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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 3351/00  

Betreff: "Handwerkerhof" Petzvalstraße - Begegnungsstätten für ausländische Mitbürger
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:0500 Sozialreferat   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Integrationsfragen
13.09.2000 
Ausschuss für Integrationsfragen (offen)  (3351/00)  
Ausschuss für Soziales und Gesundheit
12.10.2000 
Sozialausschuss (offen)  (3351/00)  

Sachverhalt

Stadt Braunschweig

1

 

 

Stadt Braunschweig

 

TOP

 

 

 

Der Oberstadtdirektor

Drucksache

Datum

Sozialamt

3351/00

23.08.2000

Koordination in Ausländerfragen

 

 

 

Beteiligte Ämter/Referate/Institute

Mitteilung

 

Beratungsfolge

Sitzung

 

Tag

Ö

N

Stadtbezirksrat 111 Wabe-Schunter

Ausschuss für Ausländerangelegenheiten

Sozialausschuss

  5. Sept. 00

13. Sept. 00

12. Okt. 00

X

X

X

 

 

 

 

 

 

 

Überschrift, Sachverhalt

 

 

 

"Handwerkerhof" Petzvalstraße – Begegnungsstätten für ausländische Mitbürger

 

 

 

 

Die Anfrage in der 26. Stadtbezirksratssitzung am 4. April 2000 beantworte ich wie folgt:

 

Zu 1.:

Zur ersten Frage bezüglich des Konzeptes des „Handwerkerhofes“ wird auf die Mitteilung vom 15. Februar 2000 zur Sitzung des Stadtbezirksrates am 4. April (Drucksache 2669/00) verwiesen. Eine Unterbringung von Ausländervereinen im Handwerkerhofgebäude ist nicht vorgesehen, sondern nur im dahinter gelegenen Bürogebäude (Petzvalstraße 50), das nie Bestandteil des Konzeptes „Handwerkerhof“ war.

 

Zu 2.:

Die Verwaltung hat bislang in erster Linie für die in der Frankfurter Straße 1 a untergebrachten Begegnungsstätten (Italiener, Jugoslawen und Tunesier) eine Unterbringung in der Petzvalstraße 50 vorgesehen. Den bisherigen „Vorschlag für ein Raumprogramm im städtischen Grundstück Petzvalstraße 50“ (Mitteilung 388/2000) gebe ich Ihnen in der Anlage zur Kenntnis. Der Ausschuss für Ausländerangelegenheiten hat der Verwaltung einen weiteren Prüfauftrag erteilt, der noch nicht abschließend bearbeitet werden konnte.

 

Zu 3.:

Der Mitteilung 388/2000 ist zu entnehmen, dass in dem Gebäude Petzvalstraße 50 gleichfalls im 1. Obergeschoss  weitere Vereine ausländischer Mitbürger in Braunschweig untergebracht werden sollen. Ein möglicher Belegungsvorschlag steht noch aus.

 

Zu 4.:

Die Verwaltung hält es nicht für eine Erschwernis der Integration, mehrere Ausländervereine in einem Gebäude unterzubringen. Vielmehr besteht durch die Zusammenarbeit der unterschiedlichen ausländischen Vereine die Möglichkeit, neue interkulturelle Arbeitsansätze über nationale Grenzen hinweg zu entwickeln, voneinander zu lernen und ggf. gemeinsame internationale Aktivitäten zu entfalten.


Für die Mitglieder der jeweiligen ausländischen Vereine ist die Begegnungsstätte ein wichtiger Treffpunkt,der für sie ein Stück Heimat darstellt. Vielfältige Arbeitsschwerpunkte sind in den ausländischen Vereinen in Braunschweig entstanden. Sie leisten ihren Landsleuten Hilfe zur Selbsthilfe mit einem hohen sozialen Engagement. In vielen Vereinen sind neben deutschen Mitgliedern ebenfalls Angehörige anderer Nationalitäten zu finden. Neben der Pflege der heimatlichen Kultur besteht durchaus das Interesse, verschiedene Aktivitäten  gemeinsam zu veranstalten, insbesondere bei der jungen Generation.

Als Interessengemeinschaft können sie vielfältige kulturelle Impulse in die Braunschweiger Öffentlichkeit einbringen.

 

Zu 5.:

Für den Umbau des Bürogebäudes zur Unterbringung der Vereine sind Haushaltsmittel im Jahr 2000 i. H. v. 180 000 DM veranschlagt. Die genauen Kosten können erst ermittelt werden, wenn feststeht, welche Vereine einziehen und in welchem Umfang dafür Umbauten erforderlich sind. Die Art der Mietbezuschussung ist in der Mitteilung Drucksachen Nr. 388/00 dargestellt. Grundlage der Berechnung sind 10,00 DM pro Quadratmeter Kaltmiete sowie Nebenkosten, deren Höhe jedoch bislang noch nicht feststeht. Im Gebäude Frankfurter Straße 1 a waren die Vereine mietfrei untergebracht.

 

 

Es soll versucht werden, das ehemalige Bürogebäude Petzvalstraße 50 in den Gesamtkomplex der Petzalstraße 50 in einer positiven Weise einzubinden.

 

 

 

I. V.

 

 

gez.

 

 

Dr. Gröttrup