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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 13409/13  

Betreff: Niederflurgerechter Umbau von Bushaltestellen im Stadtgebiet
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr   
Beratungsfolge:
Planungs- und Umweltausschuss
12.02.2014 
Planungs- und Umweltausschuss ungeändert beschlossen  (13409/13)  

Sachverhalt
Anlage/n
Anlagen:
171213_Anlage Mitteilung BushaltestellenKonzept_FB66_MAP

1

 

Stadt Braunschweig

 

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Der Oberbürgermeister

Drucksache

Datum

FB Tiefbau und Verkehr

13409/13

27.12.2013

66.21

 

 

 

Beteiligte FB /Referate /Abteilungen

Mitteilung

 

Beratungsfolge

Sitzung

 

Tag

Ö

N

Planungs- und Umweltausschuss

12.02.2014

X

 

 

 

 

Überschrift, Sachverhalt

Niederflurgerechter Umbau von Bushaltestellen im Stadtgebiet

 

 

Der Verwaltungsausschuss hat in seiner Sitzung am 28. April 1998 den Beschluss gefasst, Bushaltestellen im Stadtgebiet niederflurgerecht auszubauen. Bushaltestellen der Linien 413, 416 und 418 (damals 13, 16 und 18) sollten bevorzugt umgestaltet werden. Zusätzlich sollte die Nutzungsintensität der Haltestellen durch Fahrgäste berücksichtigt werden. Außerdem sollten Haltestellen ertüchtigt werden, soweit dies im Rahmen anderer Baumaßnahmen erledigt werden kann.

 

Das Land Niedersachsen hat ein Konjunkturprogramm für die Grunderneuerung von Verkehrsanlagen des straßengebundenen ÖPNV in Niedersachsen aufgelegt. Für die Jahre 2010 - 2014 konnten Zuwendungen mit einer Förderhöhe von bis zu 75 % aus diesem Programm abgerufen werden. Der Umbau der bereits beschlossenen Haltestellen Madamenweg und Jasperallee wird noch über das Konjunkturprogramm 2014 mitfinanziert. Das Förderprogramm wurde nunmehr verlängert, sodass für 2015 wieder Fördermittel beantragt werden können.

 

Die Verwaltung beabsichtigt, die nächsten Haltestellen entsprechend der im folgenden Text beschriebenen Prioritäten zu erneuern und für eine Landesförderung anzumelden. Als Kriterien werden der Beschluss der politischen Gremien von 1998, die Nutzerzahlen, der bauliche Zustand und in der Vergangenheit vorgetragene Beschwerden und Hinweise zugrunde gelegt.

 

Im Stadtgebiet sind rund 650 Bussteige an Bushaltestellen eingerichtet. Unter dem Namen einer Bushaltestelle können sich mehrere Bussteige verbergen. Zum Beispiel verfügt die Bushaltestelle Theater über zwei Bussteige, einen in Fahrtrichtung stadtauswärts und einen in Fahrtrichtung Rathaus.

 

Die Übersichtskarte in der Anlage gibt Auskunft über den Zustand der Bushaltestellen im Stadtgebiet. Ein grünes Kästchen auf der Kartendarstellung markiert die Bushaltestellen, an denen bereits alle Bussteige niederflurgerecht erneuert wurden. Wenn noch nicht alle Bussteige niederflurgerecht umgebaut wurden, ist die Bushaltestelle - unabhängig von der Anzahl der Nut-

zer - mit einem gelben Kästchen markiert. Ein rotes Kästchen zeigt Bushaltestellen, an denen mehr als 200 Fahrgäste täglich ein- oder aussteigen und die nicht niederflurgerecht hergerichtet sind. Ein weißes Symbol markiert Bushaltestellen, die erst im Zusammenhang mit anderen Baumaßnahmen sinnvoll niederflurgerecht hergestellt werden können. Ein grauer Kreis markiert die übrigen, bisher nicht erneuerten Bushaltestellen mit weniger als 200 Ein- und Aussteigern pro Tag.


  1. Bushaltestellen am Ring

 

Die Bushaltestellen am Ring sind überwiegend erneuert. Da die Ringbuslinien M19 und M29 zu den nachfragestärksten Linien gehören, werden zunächst die folgenden nachfragestarken Bushaltestellen erneuert. Die Beschlussvorlagen sind in Vorbereitung.

