EN

Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 3530/00  

Betreff: Asphaltierter Wirtschaftsweg zwischen Rüningen und Stöckheim
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz   
Beratungsfolge:
Umweltausschuss
09.11.2000 
Umweltausschuss geändert beschlossen  (3530/00)  
Umweltausschuss
26.01.2001 
Umweltausschuss ungeändert beschlossen  (3530/00)  

Sachverhalt

Stadt Braunschweig

1

 

 

Stadt Braunschweig

 

TOP

 

 

 

Der Oberstadtdirektor

Drucksache

Datum

Umweltamt

3530/00

19. Okt. 2000

31.00-1.7-1

 

 

 

Beteiligte Ämter/Referate/Institute

Mitteilung

 

Beratungsfolge

Sitzung

 

Tag

Ö

N

Umweltausschuss

Umweltausschuss

9. Nov. 2000

26. Jan. 2001

X

X

 

 

 

 

 

 

Überschrift, Sachverhalt

 

 

 

Asphaltierter Wirtschaftsweg zwischen Rüningen und Stöckheim

 

 

 

 

 

 

 

Herr Dr. Goedeke, Bürgermitglied im Umweltausschuss, stellte in der Sitzung des Umweltausschusses am 28. September 2000 folgende Anfrage:

 

„Der neu asphaltierte Wirtschaftsweg verläuft über ebenes Gelände und wurde auch in seinem Unterbau nicht verändert, sodass keine Notwendigkeit für eine Asphaltierung erkennbar ist.

 

  1. Kann die Verwaltung zustimmen, dass die Asphaltierung ökonomisch bzw. für die Benutzung des Wirtschaftsweges überflüssig war, gleichzeitig jedoch die Nutzung für Spaziergänger, Jogger usw. verschlechtert hat?
     
  2. Warum wurde die Asphaltierung durchgeführt, obwohl hier eher ein Objekt für Entsiegelung gegeben ist?
     
  3. Wer hat die Asphaltierung angeregt? Wer hat sie geplant und durchgeführt? Wer hat sie finanziert?
     
  4. Wann wird diese Asphaltierung wieder rückgängig gemacht? (Entsiegelungsprogramm!)
     
  5. Wie können für die Zukunft ähnliche überflüssige Versiegelungen an anderer Stelle verhindert werden?“
     

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Anfrage wurde von der Verwaltung zuständigkeitshalber an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Küstenschutz (NLWK) weitergeleitet. Die Antwort dieser Behörde lautet wie folgt:

 

„Zu 1

Vor der Instandsetzung war der Weg nicht mehr verkehrssicher, die Seiten waren abgebrochen und in der Fahrbahn klafften größere Löcher. Bedingt durch die Baumaßnahme und durch das Befahren mit schwerem Gerät zeigten sich besonders im Bereich der Absenkung im Bitukies durchgehende Risse. Eine Sanierung war nur durch Totalerneuerung oder durch Aufbau möglich.

 

Zu 2

Der Weg liegt im Überschwemmungsgebiet und bildet bei Hochwasser die einzige Zufahrt zum Wehr Rüningen und hat daher auch zur Gefahrenabwehr (Feuerwehrzufahrt und Zufahrt für den Gewässerdienst der Stadt Braunschweig) besondere Bedeutung. Zudem dient der Weg landwirtschaftlichem Verkehr (u. a. Rübenabfuhr) und den Sportbootfahrern als Zuwegung zur Einsatzstelle am Wehr; wird also doch recht hoch frequentiert und ist somit nicht für die wassergebundene Bauweise geeignet (zu hohe laufende Unterhaltungskosten und Staubentwicklung). Ein Weg in Schotterbauweise würde wegen der Durchnässung bei Hochwasser zerstört werden. Auf dem vorhandenen Bitukiesunterbau kam deshalb nur ein Verstärkungsaufbau in Form einer Schwarzdecke in Frage.

 

Zu 3

Die Instandsetzung hat der NLWK als Unterhaltungspflichtiger des Wehres Rüningen durchgeführt und auch finanziert.

 

Zu 4

Die „Asphaltierung“ kann nicht rückgängig gemacht werden, weil dann die sichere Zuwegung zum Wehr Rüningen bei Hochwasser und Gefahr nicht mehr gegeben ist. Eine Entsiegelung macht auch wenig Sinn, da das Niederschlagswasser nicht abgeleitet wird, sondern im Seitenraum versickert.“

 

Im Übrigen wurde darauf verwiesen, dass eine Entsiegelung im Bereich der Wehrwannen stattgefunden hat.

 

Die oben dargestellte Instandsetzungsmaßnahme war der Verwaltung bekannt.

 

I. V.

 

gez.

 

Dr. Zirbeck