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Vorlage - 17-06008-01  

Betreff: Fahrradabstellsituation am Hauptbahnhof
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
Aktenzeichen:66.1Bezüglich:
17-06008
Federführend:66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr   
Beratungsfolge:
Rat der Stadt Braunschweig zur Kenntnis
19.12.2017 
Sitzung des Rates der Stadt Braunschweig zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:


Anfrage der SPD-Fraktion vom 06.12.2017


Vorbemerkung:
Die Fahrradabstellsituation am Hauptbahnhof ist ohne Zweifel unbefriedigend. In enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn (DB) strebt die Verwaltung unverändert eine grundsätzliche Konzeption für weite Teile des Bahnhofsbereichs an, die auch das Thema Fahrradabstellung nachhaltig lösen soll. Um unabhängig davon kurzfristige Entlastungen zu erreichen, wurde im ersten Schritt die Bestandssituation gutachterlich analysiert.

Dies vorangestellt wird die Anfrage wie folgt beantwortet:

 

Zu Frage 1

Das Gutachten untersucht die Zu- und Abgangswege zum Hauptbahnhof mit dem Fahrrad, an denen sich zukünftige Abstellanlagen orientieren sollten. Es beinhaltet Befragungen der Radfahrerinnen und Radfahrer zu ihrer Herkunft und zur Abstellsituation sowie eine Analyse der Auslastung der vorhandenen Abstellmöglichkeiten.

 

Danach stehen derzeit 355 feste Abstellplätze in Fahrradständern sowie 476 in der Fahrradstation zur Verfügung. Die Auslastung der Radstation liegt bei 85 %. Es fehlen im gesamten Bahnhofsumfeld ca. 1.000 bis 1.200 Abstellmöglichkeiten.

 

Zu Frage 2

In einer der nächsten Sitzungen des Planungs- und Umweltausschusses soll das Büro plan & rat das Gutachten vorstellen.

 

Zu Frage 3

Grundsätzlich bleibt es unverändert richtig, das Thema Fahrradparken nicht isoliert von städtebaulichen Lösungen für den Bahnhofsbereich zu betrachten. Vorab sind drei Bausteine zu Entlastung der Abstellsituation in Vorbereitung. Die letzten Abstimmungen, insbesondere mit der DB, sollen in Kürze erfolgen.

 

  • Vor dem McDonalds-Restaurant werden die vorhandenen Fahrradständer ergänzt. Die Anlage wird zu beiden Seiten etwas erweitert. Damit werden in erster Linie die Bereiche geordnet, in denen bereits heute regelmäßig Fahrräder stehen, die aber nicht angeschlossen sind und zum Beispiel bei Sturm regelmäßig auf dem Platz liegen. Hiermit können rund 100 Räder zusätzlich diebstahlsicher und geordnet angeschlossen werden.
     
  • Auf den zwei Verkehrsinseln des Berliner Platzes sollen versuchsweise mobile Bügel für jeweils 50 Räder aufgestellt werden. Damit lässt sich die Akzeptanz dieser Standorte überprüfen.

 

Diese beiden Maßnahmen sollen im ersten Halbjahr 2018 endabgestimmt und umgesetzt werden.

 

  • Ergänzend ist eine grundsätzlich neue Abstellanlage für den Bereich des Südausgangs in Planung. Die DB plant zurzeit die Aufweitung des Südausgangs mit dem Ziel einer städtebaulichen und funktionalen Aufwertung dieses Ausgangs.

In diesem Zusammenhang plant die Verwaltung eine überdachte Fahrradabstellanlage, die zunächst auf ca. 200 Fahrräder ausgelegt wird, aber erweiterbar sein soll. Eine solche Abstellanlage ist grundsätzlich förderfähig. Nach einer ersten Konkretisierung der Planung wird die Verwaltung den Stadtbezirksrat und den PlUA über die Planungen und das mögliche weitere Vorgehen informieren.

 

Kleinere Maßnahmen wie die Aufstellung einiger Fahrradständer im Bereich des Fernbusbahnhofs und weitere Abstimmungen mit der DB zu den regelmäßigen Aufräumaktionen zur Beseitigung von Schrottfahrrädern ergänzen die drei genannten Maßnahmen, mit denen die Fahrradabstellsituation ab 2018 schrittweise verbessert wird.
 

 


Anlage/n:

keine