 

  • Cyriaksring in Fahrtrichtung Johannes-Selenka-Platz (Bau in 2015 geplant)
  • Bültenweg in Fahrtrichtung Hamburger Straße (Bau in 2015 geplant)

 

  1. Bushaltestellen mit mehr als 200 Fahrgästen pro Tag (rot/gelb/grünes Kästchen)

 

Entsprechend dem o. g. Beschluss sollen in den nächsten Jahren bevorzugt Haltestellen bearbeitet werden, die von den Linien 413, 416 und 418 bedient werden. Bei weniger als 200 ein- und aussteigenden Fahrgästen pro Tag (Summe aller Fahrtrichtungen) werden diese an diesen Linien liegenden Bushaltestellen jedoch zurückgestellt.

 

Haltestellen mit einer hohen Anzahl an Ein- und Aussteigern pro Tag werden ebenfalls bevorzugt, auch wenn sie von anderen Linien bedient werden. Zusätzlich fallen in diese Kategorie baulich abgängige Haltestellen, die demnächst einen hohen Unterhaltungsbedarf verursachen.

 

Für die nächsten Jahre haben aus Sicht der Verwaltung die folgenden Bushaltestellen eine hohe Priorität:

 

  • Altstadtmarkt (beide Fahrtrichtungen)
  • Am Bülten (beide Fahrtrichtungen)
  • Am Mühlengraben (beide Fahrtrichtungen)
  • An den Gärtnerhöfen (beide Fahrtrichtungen)
  • Eichhahnweg (beide Fahrtrichtungen)
  • Erfurtplatz (beide Fahrtrichtungen)
  • Essener Straße (Fahrtrichtung stadteinwärts)
  • Eutschenwinkel (Endhaltestelle)
  • Güldenstraße (auf der Güldenstraße südl. der Sonnenstraße)
  • Hildesheimer Straße (Fahrtrichtung stadteinwärts)
  • Hinter den Hainen (beide Fahrtrichtungen)
  • Hochstraße (beide Fahrtrichtungen)
  • Holzhof (Fahrtrichtung stadtauswärts, Bau in 2015 geplant)
  • Isarstraße (beide Fahrtrichtungen)
  • Kastanienallee (Fahrtrichtung stadteinwärts)
  • Leonhardplatz (Fahrtrichtung Kastanienallee)
  • Messeweg (beide Fahrtrichtungen)
  • Michelfelderplatz (beide Fahrtrichtungen)
  • Moorhüttenweg (Endhaltestelle)
  • Nordbad (beide Fahrtrichtungen)
  • Nordstraße (beide Fahrtrichtungen)
  • Otto-von-Guericke Straße (stadteinwärts, Bau in 2015 geplant)
  • Ottweilerstraße (beide Fahrtrichtungen)
  • Paracelsusstraße (beide Fahrtrichtungen)
  • Paxmannstraße (beide Fahrtrichtungen)
  • Peterskamp (beide Fahrtrichtungen)
  • Pfleidererstraße (beide Fahrtrichtungen)
  • Staatl. Untersuchungsämter (beide Fahrtrichtungen)
  • Prinz-Albrecht-Park (beide Fahrtrichtungen auf der Ebertallee)
  • Steinkamp (beide Fahrtrichtungen)
  • Steinriedendamm (alle Fahrtrichtungen)
  • Tostmannplatz (Fahrtrichtung stadtauswärts)
  • Weizenbleek

 

In dieser Liste aufgezählte Bushaltestellen, die an potentiellen Stadtbahnlinien liegen, werden zunächst nicht zur Erneuerung vorgesehen. Erst nach Entscheidung des Rates über das Stadtbahnausbaukonzept können Entscheidungen über dieses Haltestellen getroffen werden.

