EN

Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 5942/03  

Betreff: Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2003
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:20 Fachbereich Finanzen   
Beratungsfolge:
Klinikumsausschuss
07.05.2003 
Klinikumsausschuss ungeändert beschlossen  (5942/03)  
Verwaltungsausschuss
13.05.2003    Verwaltungsausschuss      

Sachverhalt

Stadt Braunschweig

2

 

 

Stadt Braunschweig

 

TOP

 

 

 

Der Oberbürgermeister

Drucksache

Datum

FB Städt. Klinikum

5942/03

25. April 03

54.0.1-

 

 

 

Beteiligte FB /Referate /Abteilungen

Mitteilung

 

Beratungsfolge

Sitzung

 

Tag

Ö

N

Klinikumsausschuss

Verwaltungsausschuss

7. Mai 03

13. Mai 03

X

 

X

 

 

 

 

 

 

Überschrift, Sachverhalt

 

 

 

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2003

 

 

 

 

Bei der Analyse der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Jahr 2003 ist zunächst aufbauend auf der Situation des Vorjahres auf die zusätzlichen wirtschaftlichen Belastungen einzugehen.

 

Aus dem Tarifabschluss vom Januar 2003 ergibt sich zunächst eine durchschnittliche kalkulierte Veränderung der Personalkosten von 3,04 %. Absolut resultieren hieraus Mehrkosten in Höhe von ca. 3,9 Mio. €. Außerdem ist noch die VBL-Steigerung von 1,45 % mit einer Auswirkung von etwa 1,8 Mio. € zu berücksichtigen. Daneben sind bei den Erlösen für die Wahlleistung Unterkunft Rückgänge von ca. 1,7 Mio. € zu erwarten, die sich aus der Anwendung der Vereinbarung zwischen PKV (private Krankenversicherung) und DKG (Deutsche Krankenhaus Gesellschaft) ergeben. In Summe ist dies ein Betrag in Höhe von 7,4 Mio. €.

 

Diesen Belastungen muss nun die Entwicklung des Budgets für stationäre Krankenhausleistungen gegenübergestellt werden. In der Budgetverhandlung am 15. April 2003 konnte hinsichtlich der Höhe des Budgets 2003 eine Einigung erzielt werden. Da das Klinikum auf der Basis dieser Verhandlung davon ausgeht, zum 1. Juni 2003 das neue DRG-Entgeltsystem anzuwenden, kann vorbehaltlich einer noch nicht abschließend vorliegenden Schiedsstellenentscheidung unterstellt werden, dass die vom Gesetzgeber vorgegebene Veränderungsrate von 0,81 % ganzjährig budgeterhöhend realisiert wird. Dies führt zu Mehrerlösen in Höhe von knapp 1,5 Mio. €. Im Saldo ergibt sich somit aus diesen Faktoren eine Netto-Belastung von ca. 6 Mio. € für das laufende Wirtschaftsjahr 2003.

 

Den übrigen im Budget eingebrachten und anerkannten Zuschlägen wie z. B. der Anerkennung der Folgekosten für die unterjährig in 2002 vereinbarte Ausweitung der Neurologisch-Psychiatrischen Klinik und dem Zuschlag für die Verbesserung der Arbeitszeitbedingungen stehen Kostenerhöhungen gegenüber, die deshalb nicht zur Deckung dieser Lücke herangezogen werden können.

 

Es ergibt sich daher ein zusätzlicher konkreter Handlungsbedarf für die laufende Wirtschaftsführung.

 

 

 

 

Wegen der erwarteten Auswirkungen der Budgetrunde 2003 wurde die Wirtschaftsplanung 2003 bereits zu Beginn des Jahres modifiziert und an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Einsparmöglichkeiten wurden dabei in den Sachkostenarten medizinischer Bedarf, Instandhaltung, Verwaltungsbedarf und Wirtschaftsbedarf erarbeitet und dementsprechend in das Berichtswesen integriert. Hieraus resultiert ein Einsparvolumen von ca. 4 Mio. €.

 

Außerdem ist für die Wirtschaftsführung 2003 auch das Potential für Leistungssteigerungen zu prüfen. Hierzu gehört die Analyse sämtlicher medizinischer Leistungsangebote wie: Ambulanz, vor- und nachstationäre Behandlung, ambulantes Operieren sowie sämtliche voll- und teilstationäre Leistungen. Über den reinen medizinischen Bereich hinaus sind auch evtl. Zusatzerlöse aus anderen Tätigkeitsbereichen des Klinikums sowie Kooperationen oder Leistungserbringungen für andere Krankenhäuser einzubeziehen. Dieses Potential wird mit ca. 1 Mio. € beziffert.

 

Zur Schließung der restlichen Lücke von etwa 1 Mio. € muss nun auch zurückhaltend im Bereich der Personalkosten letztlich bei den Stellenbesetzungen vorgegangen werden.

 

Das Volumen dieser Maßnahmen ermöglicht für 2003 insgesamt ein ausgeglichenes Ergebnis. Wegen der auch in den kommenden Jahren zu erwartenden Konsolidierungsmaßnahmen muss eine außerordentliche Steuerung sicher auch mittelfristig fortgesetzt und intensiviert werden.

 

I. V.

 

gez.

 

 

 

Dr. Gröttrup