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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 5336/02  

Betreff: Programm der Niedersächsischen Landesregierung zur Vermeidung von unentschuldigter Abwesenheit vom Unterricht
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:40 Fachbereich Schule   
Beratungsfolge:
Schulausschuss
13.09.2002 
Schulausschuss ungeändert beschlossen  (5336/02)  

Sachverhalt

2

 

 

Stadt Braunschweig

 

TOP

 

 

3

Der Oberbürgermeister

Drucksache

Datum

FB Schule und Sport

5336/02

3. Sept. 02

Abt. Kommunale Schulaufgaben

 

 

40.1-30-01.1

 

 

 

Beteiligte FB /Referate /Abteilungen

Mitteilung

 

FB 51

Beratungsfolge

Sitzung

 

Tag

Ö

N

Schulausschuss

13. Sept. 02

X

 

 

Überschrift, Sachverhalt

 

 

 

Programm der Niedersächsischen Landesregierung zur Vermeidung von unentschuldigter Abwesenheit vom Unterricht

 

 

Das Land beabsichtigt, landesweit flächendeckend offensiv gegen Schulverweigerung und Schul-schwänzen vorzugehen. Unter Federführung des Landespräventionsrates Niedersachsen ist von einer interministeriellen Arbeitsgruppe ein Eckpunktepapier erarbeitet worden, das Grundlage für das „Programm zur Vermeidung von unentschuldigter Abwesenheit vom Unterricht“ sein soll. Das Landes-kabinett hat die Umsetzung des Programms bereits Ende Mai diesen Jahres beschlossen. In einem eineinhalbjährigen Pilotvorhaben sollen Ideen entwickelt werden, welche Wege gegangen werden können, um den Schulen nachhaltig Hilfestellung gegen Schulverweigerung und Schulschwänzen durch Handlungskonzepte zu geben. Der Schulversuch soll vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen wissenschaftlich begleitet und ausgewertet werden.

 

Das federführende Kultusministerium hat den Landespräventionsrat Niedersachsen beauftragt, mit Vertreterinnen und Vertretern der Bezirksregierungen, Schulträgern und Schulen Gespräche über die Umsetzung des im Eckpunktepapier beschriebenen Programms zur Durchführung des Pilotvorhabens zu führen. An der Auftaktveranstaltung am 7. August 2002 in Hannover haben auch Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksregierung Braunschweig und der Stadt Braunschweig teilgenommen, da in Braunschweig bereits Ende des vergangenen Jahres in einer Arbeitsgruppe (u. a. unter Beteiligung der Schulabteilung der Bezirksregierung Braunschweig, der Schulen, des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, des Fachbereichs Bürgerservice und Öffentliche Sicherheit, der Polizeidirektion und des Amtsgerichts) ein Leitfaden für Schulen und andere Institutionen, die mit dem Thema Schul-verweigerung und Schulschwänzen konfrontiert sind, entwickelt worden ist. Vor diesem Hintergrund ist die Idee entstanden, die örtliche Initiative in Braunschweig in das Pilotvorhaben des Landes ein-zubringen.

 

Das in Braunschweig entwickelte Konzept zum Umgang mit Schulverweigerung und Schulschwänzen beinhaltet schon verschiedene Gesichtspunkte der Landeskonzeption. Auch andere Schulträger ha-ben derartige Projekte mit ihren Schulen zusammen initiiert. Seitens des Landes setzt man darauf, dass diese Projekte vor Ort weiterbestehen und wenn möglich im Rahmen einer Teilnahme an dem Pilotvorhaben um Bausteine der Landeskonzeption weiterentwickelt werden.


Begonnen werden könnte das Pilotvorhaben aus Sicht des Landes u. a. mit Schulen in den Städten Hannover, Delmenhorst, Osnabrück und Braunschweig sowie in den Landkreisen Friesland und Osnabrück mit Beginn des 2. Schulhalbjahres 2002/2003. In Braunschweig können voraussichtlich die Schulen in den Landesversuch einbezogen werden, die bereits von der örtlichen Initiative erfasst sind. Um die Braunschweiger Schulen ausreichend zu informieren, sind Gespräche in den Schulen unter Federführung der Bezirksregierung und Beteiligung der Jugendverwaltung geplant.

 

Einige Exemplare des Braunschweiger Readers „Schulverweigerung und Schulschwänzen“ stehen während der Sitzung zur Ansicht zur Verfügung.

 

 

 

 

Dr. Hoffmann