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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 18-08752  

Betreff: Ringgleis-Ost: Gliesmaroder Straße bis Ebertallee;
Beschlussvorlage
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
  Aktenzeichen:61.7
Federführend:61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz   
Beratungsfolge:
Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 120 Östliches Ringgebiet Anhörung
17.09.2018 
Sitzung des Stadtbezirksrates im Stadtbezirk 120 Östliches Ringgebiet ungeändert beschlossen   
Planungs- und Umweltausschuss Entscheidung
19.09.2018 
Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
ANLAGE_1_Ringgleis-Ost_Übersichtskarte
180815_ANLAGE_2_Ringgleis-Ost_Abschnitt_1
180815_ANLAGE_3_Ringgleis-Ost_Abschnitt_2

Beschlusskompetenz

 

Die Beschlusskompetenz des Planungs- und Umweltausschusses ergibt sich aus § 76 Abs. 3 Satz 1 NKomVG in Verbindung mit § 6 Ziff. 4 der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig. Im Sinne dieser Zuständigkeitsnorm ist der Planungs- und Umweltausschuss zuständig für Beschlüsse über die Planung von überbezirklichen Straßen, Wegen und Plätzen.

 

Sachverhalt

 

Hintergrund

 

Braunschweig verfügt mit dem Ringgleis über ein stadtumfassendes und damit einzigartiges Freiraumpotenzial. Das Ringgleis fördert die Nahmobilität, erschließt und verbindet Orte der Braunschweiger Stadtentwicklung, öffnet neue Stadträume, initiiert städtebauliche Entwicklungen und dient der Naherholung zahlreicher Braunschweigerinnen und Braunschweiger.

 

Mit dem Ratsbeschluss vom 28. Juni 2011 (Drucksache 14329/11) wurde die Verwaltung beauftragt, das Ringgleis als einen „die Stadt umschließenden, grüngeprägten, klimaschutzwirksamen Freiraumring von hohem Freizeitwert mit integriertem Rad- und Fußweg“ zu entwickeln.

 

Planungsziele und Planungskriterien

 

Die geplante Trasse ist insgesamt 1.310 m lang, beginnt an der Gliesmaroder Straße und endet an der Ebertallee (Anlage 1: Ringgleis-Ost: Übersichtskarte).

 

Im ersten Abschnitt zwischen Gliesmaroder Straße und Grünewaldstraße (Anlage 2: Ringgleis-Ost: Abschnitt 1) wird der neue Ringgleisweg auf 3 m Breite und 370 m Länge in Asphaltbauweise verlaufen. Bislang existiert hier kein befestigter, durchgehender Weg bzw. nur ein Trampelpfad entlang der Bahnböschung.

 

Im Bereich des Plangebietes „Gliesmaroder Bahnhof“ ist zunächst auf rund 50 m eine wassergebundene Decke vorgesehen. Mit dem Ausbau des geplanten Quartiersplatzes erfolgt zu gegebener Zeit der Endausbau des Ringgleisweges. Bis zur Grünewaldstraße stehen dem Ringgleis zum Baubeginn weitere Grünflächen zur Verfügung, für die die Stadt Braunschweig bereits die Pachtverträge gekündigt hat. Dadurch gelingt es, das Ringgleis an dieser Stelle in 3 m Breite auszubauen, nahezu ohne Eingriffe in den vorhandenen Baumbestand.

 

Der zweite Trassenabschnitt befindet sich zwischen Grünewaldstraße und Ebertallee auf einer Länge von 940 m und führt über vorhandene Wege (Anlage 3: Ringgleis-Ost: Abschnitt 2). Die momentane Lage und Breite des Weges richtet sich nach der räumlichen Situation zwischen Nußberg bzw. Prinzenpark und der parallel verlaufenden, tiefer liegenden Bahnlinie. Dadurch ergibt sich in der Bestandssituation an manchen Stellen zurzeit eine Wegebreite von unter 2,50 m. Für das Ringgleis mit der zu erwartenden hohen Frequentierung wird die vorhandene Wegebreite jedoch auf die Mindestbreite von 2,50 m gesetzt – auch hier durchgehend in Asphalt. Eine Wegeaufweitung auf 3,00 m Breite ist in diesem Abschnitt nicht möglich, da der zur Verfügung stehende Korridor auf der Ostseite von nicht zur Verfügung stehenden Betriebsflächen der Bahn begrenzt ist und im Westen der mit Altbäumen bestandene Wall des Nußberges anschließt. Ein Eingriff in diesen Wall wäre zum einen aus naturschutzrechtlicher Sicht sehr bedenklich und zum anderen bautechnisch sehr aufwendig. Gleichzeitig wäre mit erheblichen, unverhältnismäßigen Kostensteigerungen zu rechnen (zusätzliche Fällarbeiten, Bodenabträge und –entsorgung, dauerhafte Hangsicherungsmaßnahmen, etc.).

 

Davon losgelöst werden im Zuge der Neugestaltung bauliche Anpassungen bei der Bearbeitung des Wegegefälles erforderlich. Während im ersten Bauabschnitt der Weg bereits jetzt nahezu eben verläuft, wird im zweiten Bauabschnitt entlang des Prinzenparks das bestehende Längsgefälle auf 50 m von ca. 8 % auf 6 % verändert. Ein weiteres Erfordernis zur Etablierung des Ringgleises ist die Montage von rund 500 m Geländer hin zur Böschung der tiefer liegenden Bahnlinie.

 

Die Baumaßnahme bewegt sich aufgrund der beengten räumlichen Verhältnisse zum Teil dicht an vorhandenen Bäumen entlang. Für deren Erhalt reagiert die Planung - je nach Situation - mit Wurzelbrücken und gepflasterten Abschnitten.

 

Realisierung und Finanzierung

 

Die Bauausführung soll im Frühjahr 2019 erfolgen.

 

Die Kosten für die Herstellung des Ringgleises im Abschnitt Gliesmaroder Straße bis Ebertallee betragen 410.600 €.

 

Kostenschätzung:

Geländebearbeitung, Vorarbeiten65.700 €

Flächenbefestigungen          231.000 €

Vegetationsflächen13.300 €

Ausstattung51.600 €

(Zaun, Leerrohre für Beleuchtung)

 

Baukosten gesamt          361.600 €

Planungs- und Gutachtenkosten49.000 €

 

Gesamtkosten          410.600 €

Für den Abschnitt Gliesmaroder Straße bis Ebertallee

 

Die Finanzierung ist aus dem Investitionsprojekt 5E.610028 Ausbau Ringgleis beabsichtigt und per Verpflichtungsermächtigung für 2019 gesichert.

 


Beschluss

 

„Der Weiterführung des Ringgleises zwischen Gliesmaroder Straße und Ebertallee mit Kosten in Höhe von 410.600 € wird zugestimmt.“

 


Anlagen

Anlage 1:Ringgleis-Ost: Übersichtskarte

Anlage 2:Ringgleis-Ost: Abschnitt 1

Anlage 3:Ringgleis-Ost: Abschnitt 2

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 ANLAGE_1_Ringgleis-Ost_Übersichtskarte (5221 KB)    
Anlage 2 2 180815_ANLAGE_2_Ringgleis-Ost_Abschnitt_1 (3685 KB)    
Anlage 3 3 180815_ANLAGE_3_Ringgleis-Ost_Abschnitt_2 (2704 KB)