Menü und Suche

Vorlage - 18-07637-01  

Betreff: Brückengutachten zum südlichen Ringgleisabschnitt
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
Aktenzeichen:66.3Bezüglich:
18-07637
Federführend:66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr   
Beratungsfolge:
Rat der Stadt Braunschweig zur Kenntnis
12.06.2018 
Sitzung des Rates der Stadt Braunschweig zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:


Der Ringgleisweg wurde in den vergangenen Monaten im Norden und im Süden verlängert und führt jetzt bis zur Echobrücke. Dort bindet er über eine neu gebaute Rampe direkt an den überregionalen Weser-Harz-Heide Radweg an. Im weiteren Verlauf kann so für eine Übergangszeit die gesamte Stadt über das Ringgleis und andere bestehende Wege umfahren werden; Ziel bleibt jedoch die Weiterführung über die Echobrücke Richtung Osten.

 

Hier schließen sich im weiteren Verlauf bis zur Helmstedter Straße auf einer Länge von rund 3,5 km insgesamt 10 große Ingenieurbauwerke im Eigentum der Deutschen Bahn AG (DB) an. Hierzu gehören die Echobrücke über die Oker, Brücken über die Wolfenbütteler Straße und die Salzdahlumer Straße, die große Stützwand neben der Borsigstraße im Bebelhof sowie weitere Tunnel- und Brückenbauwerke. Diese werden zur Zeit gutachterlich untersucht. Der Untersuchungsauftrag besteht im Wesentlichen in der Klärung des Zustandes der Bauwerke sowie der Frage, ob die Bauwerke für die Aufnahme des Ringgleisweges grundsätzlich geeignet sind. Außerdem ermittelt das Gutachterbüro die Kosten für den Erhalt der Brücken und alternativ für den Ersatz durch kleinere Geh- und Radwegbrücken.

 

 

Zu Frage 1:

 

Die Untersuchungen werden im Juni 2018 abgeschlossen. Die Vorstellung des Gutachtens ist für die Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am 21. August 2018 vorgesehen.

 

 

Zu Frage 2:

 

Das Gutachten liegt noch nicht in der endgültigen Form vor. Absehbar ist bereits, dass alle Brücken grundsätzlich geeignet sind, den Ringgleisweg aufzunehmen und dass die Bauwerke auch noch über längere Zeit genutzt werden können. Für die Brücken kommt neben der Übernahme durch die Stadt grundsätzlich auch in Frage, sie abzureißen und durch schmalere, leichtere Geh- und Radwegbrücken zu ersetzen. Bei einigen Brücken, so zum Beispiel an der Wolfenbütteler Straße, ist auch eine Verkleinerung durch den Abriss einzelner Bauwerksteile möglich. Eine denkbare Option ist auch, den Ringgleisweg ab Höhe des Eisenbahnausbesserungswerks Richtung Osten auf den bestehenden Parallelweg zu führen, so dass nur drei Brücken für den Lückenschluss erforderlich sind. Das Gutachten stellt diese Optionen für alle Bauwerke dar und macht Angaben zu den zu erwartenden Kosten der Varianten.

 

 

Zu Frage 3:

 

Im Ergebnis sind die zu erwartenden Kosten und der dauerhafte Personalbedarf für die Unterhaltung der Brücken den besonderen Qualitäten gerade dieses Ringgleisabschnitts und den städtebaulichen Zielen und Potentialen gegenüberzustellen. Eine Aussage, ob die Stadt plant, die Bauwerke zu übernehmen, ist derzeit noch nicht möglich. Die weiteren Überlegungen zu den Bahnbrücken hängen nicht nur vom endgültigen Ergebnis des Gutachtens, sondern auch davon ab, ob es gelingen kann, Fördermittel für die Sanierung oder den Neubau der Brücken zu erhalten. Hierzu gibt es erste Überlegungen im Zusammenhang mit umfassenden städtebaulichen Entwicklungspotentialen für den Stadtraum beiderseits des südlichen Ringgleises. Es wird verwiesen auf die dem Rat vorgelegte Beschlussvorlage 18-08153 Programmanmeldung "Stadtumbau - Bahnstadt". 
 

 


Anlage/n: keine