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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 16412/13  

Betreff: Bewerbung Braunschweigs um den Titel Fairtrade-Stadt
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:10 Fachbereich Zentrale Dienste   
Beratungsfolge:
Finanz- und Personalausschuss
04.11.2013 
Finanz- und Personalausschuss ungeändert beschlossen  (16412/13)  
Verwaltungsausschuss
05.11.2013    Verwaltungsausschuss      
Rat der Stadt Braunschweig
12.11.2013 
Rat ungeändert beschlossen  (16412/13)  

Sachverhalt

1

 

Stadt Braunschweig

 

TOP

 

 

 

Der Oberbürgermeister

Drucksache

Datum

FB Zentrale Dienste

16412/13

02.10.2013

10.03-270/28/2012

 

 

 

 

Vorlage

Beratungsfolge

 

Sitzung

 

Beschluss

 

 

Tag

Ö

N

ange-nom-men

abge-lehnt

geän-dert

pas-siert

Finanz- und Personalausschuss

Verwaltungsausschuss

04.11.2013

05.11.2013

X

 

X

 

 

 

 

Rat

12.11.2013

X

 

 

 

 

 

 

Beteiligte Fachbereiche / Referate / Abteilungen

Beteiligung
des Referates 0140

Anhörungsrecht des Stadtbezirksrats

Vorlage erfolgt aufgrund Vorschlag/Anreg.d.StBzR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja

X

Nein

 

 

Ja

X

Nein

 

 

Ja

X

Nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überschrift, Beschlussvorschlag

 

Bewerbung Braunschweigs um den Titel Fairtrade-Stadt

 

 

„Die Verwaltung wird beauftragt, den Antrag auf Verleihung des Titels Fairtrade-Stadt beim Verein Transfair e. V. zu stellen.“

 


Begründung

 

Der Rat der Stadt Braunschweig hat am 28. Februar 2012 zum Thema „Anerkennung als Fair­trade-Stadt“ einstimmig folgenden Beschluss gefasst:

 

  1. Bei allen Sitzungen des Rates, seiner Ausschüsse und der Verwaltung wird fair gehandelter Kaffee und ein weiteres fair gehandeltes Produkt verwendet.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, eine lokale Steuerungsgruppe zu initiieren, die zum Ziel hat, die Kriterien zu erfüllen, damit Braunschweig den Titel Fairtrade-Town tragen kann.

 

  1. Nach Abschluss dieses Prozesses ist dem Rat ein entprechender Beschluss vorzulegen.

 

 

Seit Juli 2012 werden bei der Stadt Braunschweig fair gehandelter Kaffee und ein weiteres fair gehandeltes Produkt bei allen Sitzungen des Rates und seiner Ausschüsse, bei jeder Sitzung oder Besprechung der Verwaltung und bei jedem städtischen Empfang angeboten. Zudem wurden die städtischen Gesellschaften gebeten, zukünftig in Besprechungen, Sitzungen und allen anderen Bewirtungssituationen fair gehandelte Produkte anzubieten.

 

Die Einrichtung einer lokalen Steuerungsgruppe unter Beteiligung des Fachbereiches Zentrale Dienste mit Einbindung des Handels, der Gaststätten, von Schulen und Kirchen und die weiteren Maßnahmen zur Anerkennung der Stadt Braunschweig als Fairtrade-Stadt wurden wegen des überwiegenden Marketingeffektes durch die Braunschweiger Stadtmarketing GmbH wahrgenommen. Die Steuerungsgruppe hat zwischenzeitlich mehrfach getagt und ist sich jetzt sicher, dass die Stadt Braunschweig alle fünf Voraussetzungen für die Anerkennung als Fairtrade-Stadt erfüllt:

 

  1. Beschluss des Rates

 

  1. Einrichtung einer lokalen Steuerungsgruppe

 

  1. In mindestens 34 lokalen Einzelhandelsgeschäften werden mindestens 2 Produkte aus

fairem Handel zum Verkauf angeboten. In mindestens 17 Cafés und Restaurants werden mindestens 2 Fairtrade-Produkte ausgeschenkt.

 

  1. In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fairtrade-Produkte verwendet und es werden Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt.

 

  1. Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg der Stadt Braunschweig zur Fairtrade-Stadt.

 

Der Verein Transfair e.V. (Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der „Dritten Welt“ e.V.) als Verleiher der Anerkennung hat eine grobe, vorläufige Prüfung (ohne Antrag) positiv bewertet.

 

Damit ist der Prozess (vor der Beantragung der Anerkennung) abgeschlossen und dem Rat der Stadt Braunschweig ist ein entprechender Beschluss vorzulegen (Nr. 3 des Beschlusses des Rates vom 28. Februar 2012).

 

Der Rat der Stadt Braunschweig beauftragt nunmehr die Verwaltung, die Anerkennung als Fair­trade-Stadt beim Verein Transfair e. V. zu beantragen.

 

Die Verleihung des Titels – erfahrungsgemäß ungefähr 3 Monate nach einer erfolgreichen Bewerbung – wird üblicherweise im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung medienwirksam durch Vertreter des Vereines Transfair e. V. vorgenommen. Die Anerkennung erfolgt zunächst für zwei Jahre. Üblicherweise ist für die Verleihung ein repräsentativer Raum für eine Teilnehmerzahl von ca. 50 – 150 Personen zur Verfügung zu stellen und zumindest eine einfache Bewirtung mit Fairtrade-Getränken (Tee, Kaffee und Orangensaft) vorzunehmen. Bei einer mittleren Teilnehmerzahl von 100 Personen, einer Versorgung mit nichtalkoholischen Fairtrade-Getränken und einfacher Verpflegung ist für eine Verleihungsveranstaltung (bei Nutzung eigener Räumlichkeiten) von Sachkosten von mindestens ca. 1.000 € auszugehen.

 

I. V.

 

 

 

Gez.

 

Lehmann

Erster Stadtrat