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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 3550/00  

Betreff: Entfernung des Bodenbewuchses auf dem Petrifriedhof
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:67 Fachbereich Stadtgrün und Sport   
Beratungsfolge:
Grünflächen- und Landwirtschaftsausschuss
08.11.2000 
Grünflächen- und Landwirtschaftsausschuss ungeändert beschlossen  (3550/00)  
Umweltausschuss
09.11.2000 
Umweltausschuss geändert beschlossen  (3550/00)  
Umweltausschuss
26.01.2001 
Umweltausschuss ungeändert beschlossen  (3550/00)  

Sachverhalt

Stadt Braunschweig

1

 

 

Stadt Braunschweig

 

TOP

 

 

 

Der Oberstadtdirektor

Drucksache

Datum

Grünflächenamt

3550/00

24. Okt. 2000

67-AL/67.2

 

 

 

Beteiligte Ämter/Referate/Institute

Mitteilung

 

Beratungsfolge

Sitzung

 

Tag

Ö

N

Grünflächen- und Landwirtschaftsausschuss

Umweltausschuss

Umweltausschuss

8. Nov. 2000

9. Nov. 2000

26. Jan. 2001

X

X

X

 

 

 

 

 

 

 

Überschrift, Sachverhalt

 

 

Entfernung des Bodenbewuchses auf dem Petrifriedhof

 

 

Im Verlauf der Sitzung des Umweltausschusses am 31. August 2000 wurde in der o. g. Angelegen-

heit folgende Anfrage gestellt:

 

  1. Wurden die bisherigen und weitere geplanten Maßnahmen auf dem Petrifriedhof mit der
    Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt?
  2. Wann und in welcher Form werden Bezirksrat und Rat in den weiteren Entscheidungsgang
    eingebunden?
  3. Wie kann dem Anliegen von Herrn Melchert, die Freilegung von Grabstätten und anderen Bestandteilen des ehemaligen Friedhofs so behutsam wie möglich, d. h. naturschutzverträg-
    lich zu gestalten, entsprochen werden?

 

Grundsätzlich ist voranzuschicken, dass der Petrifriedhof an der Goslarschen Straße im westlichen Ringgebiet zu den ältesten noch vorhandenen Friedhofsanlagen im Stadtgebiet gehört und als Denkmal dem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz unterliegt. Er stellt eine in sich geschlossene Anlage dar und ist mit seinen Denkmalen und Denksteinen ein Beispiel einer überkommenen Bestattungskultur.

 

Ziel der Stadt ist es, das Grundstück in seinem Charakter als Friedhof wiederherzustellen und die noch erkennbaren Strukturen der Grabanlagen sowie die noch vorhandenen Denkmale, Denksteine und Einfassungen zu erhalten bzw. zu restaurieren. Hierfür ist in Zusammenarbeit mit den dafür zuständigen Stellen ein Entwicklungskonzept erarbeitet worden.

 

Die in der letzten Zeit auf dem Friedhof durchgeführten Maßnahmen dienten dem Ziel, sich auf einem begrenzten Raum einen Überblick über die tatsächliche Situation zu verschaffen und die in dem erarbeiteten Sanierungskonzept vorgeschlagenen Maßnahmen hinsichtlich ihrer Umsetzungsfähigkeit zu prüfen. Dazu wurden die Grabanlagen inklusive der Denk-steine von der aufgelaufenen Vegetation, die in der Hauptsache aus Girsch und Ahornsämlingen bestand, freigestellt und einige Grabreihen probeweise instand gesetzt.

 

Vor diesem Hintergrund werden die gestellten Fragen wie folgt beantwortet:

 

                                                                                                                                                                        ...

 

 

Zu 1:

Die Untere Naturschutzbehörde wurde im Rahmen der von ihr zu vertretenen Belange beteiligt.

 

Zu 2:

Stadtbezirksrat und Fachausschuss wurden in der Vergangenheit bereits mehrfach über das Projekt informiert. Eine Beschlussvorlage zur Sanierung des Petrifriedhofes ist Gegenstand der Sitzung des Grünflächen- und Landwirtschaftsausschusses am 8. Nov. 2000.

 

Zu 3:

Die Freilegung der Grabstätten und der anderen Bestandteile des ehemaligen Friedhofes erfolgten ausschließlich in Handarbeit. Die Verwaltung geht davon aus, dass die angesprochenen Geophythen auf Grund dieses Vorgehens genug Retentionspotenzial behalten

haben, um auch künftig auf dem Petrifriedhof eine entsprechende Entwicklung nehmen zu können. Darauf wird auch die Pflege der künftigen Anlage im Rahmen der o. g. Zielsetzung abgestellt sein.

 

I. V.

 

gez. Jaenicke

 

Jaenicke