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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 18-07863  

Betreff: Mobile Parklets - Intervention im öffentlichen Raum
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage (öffentlich)
Federführend:0100 Referat Steuerungsdienst   
Beratungsfolge:
Planungs- und Umweltausschuss zur Beantwortung
11.04.2018 
Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Die Frage, wem der öffentliche Raum gehört, ist genau so alt, wie es öffentliche Räume gibt. Die gerechte Verteilung dieser Räume wird in immer mehr Städten zum Thema der Stadtpolitik. Jahrzehntelang war es eine Selbstverständlichkeit, dass der fließende und ruhende Autoverkehr den innerstädtischen öffentlichen Raum dominiert. Doch mittlerweile findet in vielen Städten ein Umdenken - auch vor dem Hintergrund des Klimaschutzes - statt, so zum Beispiel in Stuttgart und Berlin. 

 

Hier gehören sogenannte Parklets zum Straßenbild oder befinden sich in einer Testphase. 

 

"Ein Parklet ist die Erweiterung des öffentlichen Gehwegs, welche anstelle von Parkpatzflächen mehr Raum für alle Menschen bietet. Es vereint verschiedene Elemente, die Entpannung im urbanen Leben bieten wie zum Beispiel Sitzflächen, Bäume, Blumen, Sträucher, Witterungsschutz,  Beleuchtung oder Fahrrad-Abstellmöglichkeiten. Es reflektiert, im  Idealfall, den einzigartigen Charakter und die Bedürfnisse seiner Umgebung." So beschreibt es http://parklet-stuttgart.de/info/ auf seiner Webseite.

 

In Stuttgart läuft dieses Experiment seit 2016 im Rahmen eines Entwurfs- und Forschungsprojekts. Studierende entwerfen, realisieren und analysieren dort zusammen mit lokalen Akteuren (Paten) verschiedene mobile Begegnungselemente auf wechselnden Parkplatzflächen (Verbleib jeweils 3 Monate).  Auch in Berlin wurden Mitte März 2018 nun zwei Parklets eingeweiht, um Begegnungszonen für Fussgänger, Anwohner und Besucher zu schaffen. Das Modellprojekt geht jetzt in die einjährige Testphase.

 

In beiden Städten haben sich durch die Parklets vielfältige Diskussionen der Stadtbewohner rund um den öffentlichen Raum und seiner Nutzung ergeben - auch unter dem Aspekt der Teilhabe und Begegnung in der Stadt.

 

 

Vor diesem Hintergrund haben wir folgende Fragen:

 

  • Wie ist das Verhältnis des Flächenverbrauchs im öffentlichen Raum von PKW zu Fußgänger/Fahrradfahrer innerhalb des Ringes?
  • Bestehen Möglichkeiten oder gibt es bereits Vorhaben in Braunschweig ähnliche Parklet-Experimente wie in Stuttgart oder Berlin z.B.  zusammen mit der HBK und/oder weiteren Paten zu starten?
  • Würden sich Straßen wie die Gördelinger Straße, die Casparistraße und/oder der John-F. Kennedy-Platz als Experimentierfeld eignen?

 

 

 

 


Anlagen:
keine

 

Stammbaum:
18-07863   Mobile Parklets - Intervention im öffentlichen Raum   0100 Referat Steuerungsdienst   Anfrage (öffentlich)
18-07863-01   Mobile Parklets - Intervention im öffentlichen Raum   66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr   Stellungnahme