 

Im weiteren Bedarf werden insbesondere Bushaltestellen als weniger dringlich gesehen, an denen zwar mehr als 200 Fahrgäste am Tag ein- oder aussteigen, die aber noch angemessen unterhalten werden können. Hierzu gehören folgende Bushaltestellen:

 

  • Am Kalkwerk
  • Bahnhof Gliesmarode
  • Beethovenstraße
  • Boeselagerstraße
  • Ekbertstraße
  • Ernst-Böhme-Straße
  • Lehmweg
  • Lichtenberger Straße
  • Neuer Kamp
  • Prinz-Albrecht-Park (beide Fahrtrichtungen auf der Herzogin-Elisabeth-Straße)
  • Richmondweg
  • Saarbrückener Straße
  • Schlehenhang
  • St.-Wendel-Straße

 

Zusätzlich wird mittelfristig die Erneuerung der Haltestelle Hauptbahnhof Süd angestrebt. Diese Haltestelle weist zwar weniger als 200 Fahrgäste pro Tag auf, hat jedoch eine wichtige Funktion als Zubringer zum Hauptbahnhof.

 

  1. Bushaltestellen mit weniger als 200 Fahrgästen pro Tag (grauer Punkt)

 

Diese Haltestellen werden nur erneuert, wenn aufgrund von angrenzenden Baumaßnahmen es sinnvoll erscheint, diese mit einzubeziehen oder sie baulich abgängig sind. In einem weiteren Schritt werden diese Haltestellen dahingehend überprüft, ob unabhängig von einer grundsätzlichen Erneuerung ein Wetterschutz aufgestellt werden kann. Dazu ist eine gesonderte Mitteilung in einer der nächsten Sitzungen vorgesehen.

 

  1. Umbau im Zusammenhang mit Baumaßnahmen (weißes Kästchen)

 

Bei Straßenerneuerungsmaßnahmen ist immer der gesamte Straßenraum zu überprüfen. Daher werden Bushaltestellen, auch wenn sie den Kriterien nach den o. g. Kategorien zugeordnet werden könnten, erst untersucht, wenn eine Erneuerung der Straßen im Investitionsprogramm vorgesehen ist. Zudem ist die Erneuerung von Bushaltestellen im Rahmen von Straßenerneuerungsmaßnahmen kostengünstiger als bei einem alleinigen Ausbau der Bushaltestelle.

 

Hierzu zählen z. B. alle Haltestellen an der Alten Frankfurter Straße, am Rudolfplatz, an der Salzdahlumer Straße, an der Thiedestraße, der Friedrich-Seele-Straße, der Ernst-Amme-Straße, an der Leonhardstraße im Abschnitt vom Leonhardplatz bis zur Helmstedter Straße, an der Helmstedter Straße vom Marienstift bis zur Ackerstraße, an der Sonnenstraße, an der Querumer Straße und innerhalb der Ortsdurchfahrt Watenbüttel. Zum Teil ist hier auch das Stadtbahnausbaukonzept zu berücksichtigen.

 

Auch die Haltestelle Biberweg gehört grundsätzlich in diese Kategorie. Aufgrund der Höhenlage der Fahrbahn und der niedriger liegenden Gehwege ist der Einbau eines Kasseler Bords nicht möglich. Diese Haltestelle (beide Fahrtrichtungen) kann also nur im Zusammenhang mit einer grundsätzlichen Umgestaltung des Ortseingangs Ölper als eigenes Projekt erneuert werden. Ein solcher Umbaubedarf überschreitet den Umfang einer Haltestellenerneuerung erheblich und wäre separat mit einer eigenen Haushaltsstelle zu finanzieren.

 

Weitere Haltestellen werden im Zusammenhang mit der Verlegung des Haupteingangs und der Zufahrt zum Klinikum Salzdahlumer Straße, bei Verlängerung der Buslinie 418 über das Raffteichbad und dem Ausbau der Kreuzung B 1/Raffturm niederflurgerecht hergestellt.

 

  1. Finanzierung

 

Im Investitionsprogramm 2014 sind ab 2015 Finanzmittel von 400.000 € im Jahr für die Erneuerung von Bushaltestellen vorgesehen. Hierfür können rund vier bis sechs Bussteige im Jahr umgebaut werden. Die genaue Anzahl der Haltestellen pro Jahr hängt letztendlich von den Kosten der einzelnen Maßnahmen, den verfügbaren Haushaltsmitteln sowie der Bewilligung von Fördermitteln ab. Insofern können sich Verschiebungen ergeben.

 

I. V.

 

gez.

 

Leuer

 

Anlage


Anlage/n:

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 171213_Anlage Mitteilung BushaltestellenKonzept_FB66_MAP (157 KB)