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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 15530/12  

Betreff: Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII VHS Arbeit und Beruf GmbH
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:51 Fachbereich Kinder, Jugend und Familie   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss
20.09.2012 
Jugendhilfeausschuss ungeändert beschlossen  (15530/12)  

Sachverhalt

1

 

Stadt Braunschweig

 

TOP

 

 

 

Der Oberbürgermeister

Drucksache

Datum

FB Kinder, Jugend und Familie (FB51)

15530/12

21. Aug. 2012

51.0

 

 

 

 

Vorlage

Beratungsfolge

 

Sitzung

 

Beschluss

 

 

Tag

Ö

N

ange-nom-men

abge-lehnt

geän-dert

pas-siert

 

 

 

 

 

 

 

 

Jugendhilfeausschuss

20.09.2012

X

 

 

 

 

 

Beteiligte Fachbereiche / Referate / Abteilungen

Beteiligung
des Referates 0140

Anhörungsrecht des Stadtbezirksrats

Vorlage erfolgt aufgrund Vorschlag/Anreg.d.StBzR

Fachbereich 50

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Überschrift, Beschlussvorschlag

 

Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII
VHS Arbeit und Beruf GmbH

 

 

Die VHS Arbeit und Beruf GmbH wird als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII anerkannt.

 

Die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe begründet keinen Anspruch auf öffentliche Förderung.

 


Begründung:

 

Nach § 75 Abs. 1 SGB VIII können juristische Personen und Personenvereinigungen als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt werden, wenn sie auf dem Gebiet der Jugendhilfe im Sinne des § 1 SGB VIII tätig sind, gemeinnützige Ziele verfolgen, aufgrund der fachlichen und personellen Voraussetzungen erwarten lassen, dass sie einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Erfüllung der Aufgaben der Jugendhilfe zu leisten imstande sind und die Gewähr für eine den Zielen des Grundgesetzes förderliche Arbeit bieten.

 

Die VHS Arbeit und Beruf GmbH benötigt die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe um zukünftig nach den Förderbestimmungen des Landes die bisher an den Beschäftigungsbetrieb geleisteten Fördermittel für den Betrieb der Jugendwerkstatt zu erhalten.

 

Der Rat der Stadt Braunschweig hat am 19. Juni 2012 beschlossen, dass die Aufgabe der

„Kommunalen Beschäftigungsförderung“ mit Wirkung des 1. Januar 2013 vom Beschäftigungsbetrieb (Abt. 50.2) auf die VHS Arbeit und Beruf GmbH übertragen wird.

 

Mit diesem Beschluss wechselt auch ein wesentlicher Teil der Beschäftigungsförderung im

Rahmen der Jugendberufshilfe nach SGB VIII (u. a. die Jugendwerkstatt) zur VHS Arbeit und

Beruf GmbH. Dies umfasst neben den entsprechenden Projektausstattungen auch erfahrenes Personal der Jugendberufshilfe.

 

Der Beschäftigungsbetrieb führt seit mehr als 20 Jahren diverse Beschäftigungsförderungspro-gramme in den verschiedensten Bereichen durch. Bis 2004 wurden jährlich bis zu 500 Beschäftigungsmaßnahmen, gegliedert in Projekte wie „Fordern & Fördern“, „Spiellandschaftsbau“, „Clean & Grün“, „ProFit“, „Gärtnerei Riddagshausen“ etc. durchgeführt. Mit der Einführung der Argen (heute Jobcenter) wurden zeitweise bis zu 1.200 Arbeitsgelegenheitsmaßnahmen initiiert und durchgeführt. Im besonderen Fokus der städtischen Beschäftigungsförderung standen und stehen immer benachteiligte Jungendliche im Alter von 17 bis 25 Jahren mit multiplen Vermittlungshemmnissen. Durch sinnstiftende Beschäftigung einhergehend mit entsprechenden Qualifizierungsangeboten und einer umfangreichen pädagogischen Betreuung wurde der Integrationsprozess in Arbeit oder Ausbildung gefördert. Allein die Jugendwerkstatt hat in Braunschweig mit differierenden Feinzielsetzungen und Projektgrößen eine über 20 jährige Tradition.

 

Die VHS Arbeit und Beruf GmbH wurde 2004 als einhundertprozentige Tochter der Volkshochschule Braunschweig GmbH gegründet, die ihrerseits eine einhundertprozentige Tochter der Stadt Braunschweig ist. Beide Bildungseinrichtungen sind gemeinnützig und nach dem Nds. Erwachsenenbildungsgesetz der Bildungsarbeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger verpflichtet. Qualifizierung, Berufsvorbereitung, Vermittlung und Arbeitsmarktintegration gehören zu ihren Hauptaufgaben. Oftmals im Blickpunkt der bisher hauptsächlich am SGB II und III ausgerichteten Arbeit stehen dabei Jugendliche im Übergang von der Schule zum Berufs-einstieg. Mit einem festen Stamm an angestellten pädagogischen Mitarbeitern werden hier seit Jahren kontinuierlich Programme und Projekte umgesetzt. Teils in Kooperation mit dem Beschäftigungsbetrieb der Stadt (z. B. „Arbeit sofort“, „Schubica“, etc.), teils als eigenständiger Anbieter für das Jobcenter Braunschweig (z. B. „Aktivierungshilfen für Jüngere“) bzw. der Agentur für Arbeit (z. B. „Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen“) oder im Rahmen von Bundesprogrammen (z. B. „PUM.A B“ innerhalb des XENOS-Programms des BMAS).

 

In der Kontinuität der Aufgabenübernahme vom städtischen Beschäftigungsbetrieb erfüllt die VHS Arbeit und Beruf GmbH die Voraussetzungen des § 75 Abs. 1 SGB VIII für eine Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe.

 

I. V.

 

gez.

 

Markurth