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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 13906/14  

Betreff: Sanierung und bauliche Ergänzung Kemenate Hagenbrücke
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:0610 Stadtbild und Denkmalpflege   
Beratungsfolge:
Planungs- und Umweltausschuss
17.09.2014 
Planungs- und Umweltausschuss ungeändert beschlossen  (13906/14)  

Sachverhalt
Anlage/n
Anlagen:
Anlage_1
Anlage_2pdf

1

 

Stadt Braunschweig

 

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Der Oberbürgermeister

Drucksache

Datum

Referat Stadtbild und Denkmalpflege

13906/14

11.09.2014

0610

 

 

 

Beteiligte FB /Referate /Abteilungen

Mitteilung

 

Beratungsfolge

Sitzung

 

Tag

Ö

N

StBezRat 131 Innenstadt

23.09.2014

X

Planungs- und Umweltausschuss

17.09.2014

X

 

 

 

 

Überschrift, Sachverhalt

Sanierung und bauliche Ergänzung Kemenate Hagenbrücke

 

 

 

Die Verwaltung möchte mit dieser Mitteilung über die geplante Sanierung und bauliche Ergänzung der Kemenate Hagenbrücke informieren.

 

Das Projekt steht in der Folge der Sanierung und baulichen Ergänzung der Jakob-Kemenate im Bereich Garküche. Auch dort haben die gleichen Beteiligten, die Prüsse-Stiftung als Eigentümer, Investor und Betreiber, das Architekturbüro O. M. als beauftragte Planer  in enger Abstimmung mit der städtischen Denkmalpflege zusammengewirkt.

 

Das Projekt Jakob-Kemenate besteht aus einem denkmalgerecht sanierten Altbau mittelalter-lichen Ursprungs und einem modernen Ergänzungsbau, der sich durch seine Materialität aus Cortenstahl deutlich vom Altbau, der aus massivem Naturstein besteht, abhebt. Die Jakob-Kemenate hat sich als Ausstellungsmöglichkeit innerhalb kurzer Zeit zu einem wichtigen Kulturstandort der Innenstadt entwickelt. Das Projekt ist in der Zwischenzeit auch mehrfach ausgezeichnet worden aufgrund seiner beispielhaften Verbindung von einem mittelalterlichen Ursprungsbau und einem modernen, zeitgemäßen Ergänzungsbau.

 

Folgerichtig möchten die gleichen genannten Beteiligten auch beim Projekt Kemenate an der Hagenbrücke an diesem Konzept festhalten.

 

Die städtebaulichen Rahmenbedingungen sind bei der Kemenate an der Hagenbrücke jedoch ungleich schwieriger. Aufgrund der durch verkehrliche Anlagen sehr beengten stadträumlichen Situation war eine bauliche Ergänzung überhaupt nur im Norden bzw. im Osten des Gebäudes möglich. Da auch der derzeit von massiven Mauern umgebene Innenhof der Kemenate schützenswert ist und erhalten werden soll, blieb als Erweiterungsraum in erster Linie eine sehr schmale, langgestreckte Fläche an der Nordseite übrig.

 

. . .


Der direkte Anbau an das massive Steinmauerwerk der Kemenate leitet sich aus der historischen Bebauung logisch ab. Die Kemenate war als Bautypus immer ein massiver beheizter Gebäudekern, an den sich meist mehrere Anbauten direkt anfügten (s. Lageplan).

 

Der Erweiterungsbau, wie die Ergänzung der Jakob-Kemenate ebenfalls aus Cortenstahl umschlossen, nimmt im bestehenden Konzept die Treppe auf, die das Obergeschoss erschließt und schafft damit Raum in der eigentlichen Kemenate für Ausstellungszwecke. Die die mittelalterliche Substanz störenden Einbauten im Inneren der Kemenate können dadurch wieder entfernt werden. Im Obergeschoss wird sich im Erweiterungsbau ein großes Fenster zur Katharinenkirche hin öffnen, was dem Erweiterungsbau nach außen eine angemessene, moderne Prägnanz verleihen wird. Das vorliegende Konzept ist eng mit dem städtischen Referat Stadtbild und Denkmalpflege abgestimmt.

 

Aus Sicht der Bauverwaltung ist der Entwurf gut geeignet, den durch die Jakob-Kemenate vorgegebenen bewährten Weg einer nach Außen deutlich offensichtlichen Verbindung von Neu und Alt fortzuführen. Der Prüsse-Stiftung als Eigentümer, Investor und Betreiber ist zu danken, dass fast ausschließlich durch ihr privates Engagement eine weitere mittelalterliche Kemenate aus einem langen Schattendasein heraus wieder in eine sinnvolle öffentliche Nutzung übergeführt wird. Das Gebäude soll in Zukunft ebenfalls zu Ausstellungszwecken genutzt werden.

 

Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans IN 36 vom 04.11.1970, der für das Baugrundstück keine Festsetzungen enthält. Daher ist die Zulässigkeit der Baumaßnahme nach dem § 34 Baugesetzbuch zu beurteilen.

 

Nach Prüfung des Bauantrages ist das Referat Bauordnung zum Schluss gekommen, dass das Bauvorhaben die Einfügekriterien des § 34 BauGB, wie beispielsweise Art und Maß der baulichen Nutzung, einhält.

 

Auch bezüglich der überbaubaren Grundstücksflächen entspricht es dem Rahmen der näheren Umgebung, in seiner Höhe nimmt es Bezug auf das bestehende Kemenatengebäude. Rein baugestalterische Gesichtspunkte, wie beispielsweise Fassadengestaltung oder Farbanstrich, fallen nicht unter die Einfügekriterien des § 34 BauGB.

 

Die Baugenehmigung ist am 02.07.2014 erteilt worden. Die denkmalrechtliche Genehmigung ist Bestandteil der Baugenehmigung.“

 

I. V.

 

gez.

 

Leuer

 

Anlagen

Lageplan (mit altem historischen Grundriss)

Ansichten

 


Anlage/n:

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage_1 (311 KB)    
Anlage 2 2 Anlage_2pdf (282 KB)