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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 4200/01  

Betreff: Gewerbegebiet Waller See
Verwendung der Autobahnbrücke über den Mittellandkanal
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr   
Beratungsfolge:
Bauausschuss
06.06.2001 
Bauausschuss ungeändert beschlossen  (4200/01)  
Verwaltungsausschuss
12.06.2001    Verwaltungsausschuss      

Sachverhalt

Stadt Braunschweig

1

 

 

Stadt Braunschweig

 

TOP

 

 

 

Der Oberstadtdirektor

Drucksache

Datum

Tiefbauamt

4200/01

10. Mai 2001

66.1

 

 

 

Beteiligte Ämter/Referate/Institute

Mitteilung

 

61

Beratungsfolge

Sitzung

 

Tag

Ö

N

Bauausschuss

Verwaltungsausschuss

6. Juni 2001

12. Juni 2001

X

X

 

 

 

 

 

 

Überschrift, Sachverhalt

 

 

 

Gewerbegebiet Waller See

Verwendung der Autobahnbrücke über den Mittellandkanal

 

 

 

 

Die Erschließung des Gewerbegebietes Waller See erfolgt über eine zentrale Erschließungsstraße, die im Westen an die Hansestraße angebunden wird und im Osten mit einem Brückenbaubauwerk über den Mittellandkanal endet.

 

Im Zuge des 6streifigen Ausbaues der Autobahn A 2 wird die Brücke über den Mittellandkanal vollständig abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Hier haben Überlegungen angesetzt, den nördlichen Teil der Autobahnbrücke für eine Verbindung zwischen dem Gewerbegebiet Waller See und Wenden-West wieder zu verwenden. Im rechtskräftigen B-Plan ist das Brückenbauwerk bereits mit festgelegt, sodass in diesem Bereich die Widerlager erstellt werden könnten und der Brückenüberbau von der heutigen Lage ca. 300 m nach Norden transportiert werden könnte.

 

Der Ablauf der Autobahnverbreiterung sieht vor, dass der nördliche Brückenbauteil Ende 2002/Anfang 2003 abgebaut werden muss. Hieraus folgt, dass im Falle einer Wiederverwendung im Jahr 2002 die Widerlager zu erstellen wären und Anfang 2003 der Brückenteil verschoben würde. Die Finanzierung dieser Maßnahme müsste demnach in den Jahren 2002 und 2003 vorgesehen werden. Kostenberechnungen für beide Varianten haben ergeben, dass die Wiederverwendung der Autobahnbrücke ca. 5 Mio DM, der Neubau einer Brücke nach dem heutigen Kostenstand ca. 6 Mio DM betragen würde. Derzeit ist nicht abzusehen, ob sich die Verwendung der alten Brücke bzw. die Realisierung zu einem früheren Zeitpunkt auf die Bezuschussung des Brückenbaues aus Förder-mitteln für Infrastrukturmaßnahmen auswirkt. Geht man davon aus, dass die Brücke tatsächlich erst ca. 2006 bis 2008 benötigt würde, wäre der Zinsverlust aus einer Finanzierung in den Jahren 2002 und 2003 so groß, dass der wirtschaftliche Vorteil der Wiederverwendung der Autobahnbrücke aufgezehrt ist. Eine Entscheidung über die Notwendigkeit des Brückenbaues wird durch die zukünftige Nutzung eines Gewerbegebietes im Bereich Wenden West mitbestimmt werden. Bei einem späteren Neubau der Brücke könnte darüber hinaus die Gestaltung des Brückenbauwerkes den Bedürfnissen besser angepasst werden.


 

 

 

 

Aus den genannten Gründen beabsichtigt die Verwaltung auf die Wiederverwendung der Autobahnbrücke zu verzichten und in Abhängigkeit von dem tatsächlichen Bedarf eine neue Brücke zu errichten.

 

Die Verwaltung hat der Straßenbauverwaltung des Landes zugesagt, im Juni 2001 eine Entscheidung über die Wiederverwendung der Brücke mitzuteilen.

 

I.V.

 

 

gez.

 

Jaenicke