufgewertet werden.

Abschließend soll die Verwaltung gebeten werden, möglichst viele Spendengelder und Fördermittel einzuwerben, damit der städtische finanzielle Anteil so gering wie möglich gehalten werden kann. In der Vergangenheit haben sich zahlreiche Stiftungen sehr stark für eine Aufwertung der Braunschweiger Innenstadt engagiert, diese sollten in diesem konkreten Fall erneut angesprochen werden.

Es herrscht zumindest für die Ausstellung der 30 besonders aussagekräftigen Reststeine insofern Zeitdruck, dass das städtische Gelände, auf dem die nicht verwendeten Teile derzeit lagern, bereits im August wegen einer anderweitigen Nutzung geräumt werden soll.


1. Die für den Wiederaufbau des Braunschweiger Residenzschlosses nicht verwendeten, aber besonders aussagekräftigen 30 alten Schlossteile, welche bisher in Querum gelagert werden, werden auf dem Herzogin-Anna-Amalia-Platz für die Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger ausgestellt und mit Hinweistafeln versehen zu einem Lapidarium zusammengefasst.

2. Im Zuge der Aufstellung wird der Herzogin-Anna-Amalia-Platz städtebaulich aufgewertet und dazu u.a. mit zusätzlichen grünen Begegnungsinseln ausgestattet.

3. Für die Umsetzung dieser Maßnahme versucht die Verwaltung Spendengelder und Fördermittel einzuwerben.

 

ALLRIS net Ratsinformation

Anlagen:
keine