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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 19-10187-01  

Betreff: Photovoltaikanlagen auf städtischen Dächern
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
  Bezüglich:
19-10187
Federführend:65 Fachbereich Hochbau und Gebäudemanagement   
Beratungsfolge:
Planungs- und Umweltausschuss zur Kenntnis
20.03.2019 
Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Zu der Anfrage der Fraktion Bündnis 90 – Die Grünen nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:
 

Zu 1.:

Die Verwaltung hat sich im Sinne des Ratsbeschlusses zum Ziel gesetzt, zunächst bei allen Neubau- und umfänglichen Sanierungsprojekten die Installation von PV-Anlagen zu prüfen und im Falle einer Wirtschaftlichkeit auch umzusetzen.
Bei Neubauten, die über einen primärenergetisch hochwertigen Wärmeenergieträger versorgt werden und so die gesetzlichen Rahmenbedingungen auch ohne Nutzung von Solarenergie einhalten, wird im Einzelfall ggf. auf die Installierung einer PV-Anlage verzichtet, wenn beispielsweise aus gestalterischen Gründen ein Gründach vorgesehen werden soll oder eine Verschattung durch benachbarte Gebäude gegeben wäre.

Ähnlich verhält es sich mit zu sanierenden Dächern. Auch hier wird generell geprüft, inwieweit unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll eine Solarenergieranlage installiert werden kann und die Statik dies ermöglicht. Ist die Dachfläche nicht geeignet, so ist die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage bei notwendiger Verstärkung der Statik im Einzelfall zu prüfen. Sukzessive wird die Verwaltung den Ausbau von Photovoltaik auf städtischen Dächern weiter vorantreiben und die beschriebene Handlungsweise fortsetzen.

 

Die Verwaltung behält sich bei allen Vorhaben vor, die Photovoltaikanlage in Eigenregie zu bauen oder zu betreiben. Erfolgt dies nicht wird die Verwaltung zukünftig die entsprechenden Dachflächen auf geeignete Weise, zum Besipiel durch das Anbieten der Dachflächen an regionale Solarteure, vermarkten.

 

Darüber hinaus wird die Stadt nach nunmehr erfolgtem Abschluss der Organisations-untersuchung im FB Gebäudemanagement und nach Besetzung aller Stellen ein zentrales Kataster bereits überprüfter Bestandsflächen aufbauen und dies über die Homepage der Öffentlichkeit zugänglich machen.

 

Zu 2.:

Seit 2016 hat sich der Zubau von PV auf städtischen Dächern wie folgt entwickelt:

 

WE

Liegenschaft

Adresse

kWpeak

Stand

01156

Kita Heideblick

Heideblick 14

15,0

Betrieb seit 2017

01199

Kita Lamme-Ost II

Lammer Busch 131

3,4

Betrieb seit 2018

00327

Kita Schwedenheim

Hugo-Luther-Str. 60

4,0

Inbetriebnahme 2019

00344

BBS V

Kastanienallee 71

10,2

Inbetriebnahme 2019

00483

Kita St. Zachäus

(Kita Waggum)

Opferkamp 3

8,4

Inbetriebnahme 2019

00578

Sporthalle Lehndorf

St.-Ingbert-Str. 89

19,4

Inbetriebnahme 2019

01049

GS und Kita Lamme

Lammer Heide 9 - 11

8,9

Inbetriebnahme 2019

00130

GS Waggum

Claudiusstr. 1

offen

vorauss. Aus-schreibung in 2019

00332

GS Ilmenaustraße (Mensa)

Ilmenaustr. 29

offen

vorauss. Aus-schreibung in 2019

00553

Kita Schölkestraße

Schölkestr. 1 D

offen

vorauss. Aus-schreibung in 2019

01049

GS und Kita Lamme (Mensa)

Lammer Heide 9 - 11

offen

vorauss. Aus-schreibung in 2019

01207

Feuerwehrleitzentrale

Feuerwehrstr. 12

22,0

vorauss. Aus-schreibung in 2019

 

Zu 3.:

Städtische PV-Anlagen werden dann errichtet, wenn eine Wirtschaftlichkeit, also eine Amortisation innerhalb eines voraussichtlichen Lebenszyklus von mindestens 20 Jahren, gegeben ist.

Aufgrund der Prämisse hier ein Maximum zu erreichen, werden die Anlagen zudem so di-mensioniert, dass primär die Stromgrundlast im Gebäude abgedeckt wird und so die derzeiti-gen Strombezugskosten in Höhe von etwa 22 Ct/kWh vermieden werden. Auf eine Einspei-sung des Solarstromes, die aktuell mit etwa 11 Ct/kWh etwa halb so hoch liegt, wird weitest-gehend verzichtet.

 

Je nachdem wie hoch das jeweilige Verhältnis des selbst genutzten Stromes im Vergleich zu eingespeistem Strom ist, liegen die Amortisationen städtischer Anlagen derzeit bei etwa
12 - 14 Jahren. Die Variante, dass die Stadt die Anlagen selbst errichtet und betreibt, hat sich als die bis dato wirtschaftlichste Variante herausgestellt.

 


Anlage/n:

keine

 

Stammbaum:
19-10187   Photovoltaikanlagen auf städtischen Dächern   0100 Referat Steuerungsdienst   Anfrage (öffentlich)
19-10187-01   Photovoltaikanlagen auf städtischen Dächern   65 Fachbereich Hochbau und Gebäudemanagement   Stellungnahme