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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 18-07608-01  

Betreff: Erweiterte Vorrangschaltung von Ampeln für Rettungsfahrzeuge
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
Aktenzeichen:66.1Bezüglich:
18-07608
Federführend:66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr   
Beratungsfolge:
Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 131 Innenstadt zur Kenntnis
30.10.2018 
Sitzung des Stadtbezirksrates im Stadtbezirk 131 zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Zur Anfrage der SPD-Fraktion und Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 23.02.2018 wird wie folgt Stellung genommen:

 

Der Verwaltung liegen keine Hinweise dazu vor, dass es durch die in der Anfrage beschriebenen Situationen in der Vergangenheit zu kritischen Situationen bei Rettungseinsätzen gekommen ist.

 

Generell gilt, dass die Stadtbahn im Straßenverkehr die höchste Priorität im normalen Verkehrszustand hat. Sobald sich aber ein Rettungswagen an derselben Kreuzung angemeldet hat, werden sofort alle anderen Anmeldungen ignoriert bzw. abgebrochen und die Ampelanlage schaltet in das Feuerwehrprogramm. Wenn sich der Verkehr an einer roten Ampel staut, sind alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer verpflichtet, den Rettungskräften ein schnelles Durchkommen zu ermöglichen. Hierzu dürfen Kraftfahrzeuge vorsichtig über die rote Ampel einige Meter in die Kreuzung einfahren, damit hinten Platz geschaffen werden kann.

 

Um den Verkehrsfluss und damit die Durchführung von Rettungseinsätzen in derartigen Situationen weiter zu verbessern, beteiligt sich die Verwaltung derzeit gemeinsam mit dem DLR sowie weiteren Forschungspartnern aus der Industrie an dem Forschungsprojekt „Sirene“ (Secure and Intelligent Road Emergency Network). In diesem Projekt sollen zwei mögliche technische Umsetzungswege zur dynamischen Verkehrslenkung erforscht werden. Neben einer zentralen Steuerung der Ampelanlagen von der Leitstelle aus wird auch ein dezentraler Ansatz verfolgt, bei dem die Einsatzfahrzeuge die Ampeln direkt ansteuern.

Das Ziel wird sein, die Durchquerung städtischer Gebiete zu Stoßzeiten zu verkürzen, indem Ampelanlagen bei Bedarf für Sondereinsatzfahrzeuge ein Sonderprogramm schalten.

Dies bedeutet also eine Bevorrechtigung vom einzelnen Knoten bis hin zur Grünen Welle über mehrere Kreuzungen hinweg. Ein weiteres Ziel des beschriebenen Forschungsvorhabens ist es, die Beeinträchtigungen für den sonstigen Verkehr so gering wie möglich zu halten.

Voraussichtlich Mitte des Jahres 2019 wird eine technische Versuchsphase gestartet. Über die Ergebnisse wird dem Stadtbezirksrat berichtet werden.

 

In Bezug auf das Forschungsprojekt „Sirene“ sind der Verwaltung keine Städte mit vergleichbaren Projekten bekannt.
 

 


Anlage/n: keine

 

Stammbaum:
18-07608   Erweiterte Vorrangschaltung von Ampeln für Rettungsfahrzeuge   0100 Referat Steuerungsdienst   Anfrage (öffentlich)
18-07608-01   Erweiterte Vorrangschaltung von Ampeln für Rettungsfahrzeuge   66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr   Stellungnahme