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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 4357/00  

Betreff: Kunst im Stadtbild
Brunnenskulptur des Bildhauers Prof. Emil Cimiotti auf dem Theatervorplatz
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:65 Fachbereich Hochbau und Gebäudemanagement   
Beratungsfolge:
Bauausschuss
01.11.2000 
Bauausschuss geändert beschlossen  (4357/00)  
Bauausschuss
22.11.2000 
Bauausschuss ungeändert beschlossen  (4357/00)  

Sachverhalt

Stadt Braunschweig

1

 

 

Stadt Braunschweig

 

TOP

 

 

 

Der Oberstadtdirektor

Drucksache

Datum

Hochbauamt

4357/00

18. September 2000

65.2.2

 

 

 

 

Vorlage

 

Beratungsfolge

 

Sitzung

 

Beschluss

 

 

Tag

Ö

N

ange-nom-men

abge-lehnt

geän-dert

pas-siert

 

 

 

 

 

Bauausschuss

1. Nov. 2000

X

 

 

 

 

 

Beteiligte Ämter/Referate/

Institute

Beteiligung des Rechnungsprüfungsamtes

Anhörungsrecht

des Stadtbezirksrats

Vorlage erfolgt aufgrund Vorschlag/Anreg.d.StBzR

20, 61

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja

X

Nein

 

 

Ja

X

Nein

 

 

Ja

X

Nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überschrift, Beschlussvorschlag

 

 

Kunst im Stadtbild

Brunnenskulptur des Bildhauers Prof. Emil Cimiotti auf dem Theatervorplatz

 

 

"Die Realisierung der Brunnenskulptur auf dem Theatervorplatz wird zugestimmt.

Die Kosten werden aufgrund der Kostenberechnung vom 15. August 2000 auf 900.000 DM festgestellt."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Allgemeines

 

Das städtebauliche Umfeld des Staatstheaters hat in den letzten Jahren mehrere Verbesserungen erfahren:

 

- der städtebaulich und architektonisch besonders gelungene Neubau des Kleines Hauses mit seiner Platzgestaltung und dem kürzlich mit einem Krahe-Preis ausgezeichneten Wasserkunstwerk,

 

- der grundsätzlichen städtebaulichen Verbesserung des Schlossparkes mit seinen Wegebeziehungen zwischen der Innenstadt und dem Theater,

 

- den Sanierungen der Parkanlagen Theaterpark und Museumspark mit dem Ziel, das Bild der ursprünglichen Gestaltungskonzeption wieder herzustellen und

 

- kleinere bauliche Maßnahmen im direkten Umfeld des Theaters mit dem Ziel, die besondere städtebauliche und kulturelle Bedeutung des Theaters im Stadtbild herauszustellen.

 

Diese Maßnahmen sind noch nicht gänzlich zu Ende geführt. Es ist beabsichtigt, die Theaterumfahrt umzugestalten mit dem Ziel, die Querungsmöglichkeiten für Fußgänger zu verbessern und die weitflächigen, ungegliederten Asphaltflächen auf ein für den motorisierten Verkehr notwendiges Maß zu verringern. Die 3 Bushaltestellen in der Theaterumfahrt und in der Ehrenbrechtstraße sollen durch 1 Haltestellenanlage am östlichen Ende des Steinwegs ersetzt werden. Dieses Projekt sollte nach dem EXPO-Jahr, indem die Innenstadt von Baumaßnahmen nach Möglichkeit freigehalten werden soll, den Gremien zur Realisierung vorgestellt werden.

 

Diese hier dargestellten Verbesserungen des Theaterumfeldes haben dazu den Anlass gegeben, auch den Theatervorplatz selbst aufzuwerten. Hier ist zunächst mit relativ einfachen Mitteln ein ansehnlicher Platz mit einer Bepflanzung gestaltet worden.

 

Dieser Theatervorplatz ist aufgrund seiner stadträumlichen Ausformung und seiner achsialen Bezüge zwischen dem Hauptportal des Theaters und dem Straßenraum des Steinweges sowie dem Theater- und dem Museumspark ein prädestinierter Standort für ein Kunstwerk, das diese Bezüge aufnehmen und dem Platz eine Bedeutungsmitte verleihen könnte.

 

Schon seit mehreren Jahren gibt es Bemühungen, den Bildhauer Prof. Emil Cimiotti, der zu den bedeutenden zeitgenössischen Künstlern zählt und bisher in Braunschweig nur mit wenigen in die Öffentlichkeit wirkenden Kunstwerken vertreten ist, zu bewegen, für diese besondere räumliche Situation vor dem Theater ein Kunstwerk zu schaffen.

