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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 17419/15  

Betreff: Richtlinien zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit Freier Träger in Braunschweig

Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:51 Fachbereich Kinder, Jugend und Familie   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss
05.03.2015 
Jugendhilfeausschuss ungeändert beschlossen  (17419/15)  
Rat der Stadt Braunschweig
24.03.2015 
Rat ungeändert beschlossen  (17419/15)  
Verwaltungsausschuss
17.03.2015    Verwaltungsausschuss      

Sachverhalt
Anlage/n
Anlagen:
DS-Nr. 17419-15 Anlage Förderrichtlinien_Teil 2 anstehende Änderungen 2015
DS-Nr. 17419-15 Anlage Gegenüberstellung der anstehenden Änderungen des Teils 2 der Richtlinien 2015

1

 

Stadt Braunschweig

 

TOP

 

 

 

Der Oberbürgermeister

Drucksache

Datum

FB Kinder, Jugend und Familie (FB51)

17419/15

06.02.2015

51.4

 

 

 

 

Vorlage

Beratungsfolge

 

Sitzung

 

Beschluss

 

 

Tag

Ö

N

ange-nom-men

abge-lehnt

geän-dert

pas-siert

Jugendhilfeausschuss

Verwaltungsausschuss

05.03.2015

17.03.2015

X

 

X

 

 

 

 

Rat

24.03.2015

X

 

 

 

 

 

 

Beteiligte Fachbereiche / Referate / Abteilungen

Beteiligung
des Referates 0140

Anhörungsrecht des Stadtbezirksrats

Vorlage erfolgt aufgrund Vorschlag/Anreg.d.StBzR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja

X

Nein

 

 

Ja

X

Nein

 

 

Ja

X

Nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überschrift, Beschlussvorschlag

 

Richtlinien zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit Freier Träger in Braunschweig

 

 

 

„Teil 2 der Richtlinien zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit Freier Träger in Braunschweig (Zuschüsse für Aktivitäten, Funktionsgegenstände und Investitionsmaßnahmen an die Träger der freien Jugendhilfe im Bereich der Jugendförderung) wird wie in der Anlage aufgeführt geändert.“

 

 


Begründung:

 

In 2013 hat der Jugendring Braunschweig Änderungswünsche an den Förderrichtlinien formuliert. Einige der Änderungswünsche wurden bereits bei der letzten Änderung der Richtlinien umgesetzt. Die Punkte:

  1. Förderung von Bildungsmaßnahmen in den Sommerferien und
  2. Bildungsmaßnahmen von Jugendgruppen/Jugendverbänden in Kooperation mit Schulen

wurden in gemeinsamen Besprechungen/Arbeitsgruppentreffen mit Jugendgruppen und Verbänden diskutiert. Im Zuge der Besprechungen wurde ein Bedarf deutlich, dass auch

  1. Veranstaltungen von Jugendgruppen/-verbänden in Kooperationen mit Schulen,

gefördert werden sollen.

Gemeinsam mit den Jugendgruppen/-verbänden wurden folgende Vorschläge zur Richtlinienänderung erarbeitet.

 

Zu Punkt 1:

Die Jugendgruppen/Jugendverbände haben verdeutlicht, dass Bildungsmaßnahmen in den Sommerferien eine sinnvolle Ergänzung ihres Angebots sein können. Mit zunehmender Belastung durch den (Ganztags-)Schulbetrieb wird es heute immer schwieriger, Jugendliche für Bildungsangebote an Wochenenden zu gewinnen. Deshalb sollen die Sommerferien nicht mehr von der Möglichkeit, geförderte Bildungsmaßnahmen durchzuführen, ausgenommen werden.

