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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 17511/15  

Betreff: Projekt Stolpersteine
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:DEZERNAT IV - Kultur- und Wissenschaftsdezernat   
Beratungsfolge:
Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 132 Viewegsgarten-Bebelhof
06.05.2015 
StBezRat 132 Viewegsgarten-Bebelhof ungeändert beschlossen  (17511/15)  

Sachverhalt

1

 

Stadt Braunschweig

 

TOP

 

 

 

Der Oberbürgermeister

Drucksache

Datum

Dezernat für Kultur und Wissenschaft (Dez. IV)

17511/15

16.04.2015

 

 

 

 

 

Vorlage

Beratungsfolge

 

Sitzung

 

Beschluss

 

 

Tag

Ö

N

ange-nom-men

abge-lehnt

geän-dert

pas-siert

 

 

 

 

StBezRat 132 Viewegsgarten-Bebelhof

06.05.2015

X

 

 

 

 

 

 

Beteiligte Fachbereiche / Referate / Abteilungen

Beteiligung
des Referates 0140

Anhörungsrecht des Stadtbezirksrats

Vorlage erfolgt aufgrund Vorschlag/Anreg.d.StBzR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja

X

Nein

 

 

Ja

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Nein

 

 

Ja

X

Nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überschrift, Beschlussvorschlag

 

Projekt Stolpersteine

 

 

Der Verlegung eines so genannten Stolpersteines des Künstlers Gunter Demnig im öffentlichen Straßenraum vor dem in der Vorlage näher bezeichneten Grundstück wird zugestimmt.

 


Begründung:

 

Am 29. Juni 2015 plant der Verein „Stolpersteine für Braunschweig Förderverein e. V.“ in Abstimmung mit dem Künstler Gunter Demnig die nächste Verlegung von Stolpersteinen in Braunschweig.

 

Gemäß § 93 Abs. 1 Ziffern 5 und 10 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG) in Verbindung mit § 16 Abs. 1 Ziffer 8 der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig vom 8. November 2011 entscheiden die Stadtbezirksräte über die Aufstellung von Kunstwerken. Vorliegend handelt es sich um die Verlegung so genannter Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig, mithin um Kunstwerke i. S. dieser Gesetze.

 

Entsprechend dem Konzept des Projektes Stolpersteine enthalten jeweils neu zu verlegende Steine den Namen der Opfer des Nationalsozialismus sowie kurze Angaben zum Geburtsjahr und zum jeweiligen Schicksal

 

Auf der Basis des aktuellen Recherchestandes soll nach Mittteilung des Vereins im Bereich des Stadtbezirkes 132 – Viewegsgarten-Bebelhof nunmehr folgender Stein verlegt werden:

 

Leonhardstraße 63

 

Dr. Heinrich Jasper

Geboren: 21. August 1875

Ausbildung/ Beruf: Rechtsanwalt, Landesminister und Ministerpräsident des Landes Braunschweig

1918-33 Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag

Wohnort: Braunschweig

Lebenslauf/Schicksal:1890 – 1894 Schüler des Neuen Gymnasiums

(seit 1906 Wilhelmgymnasium)

Rechtsanwalt, seit 1903 sozialdemokratischer

Stadtverordneter

1919/20 Abgeordneter der Nationalversammlung

1919/20, 1922-24, 1927-30 Braunschweigischer

Landesminister und Ministerpräsident des Landes

Braunschweig

1918-33 Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag

Ab dem 18.3.1933 von den Nationalsozialisten permanent verfolgt, gequält, und inhaftiert (mehrere KZ)

Am 19.2.1945 tot aufgefunden, Massengrab

Grund der Verfolgung:SPD-Mitglied, politisch verfolgt

Verfolgung:,18.3.1933: 1. Verhaftung Haftanstalt Rennelberg                                                                       19.4.1933: Entlassung                                                                                                                                            6.6.1933: 2. Verhaftung Haftanstalt Rennelberg

Februar 1935: Überstellung nach Dachau

Pfingstsamstag 1939: Entlassung aus Dachau

22.8.1944: Sachsenhausen

4.2.1945: Bergen Belsen

19.2.1945: Tot aufgefunden, Massengrab

Verlegungsort: Leonhardstr. 63

Grund der Verlegung: Wunsch des Wilhelmgymnasiums

 

 

I. V.

 

gez.

Dr. Hesse