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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 13833/14  

Betreff: Neufassung des Ganztagsschulerlasses in Niedersachsen – Auswirkungen auf das Braunschweiger Modell der Beteiligung am Betrieb Offener Ganztagsgrundschulen (OGS)

Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:51 Fachbereich Kinder, Jugend und Familie   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss
11.09.2014 
Jugendhilfeausschuss ungeändert beschlossen  (13833/14)  
Schulausschuss
12.09.2014 
Schulausschuss ungeändert beschlossen  (13833/14)  

Sachverhalt

1

 

Stadt Braunschweig

 

TOP

 

 

 

Der Oberbürgermeister

Drucksache

Datum

FB Kinder, Jugend und Familie (FB51)

13833/14

19.08.2014

51.4

 

 

 

Beteiligte FB /Referate /Abteilungen

Mitteilung

 

Fachbereich 40

Beratungsfolge

Sitzung

 

Tag

Ö

N

Jugendhilfeausschuss

11.09.2014

X

Schulausschuss

12.09.2014

X

 

 

 

 

Überschrift, Sachverhalt

Neufassung des Ganztagsschulerlasses in Niedersachsen – Auswirkungen auf das Braunschweiger Modell der Beteiligung am Betrieb Offener Ganztagsgrundschulen (OGS)

 

 

 

Zum 1. August 2014 ist eine Neufassung des Erlasses „Die Arbeit in der Ganztagsschule“ in Kraft getreten. Für bestehende Kooperationslösungen, die nicht mit diesem Erlass konform sind, gibt es eine Übergangslösung bis zum Schuljahr 2015/2016.

 

Mit der Veröffentlichung des ersten Erlassentwurfs im Februar dieses Jahres setzte eine landes-weite Diskussion über mögliche Auswirkungen auf bereits bestehende und zukünftige Kooperationen im Rahmen des Ganztagsschulbetriebs von Grundschulen ein.

 

Neben der Stärkung der Schulleitung in ihrer Gesamtverantwortung für Planung, Umsetzung und Weiterentwicklung des Ganztagskonzepts sieht der Erlass den Betrieb von Ganztagsschulen in offener, teilgebundener oder gebundener Form vor. Hieraus ergibt sich ein deutlich größerer Gestaltungsspielraum für die Schulen. Auswirkungen dieses Teils der neuen Erlasslage sind derzeit in Braunschweig noch nicht absehbar.

 

Die von der Landesregierung angekündigte Erhöhung der Lehrerstunden für den Ganztagsbetrieb von bisher 25% auf zukünftig 75% des Zusatzbedarfs für den Ganztagsbetrieb (davon in der Regel 40% kapitalisiert als Budget) und eine modifizierte Bemessungsgrundlage führen zu den größten Veränderungen. Abhängig von der Zahl der am Ganztag teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erhalten die Schulen bereits ab dem kommenden Schuljahr zum Teil deutlich über 30 zusätzliche Lehrerstunden für den Ganztagsbetrieb pro Woche. Diese von allen Beteiligten vor Ort bereits seit Jahren geforderte Aufstockung der Leistungen des Landes eröffnet den Schulen deutlich verbesserte Möglichkeiten.

 

Die verbindliche ganzjährige Betreuung von derzeit über 1800 Kindern an den Braunschweiger OGS ist trotz der verbesserten Ausstattung mit Lehrerstunden eine Aufgabe, die die Schulen ohne die massive Beteiligung der Kommune und der Träger der Jugendhilfe auch weiterhin nicht allein bewältigen können. Es bedarf gemeinsamer Überlegungen aller beteiligten Akteure, wie die verbesserten Möglichkeiten genutzt werden sollten. Es besteht einerseits eine Chance für eine qualitative Weiterentwicklung des seit 2007 überaus erfolgreichen Braunschweiger OGS-Modells sowie andererseits die Gelegenheit, den Ausbau des Ganztagsbetriebs in Grundschulen in quantitativer Hinsicht zu beschleunigen. Derartige Überlegungen entsprechen auch der Intention der Ziffer 2 des Ratsbeschlusses vom 24. Juni 2013.

 

Das bestehende Betreuungsmodell als Konstrukt gleichberechtigter Kooperationspartner wird durch den neuen Erlass nicht gefährdet.

 

Ausgehend von den positiven Erfahrungen mit ähnlichen Veranstaltungen in den Jahren 2006 und 2008 plant die Verwaltung einen Workshop zum Umgang mit den Auswirkungen des neuen Ganztagserlasses auf den Betrieb der OGS nach dem Braunschweiger Modell. Die Veranstaltung soll extern begleitet werden und im Frühjahr 2015 stattfinden. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie der jugendhilflichen Kooperationspartner, der beteiligten Grundschulen und des Stadtelternrates sollen eingebunden werden.

 

I. A.

 

gez.

 

Winkler