 

Zu Punkt 2:

Bildungsmaßnahmen, die Jugendverbände in Kooperation mit Schulen durchführen, nehmen einen immer größeren Raum ein. Leitziel ist die Stärkung des Selbstbewusstseins der Jugendlichen und ihnen die Möglichkeiten der Mitarbeit im Jugendverband aufzuzeigen. Kindern und Jugendlichen werden hier die Themen der Bildungsarbeit von Jugendgruppen und

-verbänden nähergebracht. Hierzu zählen Seminare im Bereich

  • Kommunikationstraining und Selbstbehauptung
  • Rhetorik
  • Erlebnispädagogik
  • Medien sowie
  • Jugendleiterkurse

 

Die maximale Förderdauer soll drei Tage betragen. Hier äußerten einige Jugendverbände den Wunsch nach einer längeren Förderdauer, um die finanzielle Belastung der Teilnehmerinnen/Teilnehmer so gering wie möglich zu halten. Länger dauernde Maßnahmen werden in der Regel von Jugendverbänden in Kooperationen mit Berufsschulen oder dem Braunschweig Kolleg durchgeführt. Anders als bei den Bildungsmaßnahmen, die die Jugendverbände ohne Kooperationen mit Schulen durchführen, ist nach Auffassung der Verwaltung jedoch vertretbar, dass hier entweder die Teilnehmerinnen/Teilnehmer oder die Kooperationspartner (ggf. weitere) Eigenmittel einbringen.

 

Nach ausführlicher Diskussion zu diesem Punkt erklärten sich die Vertreter der Jugendverbände mit der vorgenannten Regelung einverstanden.

 

Zu Punkt 3:

Im Förderbereich „Veranstaltungen“ soll künftig eine Förderung auch dann möglich sein, wenn die Veranstaltungen nicht ausschließlich von den Kindern und Jugendlichen organisiert sind, da in der Vergangenheit Veranstaltungen dann nicht gefördert werden konnten, wenn sie von den (Erwachsenen) Jugendleiterinnen/Jugendleitern bzw. ehrenamtlichen Helfern der Jugendgruppe bzw. eines Vereins durchgeführt wurden. Zudem soll hinsichtlich Zuschussobergrenze der Veranstaltung zwischen kleinen und großen Veranstaltungen unterschieden werden, um so die Zuschusssumme an die Teilnahmezahlen anzulehnen.

Analog der Vorgabewerte der Gemeinsamen Kommission von freien Trägern der Wohlfahrtspflege, den Kommunalen Spitzenverbänden und dem Land Niedersachsen für die örtlichen Träger der Sozialhilfe sollen die Zuschusssätze für internationale Begegnungen sowie eintägige und mehrtägige Bildungsmaßnahmen angepasst werden. Bei den anderen Förderbereichen wirkt sich die Steigerung aufgrund der Rundung auf volle Euro nicht aus.

 

Neben den erarbeiteten Änderungen hat die Verwaltung die Richtlinien erneut an einigen Stellen geändert, um die Bestimmungen deutlicher in den Richtlinien darzustellen und hinsichtlich der Vorlagefrist der Verwendungsnachweise den städt. Zuwendungsrichtlinien anzupassen.

 

Die Änderungen sind in der Anlage auszugsweise gegenübergestellt.

 

Die Bestimmungen sollen, wie bei ähnlichen Änderungen in der Vergangenheit, rückwirkend zum 1. Januar 2015 in Kraft treten, um eine unterschiedliche Handhabung von Fördersätzen und der Förderpraxis innerhalb eines Jahres zu vermeiden.

 

Die sich aus den Änderungen ergebenden Mehrkosten in Höhe von rund 10.000 € werden aus dem Budget des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie gedeckt.

 

I. A.

 

gez.

 

Winkler

 

Anlage



Anlage/n:

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 DS-Nr. 17419-15 Anlage Förderrichtlinien_Teil 2 anstehende Änderungen 2015 (136 KB)    
Anlage 2 2 DS-Nr. 17419-15 Anlage Gegenüberstellung der anstehenden Änderungen des Teils 2 der Richtlinien 2015 (43 KB)