EN

Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 19-10970-01  

Betreff: Bienenstadt Braunschweig
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
  Bezüglich:
19-10970
Federführend:67 Fachbereich Stadtgrün und Sport   
Beratungsfolge:
Grünflächenausschuss zur Kenntnis
04.06.2019 
Sitzung des Grünflächenausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:


Zur Anfrage der Fraktion Bündnis 90 – Die Grünen vom 22.05.2019 (19-10970) wird wie folgt Stellung genommen:

 

Zu Frage 1:

 

Bei dem in der Anfrage genannten „Modellprojekt“ handelt es sich nicht um eigenständiges, Projekt mit zusätzlich im Haushalt veranschlagten Mitteln.  Vielmehr handelt es sich bei den zur Förderung des Wildbienenbestandes vorgesehene Maßnahmen um eine inhaltliche Schwerpunktsetzung und Ergänzung des Projektes „Förderung der biologischen Vielfalt in der Stadt Braunschweig“, das zu 80 % mit Mitteln des Niedersächsischen Umweltministeriums bezuschusst wird, sowie um Teilmaßnahmen des Förderprojektes „Braunschweig - integrierter Klimaschutz mit urbanem Grün. Makroklimatische Regulierung durch Pflanzen“, das im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit ebenfalls zu 80 % finanziell gefördert wird.

 

Die Durchführung dieser Förderprojekte wurde durch den Rat der Stadt Braunschweig beschlossen. Aus Sicht der Verwaltung wurden die politischen Gremien, u.a. auch in den letzten Sitzungen des Grünflächenausschusses, durchgehend und ausführlich über die vorgesehenen Maßnahmen und Zielstellungen informiert. Die Verwaltung wird den zuständigen politischen Gremien weiterhin fortlaufend über die konkrete Umsetzung der einzelnen Module berichten und für alle geplanten Maßnahmen vor Realisierung politische Beschlüsse herbeiführen.

 

Zu Frage 2:

 

Folgende Maßnahmen sind durch Umsetzung der beiden genannten Förderprojekte zur Durchführung vorgesehen, die sich besonders positiv auf die Wildbienenbestände Braunschweigs auswirken:

 

  • Umwandlung von Scherrasen in artenreiche Wiesenbestände auf einer Fläche von rund 100.000 Quadratmetern.
  • Anlage von mehrjährigen Blühflächen sowie artenreichen Staudenmischpflanzungen auf ca. 30.000 Quadratmetern.
  • Anlage von Streuobstwiesen auf rund 30.000 Quadratmetern.
  • Die Pflanzung von 500 Kopfweiden sowie 650 weiterer Bäume als Klimaschutzmaßnahme.
  • Die Begrünung von 7.000 Quadratmetern Dachfläche und 7.500 Quadratmetern Fassaden städtischer Gebäude, auch um den Bedürfnissen der Wildbienen Rechnung zu tragen.

 

Begleitet werden diese Maßnahmen durch Experten für Insektenkunde des Julius-Kühn-Institutes, die Erhebungen zu vorhandenen Wildbienenbeständen durchführen und wissenschaftlich untersuchen, welche Pflanzenarten für welche Wildbienenarten attraktiv sind. Zielstellung ist es, die jeweils richtigen Nahrungspflanzen in Kombination mit den bevorzugten Nistmöglichkeiten anzubieten. Zudem soll das Netz der Blühflächen so eng sein, dass sich die Arten innerhalb der Stadt verbreiten und auch ins Umland gelangen können.

 

Zurzeit ist die Verwaltung gemeinsam mit dem Julius-Kühn-Institut und weiteren Partnern dabei, die Konzeption für die Projektumsetzung zu entwickeln und zum Beispiel Listen geeigneter Maßnahmenflächen und Blühpflanzenarten zusammen zu stellen. Die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen erfolgt in den Jahren 2019 bis 2022.

 

Zu Frage 3:

 

Die Nibelungen-Wohnbau-GmbH Braunschweig will nach Kenntnisstand der Verwaltung mit Maßnahmen auf eigenen Flächen das Gesamtkonzept ergänzen und unterstützen. Eine finanzielle Förderung aus den genannten städtischen Förderprojekten ist aufgrund der Fördermodalitäten aber nicht möglich.


 

 


Anlage/n:

keine
 

 

Stammbaum:
19-10970   Bienenstadt Braunschweig   0100 Referat Steuerungsdienst   Anfrage (öffentlich)
19-10970-01   Bienenstadt Braunschweig   67 Fachbereich Stadtgrün und Sport   Stellungnahme