 

Der 1927 in Göttingen geborene Künstler ist nach seiner sehr stetigen künstlerischen Ausbildung und Entwicklung schon im Jahr 1961 an die neu gegründete Kunsthochschule in Braunschweig berufen worden. Vielfältige Ausstellungen und Kunstpreisverleihungen haben ihn im In- und Ausland berühmt gemacht. Zu einem relativ bekannten Werk in der Nähe von Braunschweig zählt der Ständerhausbrunnen von 1974/76 in der Innenstadt von Hannover. Dieser Brunnen gehört zu einer größeren Zahl von Brunnen, die Herr Prof. Cimiotti geschaffen hat und die seinen künstlerischen Ruf mitbegründet haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer längeren Pause der Beschäftigung mit dem Brunnen-Thema aus unterschiedlichen Gründen möchte sich der Künstler nun mit der Summe seiner künstlerischen Lebenserfahrung noch einmal mit diesem Thema auseinandersetzen. Zeichnerische Darstellungen und die daraus entwickelte plastische Umsetzung in Form eines Wachsmodells lassen erkennen, dass für den Theaterplatz eine maßstäblich harmonische, aus floralen Motiven bestehende Großform entwickelt werden soll, die sich aus der Platzfläche erhebt, mit Wasser überspült wird, das in einer elliptischen Beckenform gesammelt wird.

Mit diesem plastischen Kunstwerk wird eine prägnante Platzmitte gebildet, die jedoch nicht zu unerwünschten Überschneidungen mit der Architektur der Theaterfassade führt.

 

Der Stadtbezirksrat 211 Innenstadt, der Kulturausschuss, der Planungs- sowie der Verwaltungsausschuss haben in ihren Sitzungen im November/Dezember 1999 (Drucksachen-Nr. 2970/99) der Realisierung der Brunnenskulptur auf dem Theatervorplatz zugestimmt.

 

Kostenberechnung

 

Die Realisierung des Brunnens umfasst die Erstellung der eigentlichen Brunnenskulptur, des ovalen Brunnenbeckens aus Granit sowie alle dazugehörigen Guss-, Honorar- und Nebenkosten in Höhe von 900.000 DM.

 

Aufgrund der besonderen Temperaturanfälligkeit des vom Künstler bereits erstellten Wachsmodells musste der Gussauftrag kurzfristig im Rahmen einer Eilentscheidung in der Sommerpause erteilt werden, um Beschädigungen am Modell zu verhindern.

 

Finanzierung

 

Die Finanzierung ist sichergestellt.

 

Für 780.000 DM liegen verbindliche Zusagen von Stiftern und Stiftungen vor.

Der Eigenanteil der Stadt beträgt somit 120.000 DM.

 

Im Haushaltsplan 2000 sind bei der Haushaltsstelle 00.36600.940000.0110 kassenwirksame Mittel in Höhe von 450.000 DM veranschlagt.

Weiterhin steht eine Verpflichtungsermächtigung zu Lasten 2001 in Höhe von 450.000 DM

zur Verfügung.

 

Im geltenden Investitionsprogramm ist für das Jahr 2001 die Schlussrate in Höhe von 450.000 DM vorgesehen.

 

Die Installation und Einbindung des Brunnens einschl. der Außengestaltung in den Platz vor dem Theater mit den dazugehörigen Aufwendungen sind Teil der Veränderungen im Theaterumfeld und in diesem Rahmen mitzufinanzieren. Dafür werden ca. 300.000 DM benötigt. Die Verwaltung wird die Finanzierung dieses Betrages mit den Änderungsanträgen zu den Haushaltsberatungen sicherstellen. Die erforderliche Kostenfeststellung wird zu gegebener Zeit veranlasst.

 

I. V.

 

gez. Jaenicke

 

Jaenicke

 

Anlage

 

 

 

 

 

Anlage 1

 

 

Kostenberechnung

 

 

 

Objektbezeichnung: Brunnenskulptur von Prof. Cimiotti

auf dem Theatervorplatz (Gr. Haus)

 

 

 

Brunnenskulptur

Teilbetrag

DM

Gesamtbetrag

DM

Künstler-Honorar

432.000

 

Bronzeguss

236.000

 

ovaler Brunnenrand aus Granit-Segmentsteinen (Bianco Tarn),

20 St. 150 x 80 x 30 cm, poliert

 

150.000

 

Bodenplatten aus Granit (Bianco Tarn),

63 m², 4 cm stark, poliert

 

50.000

 

Summe

 

868.000

 

 

 

Nebenkosten

 

 

18 % von 436.000 DM (ohne Künstlerhonorar)

 

79.000

 

 

947.000

Summe

 

 

./. Eigenleistung Hochbauamt

 

60.000

Zwischensumme

 

887.000

Unvorhergesehenes

 

13.000

 

Gesamtkosten (Brunnenskulptur)

 

900.000

 

 

 

Aufgestellt: Braunschweig, 15. August 2000

 

 

Stadt Braunschweig

- Hochbauamt -

65.2.2

 

I. A.

 

gez. Knobbe

 

Knobbe