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Vorlage - 18-08843-01  

Betreff: Bikesharing als Bestandteil gesamtstädtischer Mobilitätsstrategie in Braunschweig - Ausbau und Perspektiven
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
Aktenzeichen:66.1Bezüglich:
18-08843
Federführend:66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr   
Beratungsfolge:
Rat der Stadt Braunschweig zur Kenntnis
04.09.2018 
Sitzung des Rates der Stadt Braunschweig zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:


Zur Anfrage der SPD-Fraktion vom 22.08.2018 wird wie folgt Stellung genommen:

 

Die Verwaltung hält unverändert eine Ausweitung der Fahrradverleihangebote in Braunschweig um ein stadtweites, leicht zugängliches und im öffentlichen Raum präsentes Fahrradverleihsystem für richtig und sinnvoll. Ein städtisch finanziertes Fahrradverleihsystem wurde von der Verwaltung angesichts der hohen Kosten aber bisher nicht konzipiert. Im Entwurf des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) hat die Verwaltung aber ausdrücklich vorgesehen, Bike- und Carsharing-Angebote zu fördern. Zu den möglichen Kosten hatte die Verwaltung vor rund einem Jahr im Bauausschuss berichtet. Aus Beispielen anderer Städte konnten für Braunschweig Investitionskosten im siebenstelligen Bereich und jährliche Betriebskosten von mehreren 100.000 € abgeleitet werden. Dies macht deutlich, dass ein Verleihsystem vor allem als Kooperationslösung mit vielen Akteuren wie TU-Braunschweig und großen Arbeitgebern sinnvoll ist.

 

Zu 1.: Derzeit gibt es in Braunschweig kein einheitliches Fahrradverleihsystem. Einzelne Fahrradgeschäfte, die Fahrradstation am Hauptbahnhof und die DB bieten Leihfahrräder an. Diese sind stationär an den Anbieter gebunden.

 

Zu 2.: In den vergangenen Jahren gab es immer wieder einzelne Gespräche mit Verleihern und mit der TU-Braunschweig. Eine einfache Lösung zur breiten Erweiterung der Angebotsstruktur zeichnet sich dabei nicht ab. Es hat sich vielmehr herausgestellt, dass für eine funktionierende und wirtschaftlich vertretbare Gesamtlösung eine umfassende Konzeption erforderlich ist, die in enger Abstimmung möglicher Akteure erarbeitet werden muss und die möglichst nicht an der Stadtgrenze endet. Als erste Schritte sind Abstimmung mit den Städten Wolfsburg und Salzgitter sowie den angrenzenden Gemeinden zur gemeinsamen Partnersuche für mögliche Anbieter vorgesehen. Die Verwaltung beabsichtigt in den nächsten Jahren eine Konzeption für eine Bikesharing-Lösung zu erstellen und wird wie bei allen ISEK-Maßnahmen vorgesehen, den Rat vor dem konkreten Beginn der Bearbeitung beteiligen und über die geplante Art der Umsetzung informieren. Die im nächsten Jahr beginnende Erarbeitung eines Mobiltitätsentwicklungsplans wird sich inhaltlich mit dem Thema Bikesharing befassen.

 

Zu 3.: Das Bikesharing ist somit eine der vielen ISEK-Maßnahmen zur Mobilität, die aber nicht alle sofort sondern über die nächsten Jahre verteilt zur Bearbeitung vorgesehen sind. Das bedeutet nicht zwingend, dass die Stadt die Federführung und die Hauptfinanzierung übernehmen muss. Aktuell sind die finanziellen und personellen Kapazitäten zum Aufbau eines Bikesharing-Systems nicht vorhanden.

Die Verwaltung wird daher auch in Zukunft Initiativen anderer Akteure zu Fahrradverleih und Bikesharing – wie zuletzt den Lastenradverleih des ADFC – im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen.


 

 


Anlage/n:

keine