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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 17-05813-01  

Betreff: Hochwassersituation Kälberwiese
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
  Bezüglich:
17-05813
Federführend:61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz   
Beratungsfolge:
Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 310 Westliches Ringgebiet zur Kenntnis
04.04.2018 
Sitzung des Stadtbezirksrates im Stadtbezirk 310 zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Zur Anfrage der CDU-Fraktion vom 28.11.2017 (17-05813) wird wie folgt Stellung genommen:

 

Zu 1.:

 

Ende Juli 2017 kam es zu einer Ausuferung der Kleinen Mittelriede und der Schölke. Es waren vor allem die Kleingärten betroffen und die Gärten entlang der Gewässer. In den Gärten der Straße Kälberwiese 37 - 40, dem nördlich davon gelegenen Grundstück Vogelsang 17 sowie dem Kleingärtnerverein Kälberwiese stand Wasser, da der Autobahnseitengraben (A 391) sein Wasser nicht in die Kleine Mittelriede ableiten konnte, deren Wasserstand dort sehr hoch war. Das von der Autobahn kommende Wasser uferte aus und floss bis in die besagten Gärten. Eine direkte Flutung von Gebäuden (nicht durch drückendes Grundwasser) wurde der Verwaltung nicht gemeldet.

 

Zu 2.:

 

Bei der geplanten Neubebauung aufgrund der B-Pläne „An der Schölke“ und „Feldstraße“ wird eine Regenwasserrückhaltung mit einer gedrosselten Abgabe in den „Schölkegraben“ bzw. die „Schölke“ geplant. Durch die über die gültigen Vorschriften hinausgehende weitaus größere Auslegung der Rückhaltebecken wird gewährleistet, dass künftig der Schutz vor Überschwemmungen erhalten bleibt. Die gültigen Vorschriften sehen für die Auslegung eines Regenrückhaltebeckens einen Bemessungsregen von einmal in 10 Jahren (10 jährlich) vor, die Stadtverwaltung fordert hingegen, dass es nur bei einem 100-jährlichen Ereignis zu einem Notüberlauf kommen darf.

 

Darüber hinaus wird zurzeit ein Gutachten erarbeitet, das auch die mögliche Verbesserung des Hochwasserschutzes untersuchen soll. Dabei wird u. a. die Wirksamkeit von zwei Hochwasserrückhaltebecken im Westpark auf den Wasserspiegel der Kleinen Mittelriede untersucht. Eine Absenkung würde auch die Vorflut für den o.g. Autobahnseitengraben verbessern. Das Gutachten soll in den nächsten Wochen der Verwaltung vorliegen.

 

Insgesamt wird es im Rahmen der Schaffung des neuen Baugebietes und den damit einhergehenden Hochwasserschutzmaßnahmen zu einer Verbesserungen der Bestandssituation kommen.

 

Zu 3.:

 

Die seit 2002 umgesetzten Maßnahmen der Hochwasserentlastung der Schölke und der Kleinen Mittelriede haben bereits eine große Wirkung erzielt. Die gegenwärtig im Gutachten zu untersuchenden Maßnahmen sollen die umgesetzten Maßnahmen sinnvoll ergänzen.
 

 


Anlage/n:

keine
 

 

Stammbaum:
17-05813   Hochwassersituation Kälberwiese   0100 Referat Steuerungsdienst   Anfrage (öffentlich)
17-05813-01   Hochwassersituation Kälberwiese   61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz   Stellungnahme