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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 13545/14  

Betreff: Ergänzende Beauftragung im Zusammenhang mit der Sportentwicklungsplanung
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:67 Fachbereich Stadtgrün und Sport   
Beratungsfolge:
Sportausschuss
12.03.2014 
Sportausschuss ungeändert beschlossen  (13545/14)  
Schulausschuss
14.03.2014 
Schulausschuss ungeändert beschlossen  (13545/14)  

Sachverhalt

1

 

Stadt Braunschweig

 

TOP

 

 

 

Der Oberbürgermeister

Drucksache

Datum

FB Stadtgrün und Sport

13545/14

26.02.2014

 

 

 

 

Beteiligte FB /Referate /Abteilungen

Mitteilung

 

Fachbereich 40

Beratungsfolge

Sitzung

 

Tag

Ö

N

Sportausschuss

12.03.2014

X

Schulausschuss

14.03.2014

X

 

 

 

 

Überschrift, Sachverhalt

Ergänzende Beauftragung im Zusammenhang mit der Sportentwicklungsplanung

 

 

Nach Abschluss der ersten Phase der Sportentwicklungsplanung und Vorlage des Berichtes „Sport und Bewegung in Braunschweig; Grundlagen zur kommunalen Sportentwicklungsplanung“ erscheint es sportfachlich sinnvoll, im Rahmen von weiteren gutachtlichen Aufträgen eine Reihe von Fragestellungen, die sich aus den Berichtsergebnissen ergeben, näher zu analysieren.

 

Zudem besteht zwischen der Schul- und der Sportfachverwaltung Einvernehmen darüber, die Bedarfe an Schulsporthallen ermitteln und bilanzieren zu lassen.

 

Die Ableitung von Leitzielen sowie Handlungsempfehlungen und Maßnahmen aus der Sportentwicklungsplanung soll in einem kooperativen Planungsprozess erfolgen, der strukturiert und  entsprechend moderiert werden muss.

 

Die Verwaltung beabsichtigt daher, die nachstehend aufgeführten Folgeaufträge zu vergeben:

 

 

Modul  „ Ermittlung des Hallenbedarfs für die Braunschweiger Schulen“
 

Auf Basis der im Rahmen der Ermittlung der Grundlagendaten durchgeführten Befragung der Braunschweiger Schulen kann nun der Hallenbedarf der städtischen Schulen ermittelt und dem Bestand gegenüber gestellt werden. Damit ist es möglich, für jede Schule sowie für stadträumliche Einheiten (z.B. Stadtbezirke) den Hallenbedarf für den Schulsport zu bilanzieren und festzustellen, wo und in welcher Höhe eine Unterversorgung vorliegt.

 

Die Bedarfsermittlung umfasst eine rechnerische Abschätzung des Bedarfs der Hallen und Räume für Sport und Bewegung. Über die Angaben zur Zahl der Sportgruppen, die im Rahmen der Befragung der Schulen ermittelt wurden, sowie über weitere Angaben (z.B. Bedarf für Sport-AG`s, geschätzter Hallenbedarf für die Ganztagsbetreuung etc.) lässt sich der Hallenbedarf jeder einzelnen Schule berechnen.

 

In enger Abstimmung mit dem Fachbereich Schule befindet sich die geplante Auftragsvergabe als Folgeauftrag an IKPS zur Zeit in der vergaberechtlichen Prüfung.

 

 

Modul  „Kooperative Planung“

Die Erarbeitung von konkreten Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Entwicklung von Sport und Bewegung erfolgt nach dem Modell der kooperativen Planung.

 

Alle Ergebnisse der vorgeschalteten Module bilden dabei die Basis für die Erarbeitung von Maßnahmenkonzepten in einer kooperativen Planungsgruppe.

 

Im Kern der kooperativen Planung steht eine lokale Planungsgruppe, der verschiedene Personen aus unterschiedlichen Funktionsgruppen angehören. Dies resultiert aus der Erkenntnis, dass komplexe Probleme nur durch Vernetzung lösbar sind.

 

Neben den Vertretern des organisierten Sports, der im Rat vertretenen Fraktionen und Vertretern aus diversen Fachbereichen der Stadt Braunschweig sind auch andere soziale Gruppen und Institutionen Mitglieder in der Planungsgruppe.

