EN

Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 2003/11  

Betreff: Schulentwicklungsplan
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag (öffentlich)
Federführend:0100 Referat Steuerungsdienst   
Beratungsfolge:
Verwaltungsausschuss
06.12.2011    Verwaltungsausschuss (offen)  (2003/11)  
Rat der Stadt Braunschweig
13.12.2011 
Rat zurückgezogen  (2003/11)  
Schulausschuss
13.01.2012 
Schulausschuss zurückgestellt  (2003/11)  
20.04.2012 
Schulausschuss zurückgezogen  (2003/11)  
Schulausschuss

Sachverhalt

1

 

Antrag

Datum

Nummer

Öffentlich

29. Nov. 2011

2003/11

Absender

 

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Rathaus

38100 Braunschweig

 

Adressat

 

Oberbürgermeister Dr. Hoffmann

Rathaus

38100 Braunschweig

 

Gremium

Sitzungstermin

 

Rat

13.12.2011

 

 

 

 

 

Betreff

 

Schulentwicklungsplan

 

 

 

 

Der Rat der Stadt Braunschweig möge beschließen:

 

  1. Im Stellenplan des Haushalts 2012 wird eine feste zusätzliche Stelle für die Schulentwicklungsplanung installiert. Diese Stelle soll mit einem Stelleninhaber/einer Stelleninhaberin mit wissenschaftlicher Qualifikation besetzt werden.
  2. Die Stelle wird unverzüglich ausgeschrieben und schnellstmöglich besetzt.
  3. Sofern zum Zeitpunkt der möglichen Stellenbesetzung der Haushalt 2012 noch nicht endgültig beschlossen bzw. genehmigt ist, wird diese Stelle im Vorgriff auf den Stellenplan 2012 besetzt.
  4. Die Verwaltung legt dem Schulausschuss und dem Rat bis zum Ablauf des 1. Quartals eine Liste mit möglichen Inhalten und Fragestellungen vor, die im Rahmen der Schulentwicklungsplanung bearbeitet werden können.
  5. Bis zum 3. Quartal 2012 soll eine erste Liste der Fragestellungen für ein Handlungskonzept einschließlich eines Zeithorizonts für die Erarbeitung des Schulentwicklungsplans vorgelegt werden.
  6. An der Erarbeitung des Schulentwicklungsplans sollen die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. Die Verwaltung wird gebeten, dem Rat geeignete Beteiligungsinstrumente vorzustellen und zur Beschlussfassung vorzulegen.

 

Begründung:

 

Die Schul- und Bildungslandschaft ist in einem rasanten Umbruch begriffen. Das umfasst einen gewandelten und erweiterten Bildungsbegriff weit über den engen Bereich Schule hinaus, ein verändertes Elternverhalten, die Auswirkungen des demographischen Wandels und einen Wandel von Schule und Schulformen. Schulentwicklungsplanung wird vor diesem Hintergrund notwendiger denn je.

 

Nun wird unter Schulentwicklungsplanung höchst Unterschiedliches verstanden: Die einen

sehen einen klassischen Plan, der Prognosen für Schülerzahlen und nötige Schulformen in Richtung von Anzahl und Raumkonzepten erstellt. Die anderen erhoffen sich Antworten auf bildungspolitische Grundsatzfragen und die Ziele kommunaler Bildungsgestaltung. So lange aber in Braunschweig nicht geklärt ist, was wir unter einem Braunschweiger Schulentwicklungsplan verstehen, wird dieser Begriff zu einem nebulösen „Zauberwort“, auf das wir die

Lösung aller aktuellen Probleme hinschieben und wenn nicht „endlagern“, so doch zumindest „zwischenlagern“ können. 

 

Als allererster Schritt muss dazu schnellstmöglich zusätzliche Personalkapazität in der Verwaltung geschaffen werden, um dann die nötigen grundlegenden Fragen zu klären.

 

 

Gez. Holger Herlitschke

(Fraktionsvorsitzender)