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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 6978/04  

Betreff: Umsetzung der Schulreform
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:40 Fachbereich Schule   
Beratungsfolge:
Schulausschuss
24.09.2004 
Schulausschuss geändert beschlossen  (6978/04)  
Schulausschuss
29.10.2004 
Schulausschuss ungeändert beschlossen  (6978/04)  

Sachverhalt
Anlage/n
Anlagen:
Scananlage 1
Scananlage 2
Scananlage 3
Scananlage 4
Scananlage 5

1

 

 

Stadt Braunschweig

 

TOP

 

 

I/4

Der Oberbürgermeister

Drucksache

Datum

FB Schule und Sport

Abt. Kommunale Schulaufgaben

6978/04

17. Sept. 2004

40.1-11-19

 

 

 

Beteiligte FB /Referate /Abteilungen

Mitteilung

 

Beratungsfolge

Sitzung

 

Tag

Ö

N

Schulausschuß

29. Okt. 04

X

 

 

Überschrift, Sachverhalt

 

Umsetzung der Schulreform

 

 

  • Übergangszahlen von der Grundschule und Orientierungsstufe in die weiterführenden
    Schulen zum Schuljahr 2004/2005

 

Nach Abschaffung der Orientierungsstufe zum Schuljahresbeginn 2004/2005 haben zum Schul-beginn am 19. August 2004 drei Jahrgänge in weiterführende Schulen gewechselt. Das waren insgesamt 251.440 Schülerinnen und Schüler in ganz Niedersachsen, in Braunschweig 7.273.

 

In der als Anlage 1 (Stand: 2. September 2004) beigefügten Diagrammübersicht sind die Übergangsquoten pro Schulform (ohne IGS, FöS und sonstige Schulen) ablesbar. Darin zeigt sich, daß Braunschweig bei den Übergängen auf weiterführende Schulen in die Jahrgänge 5 - 7 abweichend vom Landestrend deutlich mehr Übergänge in das Gymnasium hatte (48 % gegenüber 38,7 % landesweit).

 

Die Übergänge, insbesondere die Quote für die Gymnasien, kamen nicht überraschend. Die Prognosen der Verwaltung sahen Übergänge in der eingetretenen Größenordnung vor. Die Einrichtung von Abteilungen bei den Gymnasien und z. T. bei Realschulen ermöglichte, daß jedes Kind in der gewünschten Schulform einen Platz erhalten hat.

 

In Braunschweig besuchen 3.762 Schülerinnen und Schüler die neuen 5. und 6. Klassen an den weiterführenden Schulen Gymnasium, Realschule und Hauptschule. Stellt man die Empfehlung und die tatsächliche Schulwahl gegenüber, ergeben sich folgende Werte pro Schulform: 

 

Hauptschulen

 

 

Klasse 5

Klasse 6

Klasse 7

Empfehlung

337

529

568

Übergang *

264

404

429

 

Realschulen

 

 

Klasse 5

Klasse 6

Klasse 7

Empfehlung

476

430

476

Übergang *

464

448

573

 


Gymnasien

 

 

 

Klasse 5

Klasse 6

Klasse 7

Empfehlung

622

584

579

Übergang *

842

718

753

* Schulstatistik 2004/2005 (ohne Auswärtige)

 

Wie im Vorfeld angenommen, werden Hauptschulen ausschließlich von Hauptschulempfoh­lenen besucht. Die Schülerzahl in den Hauptschulen ist in allen drei Jahrgängen niedriger als die Zahl der Empfehlungen. Realschulen werden in großer Zahl von Realschulempfohlenen besucht, aber auch von Kindern mit Haupt- und Gymnasialempfehlungen (geringster Anteil). Für ein Gymnasium hat sich der größte Teil der Schülerinnen und Schüler entschieden. Den überwiegenden Anteil stellen Gymnasialempfohlene. Eine Übersicht über die Zahl der erteilten Empfehlungen und die Übergänge in die weiterführenden Schulformen pro Jahrgang und Schule gibt die Anlage 2, die zu einem früheren Zeitpunkt als der der amtlichen Schulstatistik erhoben worden sind und deshalb geringfügig von der Übersicht der Anlage 1 abweichen.

 

 

 

  • Baumaßnahmen, Lehrmittelbeschaffungen, Umzüge

 

Im Zuge der Umsetzung der Schulreform sind vor Beginn des laufenden Schuljahres verschiedene Baumaßnahmen, Lehrmittelbeschaffungen und Umzüge notwendig geworden. Es kann festgestellt werden, daß diese Maßnahmen rechtzeitig abgeschlossen werden konnten, so daß der Unterricht am ersten Schultag nach den Sommerferien an allen Schulen planmäßig beginnen konnte. Beschaffungen von Ausstattungen, die noch ausstehen, weil Firmen Lieferfristen haben, werden in Kürze vollzogen.

 

Der beigefügten Liste (Anlage 3) bitte ich die Kosten zu entnehmen, die für funktionale Umbauten und Sanierungen, die nicht durch die Schulreform bedingt sind bzw. solche, die Folge der Schulreform sind, entstanden sind bzw. entstehen werden.

 

Für im Zusammenhang mit der Umsetzung der Schulreform durchgeführte Beschaffungen von Lehrmitteln und Mobiliar sowie für Umzüge belaufen sich die Ausgaben auf insgesamt rd. 99.000 €. Davon entfallen auf Umzüge rd. 19.000 €, auf Lehrmittelbeschaffungen rd. 38.000 € und auf Mobiliarbeschaffungen rd. 42.000 €.

 

Mit Bezug auf die Schülerbeförderung kann festgestellt werden, daß im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Schülerinnen und Schüler gestiegen ist, die einen Anspruch auf Beförderung haben. Ende August 2003 lagen 8.378 genehmigte Beförderungsanträge vor. Bis heute sind es 9.590 genehmigte Anträge. Das sind 1.212 Anträge mehr als im Vorjahr.

 

Durch den Wegfall der Orientierungsstufe, für die kleinräumigere Schulbezirke galten, müssen viele Schülerinnen und Schüler weitere Wege zu den in der Regel weiter entfernt liegenden weiterführenden Schulen zurücklegen, da für diese Schulformen ein gemeinsamer Schulbezirk gebildet ist, der das Stadtgebiet umfaßt. Daher ist insbesondere die Zahl der Beförderungsanträge an Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien gestiegen. Die nachfolgende Tabelle gibt dazu einen Überblick:

 

Schulform

Genehmigte Anträge 2003

Genehmigte Anträge 2004

Hauptschule

1.258

1.701

Realschule

1.531

2.196

Gymnasien

1.855

2.942

Bei einem Fahrpreis für eine Sammelschülerzeitkarte von 378 € entstehen derzeit Mehrkosten in Höhe von (1.212 x 378 €) 458.136 €. Ein abschließendes Ergebnis wird erst am Schuljahresende 2004/2005 vorliegen.

 

I. V.

 

gez.

 

Laczny

Stadtrat

 

Anlagen

 


Anlage/n:

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Scananlage 1 (437 KB)    
Anlage 2 2 Scananlage 2 (1221 KB)    
Anlage 3 3 Scananlage 3 (954 KB)    
Anlage 4 4 Scananlage 4 (932 KB)    
Anlage 5 5 Scananlage 5 (1255 KB)