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Vorlage - 18-08762-01  

Betreff: Bohlweg: Stickstoffdioxid-Werte - Stadteigene Sammler?
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
  Bezüglich:
18-08762
Federführend:61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz   
Beratungsfolge:
Planungs- und Umweltausschuss zur Kenntnis
21.08.2018 
Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses (offen)     

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Die Stadt Braunschweig gehört zu den wenigen Großstädten, die es aus eigener Kraft geschafft haben, die Grenzwerte insbesondere für Stickstoffdioxid und Feinstaub einzuhalten, trotz der großen Zunahme von Dieselfahrzeugen in den vergangenen Jahren und deren bekannten hohen Emissionen im Realfahrbetrieb bis heute. Im Jahre 2016 ist es erstmalig gelungen, die geltenden Grenzwerte für NO2 an den verbliebenen Verkehrs­messstellen im Stadtgebiet einzuhalten. Dies beweist die Effektivität und sinnvolle Zielausrichtung der NO2-Minderungsmaßnahmen aus dem Luftreinhalteplan der Stadt Braunschweig.

 

Dies vorangestellt beantworte ich die Anfragen wie folgt:

 

Zu Frage 1:

 

Bis dato liegen nur Messdaten bis Juni 2018 vor.

 

Juni: 28.05.2018 - 13.06.2018 31,2 μg/m3

13.06.2018 - 28.06.2018 30,0 μg/m3

 

Nach Rücksprache mit dem für die Messung und Auswertung zuständigen Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim werden die Daten für Juli zurzeit ermittelt und liegen daher noch nicht vor. Der Mittelwert für den Zeitraum Januar bis Juni 2018 liegt mit 32,1 μg/m3 weit unter dem NO2-Grenzwert von 40 μg/m3. 2017 lag der Jahresmittelwert bei 36 µg/m³ am Bohlweg.

 

Zu Frage 2:

 

Mit Hilfe flächendeckender Schadstoffberechnungen (Screening) über das gesamte Stadtgebiet hat das Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim als zuständige Landesbehörde mögliche Stellen mit hohen Luftschadstoffbelastungen identifiziert. Ursprünglich gab es mehrere Bereiche mit höheren Belastungen wie z. B. in der Hildesheimer Straße, am Hagenring oder auch an der Sonnenstraße. Nach Einhaltung der Grenzwerte an diesen Stellen blieben nur noch die beiden bekannten Messstellen am Bohlweg und am Altewiekring übrig. An diesen Stationen werden die Grenzwerte ebenfalls seit 2016 unterschritten. Eine dort niedrige NO2-Konzentration weist auf Grenzwerteinhaltung auch an anderen Stellen im Stadtgebiet hin.


 

Aufgrund der deutlichen Grenzwertunterschreitung am Bohlweg zieht das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim den Abbau des Passiv-Sammlers in Erwägung. Eine entsprechende Entscheidung wird voraussichtlich im Frühjahr 2019 getroffen, wenn der Jahresmittelwert für 2018 offiziell durch das Niedersächsische Umweltministerium bekannt gegeben wird.

 

Auch aus Sicht der Verwaltung gibt es keinen Grund anzunehmen, dass die Grenzwerte zukünftig nicht mehr eingehalten und die Messungen dort fortgeführt werden müssten.

 

Zu Frage 3:

 

Aufgrund des flächendeckenden mehrfachen Screenings des Landes, der dauerhaften Grenzwertunterschreitung an all den eruierten Belastungsschwerpunkten und der Zuständigkeit des Landes sieht die Verwaltung keinen Bedarf als Stadt selbst aktiv zu werden.
 

 


Anlage/n:

Keine