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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 19-10592  

Betreff: Modernisierung des Sitzungsraums A 1.63 und des Ratssaals im Rathaus-Altbau
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:65 Fachbereich Hochbau und Gebäudemanagement   
Beratungsfolge:
Bauausschuss zur Kenntnis
02.05.2019 
Sitzung des Bauausschusses zur Kenntnis genommen   
Verwaltungsausschuss zur Kenntnis
14.05.2019    Sitzung des Verwaltungsausschusses      

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

1. Sitzungsraum A1.63 im Rathaus-Altbau (Kleiner Sitzungssaal)

Die Verwaltung hat auf die zunehmende Kritik der Nutzerinnen und Nutzer des Sitzungsraums A 1.63 die dortige Situation bewertet und Möglichkeiten der Modernisierung geprüft. Insbesondere wird das schlechte Klima und die mangelhafte Akustik beanstandet. Darüber hinaus zeigt der häufig auch mit externen Gästen genutzte Raum starke Verschleißerscheinungen und ist renovierungsbedürftig.

Die Überlegungen zur erforderlichen Modernisierung beinhalten die Ertüchtigung der für den Sitzungsbetrieb notwendigen technischen Anlagen sowie eine optische Modernisierung und Verbesserung der Arbeitsatmosphäre.

 

1.1 Technische Aufrüstung

 Erweiterung der Lüftungsanlage:

Das Raumklima ist bei langen Sitzungen, vielen Nutzern oder an heißen Sommertagen sehr schlecht und kann durch die Raumgeometrie (keine Querlüftung) nur in geringem Maße verbessert werden. Daher ist eine Erweiterung der Lüftungsanlage um eine Klimatisierung vorgesehen.

 zeitgemäße Datentechnik:

Sieben zeitgemäße Tischanschlussfelder für Beamer- und Leinwandsteuerung sollen einen zeitgemäßen Sitzungsbetrieb gewährleisten. Der Anschluss erfolgt über Bodentanks.

 Steuerungselement einer Konferenzanlage
Die Größe des Raumes lässt eine Konferenz mit mehreren Sprechern und Teilnehmern zu. Jedoch gibt es dafür kein übliches Steuerungselement einer Konferenzanlage. Dies soll ergänzt werden und kann bei Bedarf mit den Mikrofonen des Ratssaals bestückt werden.

 

1.2 Optische Modernisierung und Verbesserung der Raumqualität:

Der Raum ist seit mehreren Jahrzehnten nicht renoviert worden. Die Stühle sind

verschlissen. Die Tische zeigen erhebliche Gebrauchsspuren. Der Raum muss mit seinen

unterschiedlichen Bestandteilen grundlegend überarbeitet werden. Der Brüstungskanal zeugt von den immer wieder in Teilabschnitten durchgeführten Erneuerungsteilen.

 

Vor dem Hintergrund obiger Ausführungen ist es Ziel, das Historische zu bewahren und herauszustellen, zugleich aber einen zeitgemäßen Konferenz- und Besprechungsraum herzurichten, der den technischen Anforderungen genügt.

 

 Die Oberflächen müssen renoviert werden. Es wird ein neuer Anstrich von Decke und Wände in reinweiß vorgeschlagen

 Der vorhandene Bodenbelag muss erneuert werden. Auch aus akustischen Gründen soll ein neuer Teppichboden in Fortführung des bereits verlegten Teppichs in der Ratskantine verlegt werden.

 Die Gardinen sollen entfallen, damit die hochwertigen historischen Fenster sichtbar gemacht werden können.

 Neue Blendschutzvorhänge in weiß sollen das Licht dimmen.

 Die alte Brüstungsverkleidung soll durch eine neue durchgehende Brüstungsverkleidung auf der Fensterseite, weiß lackiert, ersetzt werden und sich in das Gesamtbild einfügen.

 Die nicht mehr zeitgemäße voluminöse Beleuchtungskonstruktion soll durch ein Raster aus schlanken Aluminiumstäben ausgetauscht werden. Mit verschiedenen Schaltkreisen für direktes/indirektes Licht und dem Einsatz von energiesparender LED-Technik fügt sich die Beleuchtung in ein modernes Gesamtbild ein und erfüllt die Anforderungen an eine angemessene funktionale Beleuchtung.

 Die Tische müssen erneuert werden. 

 Die verschlissenen Stühle sollen durch bequeme, aber stapelbare Tagungsstühle ersetzt werden.

 Es sollen Garderobenhaken an der Wand und eine überstrichene „unsichtbare“ Magnetwand für Pläne hergestellt werden.

 

Reduzierte Umsetzungsvarianten wurden von der Verwaltung geprüft, jedoch zu Gunsten einer ganzheitlichen Herangehensweise verworfen.

 

2. Großer Sitzungssaal

Im Kontext der Modernisierungsüberlegungen wurde auch die Renovierungsbedürftigkeit des Großen Sitzungssaals überprüft.

Die technische Ausrüstung des Sitzungssaals wurde bereits in 2017 ertüchtigt. Das optische Erscheinungsbild und der vorhandene Verschleiß mindern jedoch weiterhin die Aufenthaltsqualität und entsprechen nicht dem repräsentativen Charakter des Raums. Daher regt die Verwaltung eine behutsame Renovierung des Raums unter größtmöglicher Berücksichtigung prägender Erscheinungselemente an. Dabei sollen insbesondere die Holzkomponenten erhalten und behutsam überarbeitet werden.

Die Renovierung beinhaltet:

            Erneuerung der Anstriche glatt gespachtelt

            Überarbeitung der Wände und der Decke

            Überarbeitung des Parkettbodens

            Überarbeitung der Holzflächen an Wänden, Galerie, Präsidium und Türen

            Neue Vorhänge

            Einrichtung neuer Tische

            Einrichtung eines neuen Rednerpults (höhenverstellbar)

            Überarbeitung der Kronleuchter

            Überarbeitung Presse- und Zuschauerbereich (Saalebene)

 

3. Weiteres Vorgehen

Die Kosten für Umsetzung dieser Maßnahmen wurden von der Verwaltung geschätzt auf

-          ca. 303.000 € für den Sitzungsraum A 1.63 und

-          ca. 210.000 € für den großen Sitzungssaal.

 

Die Verwaltung erachtet angesichts der Kosten und des notwendigen Umfangs der Arbeiten ein abgestuftes Vorgehen als sinnvoll, bei dem zunächst der Sitzungsraum A 1.63 und dann der große Sitzungssaal modernisiert wird.

Begonnen werden könnte mit der Modernisierung im Jahre 2020.

 

 


Anlage/n:

keine