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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 19-10053  

Betreff: Ausländerfriedhof: Aktueller Sachstand
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:DEZERNAT IV - Kultur- und Wissenschaftsdezernat   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Kultur und Wissenschaft zur Kenntnis
01.03.2019 
Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft zur Kenntnis genommen   
Grünflächenausschuss zur Kenntnis
12.03.2019 
Sitzung des Grünflächenausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Der Rat der Stadt Braunschweig hat mit Beschluss vom 04.09.2018 die Verwaltung beauftragt, ein angemessenes Gestaltungskonzept für den „Ausländerfriedhof“ am Brodweg zu erarbeiten, die Kosten zu ermitteln und dem Rat zur Beschlussfassung vorzulegen. Das vom Rat am 06.02.2001 beschlossene „Konzept zur Planung, Errichtung und Gestaltung von städtischen Erinnerungsstätten zur nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ (Gedenkstättenkonzept) und die im Sachverhalt genannten Überlegungen sollten dabei berücksichtigt werden (18-08777).

 

Die Verwaltung teilt folgenden aktuellen Sachstand mit:

Im Dezember 2018 wurde ein Werkvertrag mit einem zu der Themenstellung ausgewiesenen Historiker geschlossen. Beauftragt wurde, entsprechend der Mitteilung an den AfKW im Oktober 2018 (Drs.-Nr. 18-09322), die Durchführung der erforderlichen Recherchen inkl. der Erfassung der Quellen und Sekundärliteratur, der Erschließung und Auswertung der Quellen in Archiven und ggf. externer Quellenlagen sowie die Fertigung einer historisch fundierten Genese.

 

Zwischenzeitlich wurden die Gespräche mit Gedenkstättenvertretern und Historikern fortgesetzt und die Erfassung der Sekundärliteratur abgeschlossen. Quellenbestände zur Friedhofsbelegung, im Stadt- und Landesarchiv Wolfenbüttel wurden verzeichnet und befinden sich derzeit in der Auswertung.

 

Nach derzeitiger Planung ist die Erfassung der insbesondere aus der Sekundärliteratur bereits bekannten Quellen bis Ende Februar vorgesehen. In einem weiteren Schritt wird die Erschließung möglicherweise noch nicht betrachteter Quellen in externen Archiven bis voraussichtlich Mitte April erfolgen. Die Auswertung der Quellen erfolgt jeweils parallel, soll insgesamt jedoch bis Ende April abgeschlossen sein. Die Dokumentation der historischen Sachlage erfolgt anschließend bis Ende Mai 2019.

 


Die Erarbeitung der Dokumentation stellt die Grundlage für die Information für die historische Kontextualisierung des Ausländerfriedhofes und seiner Belegungsgeschichte dar. Sie ist insofern als Teil der Gesamtkonzeption zu verstehen, die als ein dezernatsübergreifender Prozess die konzeptionellen Überlegungen für Gestaltungs- und Pflegefragen von Friedhöfen für Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsregimes einbezieht.

 

Es wird angestrebt, den Gesamtprozess bis zum Sommer abzuschließen und den politischen Gremien im 3. Quartal 2019 vorzulegen.

 

 


Anlage/n:


keine