 

Die fachliche Begleitung und Moderation soll durch Sportwissenschaftler erfolgen.

 

Die geplante Auftragsvergabe als Folgeauftrag an IKPS befindet sich zur Zeit in der vergaberechtlichen Prüfung.

 

Modul „Inklusion im Sport in Braunschweig“

Das Thema Inklusion, das sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Aufgabenfelder in der kommunalpolitischen Diskussion entwickelt hat, wird auch von der Sportpolitik zunehmend rezipiert.

 

Dabei werden insbesondere die Inklusionsleistungen des organisierten Sports hervorgehoben, aber auch Barrieren diskutiert und Modelle erprobt, wie Menschen mit Behinderung die Türen zu Vereinen noch weiter geöffnet werden können.

 

Aufbauend auf den Ergebnissen der Sportentwicklungsplanung soll dieser Themenbereich vertieft analysiert werden.

 

In Braunschweig soll als erster Stadt bundesweit „Inklusion“ als Schwerpunktthema innerhalb der Sportentwicklungsplanung behandelt werden.

 

Grundsatz bei der geplanten Vorgehensweise ist, sowohl die wesentlichen Institutionen als auch die Betroffenen selbst von Anfang an an der Ausarbeitung geeigneter Ziele, Empfehlungen und Maßnahmen zu beteiligen.

 

Aus vergaberechtlichen Gründen werden zur Zeit mehrere Angebote von Unternehmen eingeholt, die über Erfahrungen mit dieserThematik verfügen, um eine nachfolgende Auftragserteilung vorzubereiten.

 

Modul  „ Analyse der Sportförderung in Braunschweig“
 

Aufbauend auf die gewonnenen Erkenntnisse der Sportentwicklungsplanung soll ein vertiefter Blick auf die Förderung des Sports durch die Stadt Braunschweig gelegt werden.

 

Von besonderem Interesse ist dabei die Frage, wie der Sport in Braunschweig gefördert wird (Fördertatbestände, finanzieller Umfang der Förderung) und wie diese Förderung im Vergleich zu anderen vergleichbaren Städten einzuschätzen ist.


 

Die letzten bundesweiten Zahlen zur kommunalen Sportförderung stammen aus dem Jahr 2005 und sind nicht mehr für einen Vergleich geeignet, da sich die Sportförderung in vielen deutschen Städten im Zuge der Krise der öffentlichen Haushalte in den letzten Jahren dynamisch entwickelt hat.

 

Daher ist vor allem unter dem Gesichtspunkt eines interkommunalen Vergleiches unerlässlich, den Umfang der Sportförderung in den Vergleichsstädten durch ein genormtes Instrumentarium zu erfassen und zu analysieren, um daraus aktuelle und vergleichbare Daten ableiten zu können.

 

Aus vergaberechtlichen Gründen werden zur Zeit mehrere Angebote von Unternehmen, die über Erfahrungen mit dieserThematik verfügen, eingeholt, um eine nachfolgende Auftragserteilung vorzubereiten.

 

Modul 5 „Einzeluntersuchungen der Sportarten Schießsport und Tennis“

Als Konsequenz der Ergebnisse der Sportentwicklungsplanung sollen die Sportarten Tennis und Schießsport einer gesonderten Einzelbetrachtung unterzogen werden.

 

Dies liegt u.a. darin begründet, dass beide Sportarten teilweise massive Mitgliederrückgänge zu verzeichnen haben, parallel jedoch Investitionsforderungen an die Stadt Braunschweig gestellt werden.

 

Diese Forderungen müssen im Sinne eines nachhaltigen Einsatzes finanzieller Ressourcen genauer geprüft werden. Hierzu sollen die Einzeluntersuchungen einen Beitrag leisten.

 

Aus vergaberechtlichen Gründen werden zur Zeit mehrere Angebote von Unternehmen, die über Erfahrungen mit dieserThematik verfügen, eingeholt, um eine nachfolgende Auftragserteilung vorzubereiten.


 

Die für die Auftragserteilungen notwendigen Haushaltsmittel stehen im Haushalt 2014 zur Verfügung.

 

I. V.

 

gez.

 

Geiger